Da bricht kein Zacken aus der Krone

Der Trend in der Zahnmedizin geht zu einer automatisierten Fertigung von Kronen, Inlays und Brücken aus Zirkonoxid. Diamantbeschichtungen auf Basis von CCDia CarbonSpeed sorgen hier für Qualität und Wirtschaftlichkeit.

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Als so genannter Grünling – vor dem Brennen der Keramik – ist Zirkonoxid hochabrasiv und zugleich relativ porös. Die Bearbeitung ist eine Herausforderung an die Verschleißfestigkeit von Zerspanwerkzeugen.

Der keramische Werkstoff Zirkonoxid ist perfekt geeignet für Zahnersatz. Neben seiner Farbtreue besticht er vor allem durch seine hohe Biokompatibilität. Dank der guten Verträglichkeit verheilt die Mundschleimhaut schnell und Irritationen oder gar Entzündungen werden vermieden. Zahnersatz aus Zirkonoxid ist zudem besonders bruchfest und hält den Belastungen beim Kauen Jahrzehnte stand.

Kronen, Inlays oder Brücken werden aktuell noch vorwiegend von Hand hergestellt und dabei aufwändig poliert und geschliffen. Doch die Zukunft klopft auch an die Türen von Zahnlaboren und Zahnarztpraxen: Digitale Technologien verändern die Arbeitsweisen in der Zahnmedizin – vom präzisen 3D-Scan des Mundraums bis zur automatisierten computerunterstützten Gestaltung und Fertigung per CAD/CAM. Für Patienten und Ärzte wird es einfacher, schneller und wirtschaftlicher.

Beschichtungsqualität der Werkzeuge bestimmt Oberflächenqualität des Zahnersatzes

„Medizinisch und optisch ist Zirkonoxid das ideale Material. Die Bearbeitung ist aber eine echte Herausforderung für die Verschleißfestigkeit der Zerspanwerkzeuge“, erklärt Marco Furrer, Area Sales Manager bei CemeCon. „In dem Zustand, in dem das Zirkonoxid bearbeitet wird – als Grünling bevor die Keramik gebrannt wird – ist es hochabrasiv und zugleich relativ porös. Es ist sehr empfindlich für Mikroausbrüche an der zerspanten Oberfläche.“ Die Antwort von CemeCon darauf lautet CCDia CarbonSpeed. Der extrem harte und zugleich vollkommen glatte Diamantbeschichtungswerkstoff vermindert das Risiko von Mikroausbrüchen am Werkstück, gewährleistet hohe Präzision beim Fräsen und ermöglicht lange Standzeiten der Werkzeuge.

„Diese Eigenschaften lösen gleich mehrere Probleme unserer Kunden – Hersteller und Betreiber von Dental-Fräsmaschinen“, leitet Joachim Bauer, Geschäftsführer von J. Bauer Präzisionswerkzeuge, seine Erläuterung ein: „Die CAD/CAM-Systeme in der Zahnmedizin sind auf eine möglichst einfache Bedienung ausgelegt. Nach dem Scan des Gebisses oder des Zahnstumpfs modelliert das CAD-System nahezu selbständig den Zahnersatz und erstellt die Daten für die Fräsmaschine – unter Berücksichtigung des Schwunds, der beim Brennen der Keramik auftritt.“ Außer einigen Basisparametern wie Schnittgeschwindigkeit oder Vorschub können in der Regel keine weiteren Einstellungen vorgenommen werden. Das heißt Oberfläche, Maßhaltigkeit und Geometrie des Werkzeugs haben einen umso größeren Einfluss auf das Resultat.

Schichtspezifikation für optimale Balance der Werkzeugeigenschaften

„Unsere Werkzeuge benötigen eine besonders scharfe Schneidkante mit geringer Auflagefläche am Werkstück. Eine zu große Kantenverrundung der Schneidkante vergrößert die Auflagefläche. Die Konsequenz ist: Das Werkzeug übt zu starken Druck auf das Werkstück aus und an der Keramikoberfläche entstehen Mikroausbrüche. Den gleichen Effekt hat ein zu schneller Verschleiß, der die Freifläche abflacht“, beschreibt Joachim Bauer.

Dies kann effektiv verhindert werden: „CemeCon hat für uns eine exakt an Werkzeuggeometrie und Hartmetall angepasste Schichtspezifikation entwickelt, die eine optimale Performance in Bezug auf lange Werkzeug-Standzeit, beste Oberflächenqualität und maximale Haftung bietet.“ Marco Furrer ergänzt: „Die beim automatisierten Fräsen geschaffene Oberfläche ist so gut, dass aufwändige und teure Nachbearbeitungen nahezu vollständig entfallen.“

Praxisgerechte Standzeit dank CCDia CarbonSpeed

„Patienten sind immer wieder fasziniert, wenn Sie der Maschine zuschauen, die ihren Zahnersatz vor Ort fertigt, während sie darauf warten“, beschreibt Dr. Hans-Joachim Turban, Zahnarzt im bayerischen Tiefenbach die Reaktionen seiner Patienten. Dank der automatisierten Fertigung direkt in der Praxis sparen Arzt und Patienten Zeit und Aufwand, wenn z. B. kein Provisorium eingesetzt und vor Einsetzen des fertigen Inlays wieder entfernt werden muss.

Kontakt:

www.cemecon.de