Effiziente Zerspanung von Titanlegierungen

Auf den Horn Technologietagen stellte das Verbundprojekt SchwerSpan ein Verfahren zur Bearbeitung schwer zerspanbarer Werkstoffe vor.

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In den vergangenen drei Jahren haben die SchwerSpan-Projektpartner eine Technologie zur Bearbeitung von Titan- und Superlegierungen entwickelt. Mithilfe eines neu entwickelten Zerspanungsverfahrens haben sie ihr Projektziel „Verdopplung des Zeitspanvolumens“ erreicht. Dieses Verfahren basiert auf der induktiven Erwärmung des Werkstoffs und der kryogenen Kühlung des Werkzeugs. Für die Anwendung der induktiven/kryogenen Zerspanung ist eine auf den Prozess abgestimmte Werkzeugtechnologie essenziell. Deren Entwicklung stand daher im Mittelpunkt des Projekts und basierte auf der Auslegung von Schneidstoffen. Von den Projektergebnissen profitieren Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie, des Maschinenund Werkzeugbaus sowie der Energietechnik.

Die Horn Technologietage – eine Veranstaltung des SchwerSpan-Projektpartners Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH – boten ein optimales Umfeld, um viele potenzielle Anwender über das neue Zerspanungsverfahren zu informieren. Über 3.000 Teilnehmer aus aller Welt nahmen in diesem Jahr an dem Firmenevent teil. Einen praktischen Eindruck von den neu entwickelten Werkzeugen konnten sich Interessenten an dem eigens für das Projekt eingerichteten Stand im Ausstellungsbereich verschaffen, der in die Horn Produktionsstätten integriert war.

Neben SchwerSpan präsentierte sich noch ein weiteres Benchwerk-Projekt im Fachprogramm der Horn Technologietage. Das Verbundprojekt GeWinDe zog ein fachliches Zwischenfazit und legte Ergebnisse zur Gewindefertigung mithilfe eines neuen Drehwirbel-Verfahrens vor. Es zeichnet sich durch eine Reduzierung des vom Wirbelkopf zu entfernenden Materialvolumens, durch einen geringeren Werkzeugverschleiß am Wirbelkopf sowie durch eine gesteigerte Produktivität aufgrund eines höheren Vorschubs aus.

Über Benchwerk:

Die Informationsplattform Benchwerk informiert über die Forschungsprojekte, die im Rahmen der Bekanntmachung „Hochleistungsfertigungsverfahren für Produkte von morgen“ im Rahmenkonzept „Forschung für die Produktion von morgen“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut werden. In den 14 Verbundprojekten – 2 davon sind SchwerSpan und GeWinDe – arbeiten 84 Unternehmen und 17 Forschungseinrichtungen zusammen. Die Projekte sind am 1. August 2014 gestartet und laufen über 3 bis 3,5 Jahre. Das Benchwerk verfolgt das Ziel, Interesse für die vielfältigen Forschungsarbeiten zu wecken und einen leichten Zugang zu Informationen und Ansprechpartnern aus den Projekten zu ermöglichen. Auf diese Weise trägt die Plattform dazu bei, den Weg von der Forschung in die industrielle Anwendung zu bereiten.

Kontakt:

www.benchwerk.de