Für Boehlerit die Brücke in die Zukunftsmärkte

Böhler Sert Maden, das türkische Tochterunternehmen von Boehlerit, feiert den 50. Geburtstag in Istanbul. Für den steirischen Hartmetallspezialisten ist die Türkei nach Österreich der zweiter Heimatmarkt.

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(v.l.n.r.) Monika Brucklacher, Dr. Cornelia Brucklacher, Johann Werl (CEO Boehlerit Kapfenberg) und Cüneyt Dik (CEO Böhler Sert Maden) vor dem Bild des Gründers Dr. Dieter Brucklacher

Böhler Sert Maden ist 50 Jahre jung. Das erfolgreiche türkische Tochterunternehmen des steirischen Hartmetallspezialisten Boehlerit aus Kapfenberg feiert in Istanbul mit Mitarbeitern, Kunden und Freunden des Hauses eine außerordentliche Erfolgsgeschichte. Das Unternehmen ist heute Marktführer in der Region, etwa im Bereich Werkzeuge zur Bearbeitung von Rohren für Pipelines. Böhler Sert Maden ist auch Tor zu den Märkten im Iran oder Saudi Arabien und wird zwei Mal im heurigen Jahr auf Industriemessen im Iran vertreten sein. Böhler Sert Maden beschäftigt in Istanbul rund 120 Mitarbeiter bei einem Umsatz von rund zehn Mio. Euro.

Die Erfolgsgeschichte von Böhler Sert Maden beginnt im Juni 1967 unter Böhler Stahl. Der Name „Sert Maden“ kommt aus dem türkischen und steht für Hartmetall. Die Türkei erlebte ab den 60er-Jahren einen enormen Investitionsboom, beflügelt auch durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum in den Nachbarstaaten. Das damals staatliche Stahlunternehmen Böhler gründete mit fünf türkischen Investoren ein Hartmetallwerk in Istanbul. In den Ausbau des Standortes floss damals laufend viel Geld, denn der erwirtschaftete Gewinn musste wieder im Land investiert werden.

Böhler Sert Maden ist Leitbetrieb in der Zulieferindustrie
Die Türkei wird gerne als das China am Rande von Europa gesehen, das BIP wuchs in den vergangenen Jahren mit rund sieben Prozent. Böhler Sert Maden ist bedeutender Partner für die türkische Automobilindustrie und liefert Werkzeuge für Fiat, bzw. Bosch in Bursa oder für Ford Otosan in Gölcük. Der Markt für Zerspanungswerkzeuge ist mit rund 150 Mio. Euro in der Türkei ähnlich groß wie in Österreich.

Derzeit ist die Wirtschaftslage aufgrund der politischen Spannungen aber sehr angespannt und rückläufig. „Böhler Sert Maden gleicht das mit stark wachsenden Auftragseingängen aus Iran, Rumänien, Bulgarien, Pakistan, Algerien, Saudi-Arabien, Dubai und sogar aus den USA aus“, betont Gerhard Melcher, Vertriebsleiter bei Boehlerit Kapfenberg.

Tor in den Iran und nach Saudi Arabien
Böhler Sert Maden war zu Beginn das einzige Hartmetallwerk in dieser Region und konnte sich so eine außerordentliche Bedeutung am Markt erarbeiten. Vor fünf Jahren platzte der Betrieb schon aus allen Nähten und man baute einen neuen Standort im asiatischen Teil von Istanbul. Mehr als zwölf Millionen Euro wurden im Jahr 2012 investiert.

„Für Boehlerit ist die Türkei aufgrund des so erfolgreichen Standortes in Istanbul nach Österreich der zweite Heimmarkt“, sagt Johann Werl, CEO von Boehlerit. „Der Standort in der Türkei ist für uns die Brücke in die Zukunftsmärkte wie dem Iran.“

Kontakt:

www.boehlerit.com