Landeanflug auf 4.0

Okuma Europe veranstaltete ein Open House für die Luftfahrtindustrie. Das Open House umfasste Bearbeitungsdemonstrationen für die Fertigung von Luftfahrtkomponenten, darunter eine Lösung für das Spanfräsen anspruchsvoller Materialien.

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Gemäß dem starken Industrie 4.0-Fokus des Herstellers waren alle ausgestellten Maschinen in einem Netzwerk verbunden, um die Produktion in einer Smart Factory zu simulieren.

Die drei Aerospace Centres of Excellence von Okuma in Japan, den USA und Frankreich sind der Entwicklung hochmoderner Bearbeitungslösungen für die Luftfahrtindustrie verschrieben. Die Zentren bieten Herstellern auf der ganzen Welt eine Testumgebung für Technologien und Anwendungen. Im Rahmen des Open House in Paris demonstrierte Okuma seine Zerspanungslösungen für Luftfahrtkomponenten auf der umfassenden Maschinenflotte. Durch die Integration der Okuma-Produkte in das Industrial Internet of Things (IIoT) ließ sich der Status jeder Maschine über einen zentralen Monitor verfolgen.

Übergreifende Bearbeitungsexpertise

Die Veranstaltung umfasste zahlreiche interessante Bearbeitungsdemonstrationen für Luftfahrtkomponenten wie Aluminium Impeller.

Zu den Werkstücken zählten Turbinenscheiben aus Stahl und Impeller aus Aluminium ebenso wie Komponenten aus schwer zerspanbaren Materialen wie Blisks aus Titan, die auf dem 5-Achsen Bearbeitungszentrum MU-6300V gefertigt wurden. Um den höchsten Produktionsansprüchen gerecht zu werden, hat Okuma sich mit renommierten Branchenexperten zusammengeschlossen. Eine Lösung für das Bliskfräsen wurde in Kooperation mit Mitsubishi Materials Corporation entwickelt, dessen Reihe an Tonnenfräsern speziell für die Luftfahrtindustrie entwickelt wurde.

OPEN MIND, der Entwickler für CAM-Lösungen, zeigte ebenfalls Anwendungen für die Luftfahrt. Das leistungssteigernde Paket hyperMILL MAXX Machining beinhaltet drei Module für effizientes Schruppen, Schlichten und Bohren. Das Schruppmodul umfasst zahlreiche Zyklen zur Erzeugung spiralförmiger und trochoidaler Werkzeugwege für schnelles und verlässliches High-Performance-Cutting (HPC). Die innovative CAM Strategie „5-Achs-tangentiales Ebenenschlichten“ reduziert die Bearbeitungszeit um bis zu 90 Prozent.

Die MULTUS Serie von Okuma ermöglicht die hochpräzise Bearbeitung essenzieller Komponenten wie Turbinenscheibenen.

Ausgestattet mit der InvoMilling 1.0 Software von Sandvik Coromant zeigte die intelligente Okuma Multitasking Maschine MULTUS U3000, dass sie einer Spezialmaschine für Verzahnungsbearbeitungen in nichts nachsteht. Demonstriert wurde die Fertigung von Stirnrädern und einer ganzen Bandbreite von Verzahnungsprofilen.

Bei der Zerspanung einer Klappenführung aus Aluminium an dem horizontalen Okuma Bearbeitungszentrum MB-4000H kontrollierte die Werkzeugüberwachung TMAC von Blum Novotest die Maschinenspindel und sorgte für Effizienz und Sicherheit bei der Fertigung. Okuma setzte auch einen Messtaster zur Rauheitsmessung von Blum bei seinen Maschinendemonstrationen ein. ZOLLER zeigte seine Messgeräte für exzellente Präzision bei der Bearbeitung von Luftfahrtkomponenten.

Die Gäste nutzten die Gelegenheit, die Herausforderungen ihrer Produktion in Einzelgesprächen mit den Okuma Experten zu diskutieren.

Intelligent Technology für die Luftfahrt

Okuma präsentierte zudem Intelligent Technology Anwendungen, darunter Machining Navi T-g zum Gewindeschneiden, eingesetzt für die Herstellung von Antriebswellen. Zur Optimierung der präzisen 5-Achs Bearbeitung wurde das Okuma 5-Axis Auto Tuning System eingesetzt. Speziell für die Titanbearbeitung kompensiert zusätzlich die Tool Load Control Function den Rundlauffehler der Werkzeuge um konstanten Zahnvorschub zu gewährleisten.

Weitere Innovationen für die Bearbeitung von Luftfahrtkomponenten wird Okuma in einem Lunch & Learn im ACE Paris vorstellen, das der Hersteller im Rahmen seiner Präsenz bei der Paris Air Show (19.-25. Juni) ausrichtet.

Kontakt:

www.okuma.eu