Solinger Spezialität: Kraftvoll Fräsen mit HTC

Es muss nicht immer schnell zu gehen: Wenn es nämlich auf das zerspante Volumen ankommt, empfiehlt Werkzeugmaschinenhersteller Reckermann High Torque Cutting (HTC). Mit Blick auf die Lebenszykluszeiten erweise sich vor allem HTC mit Horizontal-Scheiben-Fräsern als das deutlich wirtschaftlichere Verfahren, das Reckermann als Marktführer in dieser Nische weiter ausbauen will.

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Dipl.-Ing. Robert Lambertz, Dr.-Ing. Ingo Gehlhaar und Karl Frank von der Reckermann Maschinenbau GmbH, Solingen: „Es gibt fast keine Aufgabe, die hier nicht schon irgendwann einmal gelöst wurde.“

„Anspruchsvolle Zerspanungsaufgaben lassen sich mit unserem High Torque Cutting-Konzept wesentlich besserer, sicherer und wirtschaftlicher als mit einer HSC-Maschine realisieren“, erklärt Karl Frank, Geschäftsführender Gesellschafter der Reckermann Maschinenbau GmbH.

Das Unternehmen baut seit über 60 Jahren nur noch Universal-, Konsol- und Bettfräsmaschinen, die zu 100% aus soliden Graugusskomponenten bestehen. Flachführungen mit gehärteten Leisten mit einer sehr hohen Eigensteifigkeit sorgen für eine deutlich verbesserte Dämpfung der Maschine, die auch problemlos die hohen Drehmomente der Frässpindel verkraften.

Dank Einsatz eines Gegenlagers lassen sich etwa Schmiedeteile wie zum Beispiel Scharniere oder komplette Gussteile wie Kurbelwellengehäuse mit mehreren nebeneinander angeordneten Scheiben-Fräsern bearbeiten. „Da geht es darum, ein sehr hohes Drehmoment auf die Werkstücke zu übertragen“, erläutert Frank. Das gelinge besonders gut mit den HTC-Maschinen aus Solingen, die über die Horizontalspindel ein maximales Drehmoment von über 2000 Nm bei sehr kompakten Verfahrwegen aufbauen.

Für ein Kundenprojekt wurden 12 Scheibenfräser nebeneinander angeordnet, die 6 Scharniere gleichzeitig fräsen. Dr.-Ing. Ingo Gehlhaar, Reckermann-Vertriebsleiter: „Das ist eine Produktivität, die sich mit einem deutlich teureren, klassischen Mehrspindler nicht erzielen lässt.“ Der Reckermann-Kunden könne mit Schnitttiefen von mehr als 8 mm zerspanen, während übliche Bearbeitungszentren nur Schnitttiefen von 1 bis 2 mm ermöglichen würden.

Für die HTC-Maschinen spreche außerdem, dass – bezogen auf den Maschinenbau – bis auf die Zahnräder alles in eigener Regie entstehe. „Nicht zuletzt wegen der hohen Fertigungstiefe besitzt unsere Firma eine hohe Expertise im Fräsen von Maschinenteilen, die übrigens auch auf Reckermann-Maschinen entstehen“, meint Dipl.-Ing. Robert Lambertz, Konstruktionsleiter und Anwendungsingenieur. „Dieses so in der alltäglichen Praxis erworbene Know-how sehe ich als ein nicht zu unterschätzenden Vorteil bei der Beratung der Kunden an.“

Kontakt:

www.reckermann-fraesmaschinen.de