Nicht mit der chemischen Keule schwingen müssen

Rhenus Lub lässt dem Schaum keine Chance: Innovatives Analyseverfahren mit neuem vollautomatischem Messgerät

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Nur mit modernsten wissenschaftlichen Methoden und standardisierten reproduzierbaren Untersuchungen können Kühlschmierstoffe für die aktuellen Anforderungen der Industrie entwickelt werden, die hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Qualität überzeugen. Wenn Kunden aus der Luft- und Raumfahrt Titanlegierungen oder Verbundwerkstoffe bearbeiten oder Maschinenbauer bei Zerspanoperationen optimale Resultate erzielen wollen, erfordert dies immer einen großen Aufwand an Forschung und Entwicklung. Genau aus diesem Grund hat Rhenus Lub nun ein Spezialgerät zur automatisierten Schaumanalyse in Betrieb genommen.

Dr. Udo Quotschalla, Leiter der Labore für Forschung & Entwicklung bei Rhenus Lub in Mönchengladbach

Das neuartige Analysegerät dient dazu, das Schaumverhalten von Kühlschmierstoffen zu verbessern und die Analyse vollständig zu automatisieren. Unternehmen aus der Metall verarbeitenden Industrie profitieren unmittelbar von der Investition in neueste Labortechnik. Dr. Udo Quotschalla, Leiter der Labore für Forschung & Entwicklung bei Rhenus Lub in Mönchengladbach erklärt, warum Kunden von einem besseren Schaumverhalten profitieren: „In der Industrie ist Schaumbildung ein Dauerthema. Einerseits beeinträchtigt der Schaum die Schmierungseigenschaften des Kühlschmierstoffs, da er zu einer Vermischung der Emulsion mit Sauerstoff führt. Die Folge: Der Schmierstoff oxidiert. Andererseits behindert zu viel Schaum die Sicht auf das zu bearbeitende Werkstück und erfordert einen zusätzlichen Reinigungsaufwand.“

Mit dem neuen Schaumanalysator von Rhenus Lub kann insbesondere die Kinetik des Anschäumverhaltens genau gemessen werden. Wie schnell baut sich Schaum auf? Wie schnell zerfällt er wieder? Dies verrät den Wissenschaftlern viel über Viskosität und Oberflächenspannung des Kühlschmierstoffs. Entscheidend für den Erfolg aber ist die exakte Reproduzierbarkeit der Versuchsbedingungen. Nur so können vergleichbare – und damit aussagekräftige – Ergebnisse erzielt und Rückschlüsse auf die Formulierung innovativer Fluide gezogen werden. Dr. Quotschalla: „Üblicherweise werden Kühlschmierstoffkonzentraten sogenannte Schauminhibitoren zugesetzt, die die Bildung von Schaum unterdrücken oder reduzieren sollen. Dank unserer Analysemethoden können wir elegantere und innovativere Formulierungen wählen und können auf die chemische Keule verzichten.“

Kontakt:

www.rhenuslub.de