Bei SSB gib es nichts von der Stange

Anwendungsoptimiert für viele Branchen und Produkte

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Der Maschinen- und Anlagenbau mit rund 1 Million Beschäftigten ist eine
der Vorzeigebranchen der deutschen Industrie rund um den Erdball. Der
Sondermaschinenbau hat daran großen Anteil, denn durch seine
Innovationskraft, Flexibilität und Qualität sichert er mit
kundenindividuellen Unikaten oder Kleinserien die Wettbewerbsfähigkeit
der Geschäftspartner weltweit. Ein mittelständisches Unternehmen dieser
Sorte ist SSB aus Bielefeld. Als Spezialist für Sonderbohr- und
Fräszentrentren wie auch für Metall- und Alu-Umformanlagen beherrschen
die Ostwestfalen die vielseitigen Facetten des Sondermaschinenbaus.

Die Bearbeitungszentren der HFZ-Serie sind dafür ausgelegt, große und schwere Teile äußerst präzise zu bearbeiten. Ein Beispiel ist die HFZ 05-S
SSB Maschine zur Langteilbearbeitung

„Wir
benötigen eine 2-seitige Endenbearbeitung für eine Pressenlinie zur
Rohrfertigung. Sie soll die Komponenten nach der Pressung im Takt der
Presse so nacharbeiten, dass genau definierte Längen und Oberflächen
hergestellt werden“, beschreibt Thomas Beyer, Geschäftsführer von SSB,
eine Aufgabenstellung aus der metallverarbeitenden Industrie. Da es bei
SSB nichts von der Stange gibt, verursachte diese Anfrage keine
Kopfschmerzen bei den Entwicklungsingenieuren. Aufgrund profunder
Prozesskenntnisse in der Metallbearbeitung entwickelte SSB eine
Sondermaschine, die nach dem letzten Presshub das Rohr zeitgleich und
beidseitig abschneidet und die Außen- wie auch die Innenkontur
vollautomatisch entgratet –  so, dass die Abmaße genau den äußerst engen
Toleranzen entsprechen. „Das ist ein Beispiel von vielen
kundenspezifischen Sondermaschinen, die wir als Teileinheiten für vor-
und nachgelagerte Fertigungsprozesse entwickeln und problemlos in den
Workflow integrieren,“ so Thomas Beyer.

Kompetenter Lösungsbringer

Seit
1983 realisiert SSB als Partner der Industrie branchen- und
kundenspezifische Wünsche.  Dazu gehören individuell maßgeschneiderte
horizontale  und vertikale Bearbeitungszentren in Portal- oder
Fahrständerbauweise sowie Sonder-Bohr- und -Fräsmaschinen für die
verschiedensten Branchen, wie etwa Fahrzeugbau, Automobilzulieferer,
Landwirtschaftstechnik, Landmaschinenbau, Fördertechnik und
Anlagenhersteller.

Ein weiteres Beispiel für die vielfältige
Leistungsfähigkeit von SSB ist die Großteilebearbeitung, wie
beispielsweise das Bearbeiten von Hubmasten für Gabelstapler,
Lkw-Fahrzeugachsen und Komponenten für Windkraftanlagen. Thomas Beyer:
„Wirtschaftliche und leistungsfähige Produktionsmaschinen gibt es
angesichts der Bearbeitungsvielfalt, der Werkstückabmessungen sowie der
geforderten Toleranzen nicht von der Stange. Denn XXL-Bauteile werden in
vielen Fällen in kleinen Losgrößen immer präziser gefertigt.“

So
entwickelte SSB etwa eine Sondermaschine zum Fräsen, Aufbohren,
Rollieren, Spindeln, Nuten und Einstechen von Flanschen spezieller
Fahrachsen. Die Arbeitsprozesse müssen innen und außen unter
verschiedenen Winkeln und mit engen Toleranzvorgaben realisiert werden. 
Holger Klatte, Leiter Konstruktion und Entwicklung bei SSB: „In enger
Abstimmung mit dem Kunden, unter Berücksichtigung der speziellen
Prozesse und örtlichen Gegebenheiten, setzten wir auf ein dreispindliges
Bearbeitungskonzept, bei dem immer zwei Spindeln gleichzeitig
gegenüberliegend im Einsatz sind. Dank dieser und vieler anderer
konstruktiven Besonderheiten ist das Maschinenkonzept der HFZ 05
gänzlich auf höchste Produktivität und Präzision bei geringen
Fertigungstoleranzen ausgelegt.“

Für vor- und nachgelagerte Produktionsprozesse entwickelt SSB auch Teilefertigungseinheiten

In der Praxis hat sich das
horizontale Fahrständerzentrum nun schon vielfach bewährt und dient als
Plattform für weitere SSB Entwicklungen in der industriellen Fertigung.
Denn es ist nicht nur geeignet zur Herstellung spezieller Fahrachsen,
sondern kann auch zur Endbearbeitung von anderen großen und schweren
Bauteilen eingesetzt werden.

Flexibel bei großer Fertigungstiefe

Entsprechend
der Produktionsanforderung stellt SSB dazu aufgabenspezifische
Komponenten zusammen. So gibt es unter anderem unterschiedliche
Winkelköpfe, Mehrspindelköpfe, Spindeln mit Direktantrieb, verschiedene
Werkzeugwechselsysteme, Rundtische zur getakteten Produktion, spezielle
Werkstückspannungen und flexible Be- und Entladevorrichtungen u. a. mit
Roboterintegration sowie unterschiedliche Werkzeugüberwachungs- und
Steuerungssysteme. Alle Module lassen sich beliebig miteinander
kombinieren und auf die ganz speziellen Kundenanforderung hin
optimieren. Das Ergebnis sind Maschinen, die die
Produktionsanforderungen 100-prozentig erfüllen. Thomas Beyer:
„Konstruktion, Fertigung und Montage kommen bei uns dank einer großen
Fertigungstiefe von nahezu 100 Prozent aus einer Hand.“

Trendsetter in der Alufelgen-Herstellung

Dieses
breite Kompetenzspektrum des Sondermaschinenbauers offenbart sich auch
im Bereich Umformtechnik: Neben speziellen Rohrschließmaschinen zur
Warmumformung von Böden und Hälsen an Gasflaschen hat es SSB bei
vertikalen Drückmaschinen sowie Rotationsschmiedepressen zur Herstellung
von Pkw- und Lkw-Felgen zum Weltmarktführer gebracht. Dort sind die
Bielefelder ein wichtiger Trendsetter der Branche.

Ein Beispiel
ist die neue „kleine“ Drückmaschine 3 VDZ 15-11. Mit diesem
Maschinenkonzept ermöglicht SSB etwa Zulieferern der Automobilindustrie,
kostengünstig leichte und gleichzeitig stabile Flowforming-Alu-Felgen
sowie Aluminium-Gussteile wirtschaftlich herzustellen.

Thomas
Beyer: „Die Vielfalt im Sondermaschinenbau ist eine Welt voller
spannender Herausforderungen, die wir gerne annehmen. Unsere Kunden aus
der Metallverarbeitung erhalten Maschinen aus einem Guss – von der
Einzelmaschine bis hin zu einem verketteten Konzept – komplett angepasst
auf den jeweiligen Workflow und die vorgegeben Schnittstellen wie
Roboter etc. – stets ausgelegt auf Produktivitätssteigerung bei der
Herstellung von Serienteilen.“


Kontakt:


www.ssb-maschinenbau.de