CNC Lösung von NUM für Maschinen zur Zahnradherstellung

Schnelleres Einfädeln und verbessertes Schleifergebnis auf DIN 3

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Das neue CNC-System enthält eine Messtechnologie, welche die Zeit für das Einfädeln der Schleifschnecke in das Zahnrad reduziert und den Durchsatz erhöht. Diese umfangreiche neue Lösung ist ideal geeignet für Maschinenhersteller, die die Leistung ihrer Zahnradmaschinen verbessern wollen. Sie hilft aber auch Herstellern, ihre Technologien im Verzahnungsbereich um das Wälzschleifen zu erweitern.

Basierend auf NUMs neuester Flexium+ CNC-Plattform, wird die Lösung zum Wälzschleifen nun Teil des Programmpakets NUMgear für die Zahnradherstellung.Ursprünglich für das Wälzfräsen entwickelt, wurde NUMgear kontinuierlich ausgebaut und enthält nun Lösungen für eine grosse Palette von Fertigungsverfahren, darunter Stossen, Schleifen und Honen. NUMgear wird von einigen der weltweit führenden Hersteller von Zahnradmaschinen eingesetzt.

NUM hat diese neueste Ergänzung des Portfolios von NUMgear entwickelt, als man einem Kunden in Asien behilflich war, die Leistung eines Prototypen einer Wälzschleifmaschine zu steigern. Um die Bearbeitungszeit gegenüber dem aktuellen Stand entscheidend verbessern zu können, hat sich NUM entschieden, spezielle Software zu entwickeln. Hauptziele waren es, die Zeit zu reduzieren, die nötig ist um die Position der Zähne des gehärteten Werkstücks zu ermitteln und die Genauigkeit des Schleifprozesses zu erhöhen.

Neue CNC Lösung verbessert automatisiertes Wälzschleifen

NUMs neues Produkt bietet eine umfassende Gesamtlösung für Maschinen zur Zahnradherstellung. Das Herz des Systems besteht aus einem elektronischen Hochleistungsgetriebe, das es erlaubt, alle beteiligten Achsen – so etwa die Werkstückdrehachse, X-, Y- und Z-Achse sowie die Werkzeugspindel – voll zu synchronisieren. Im Zuge der Entwicklungsarbeit am neuen Wälzschleifen hat NUM die Leistungsfähigkeit dieses Getriebes erweitert. Es ist nun in der Lage, die Beschleunigung von Achsen und ihre Geschwindigkeit vorherzusagen, und reduziert so die Synchronisierungszeit.    

Bei der Herstellung von Verzahnungen erfordert das „Einfädeln“ der  Schleifschnecke in die Verzahnung ein kontinuierliches Anpassen der Position der Schleifschnecke in Bezug auf das Werkstück. Ein ähnlicher Vorgang läuft ab, wenn das Abrichtrad in die Wälzschnecke eingefädelt wird. Dabei wird meistens ein Akustiksensor verwendet, um die Signatur eines Meisterrads zu erfassen und dann die Positionierung im Automatikbetrieb zu steuern. NUMs neue Funktion für die schnelle Zahnradpositionierung macht dies überflüssig. So erfordert das Positionieren eines schrägverzahnten Werkstücks mit 180mm Durchmesser und 71 Zähnen 0.5 Sekunden und ist so genau, dass manuelles Nachjustieren oder akustisches Positionieren nicht nötig sind.

Ein weiteres Ziel der Entwicklung von NUM war es, die Zahnräder so präzise wie möglich zu schleifen. Die Schleifmaschine bei NUMs asiatischem Kunden war in der Lage, Zahnräder mit einem Zahnprofil im Bereich DIN 7 zu schleifen. Während der Entwicklung wurde NUM klar, dass die Abrichtscheibe nicht der Spezifikation entsprach. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, ohne Kosten für neues Werkzeug zu verursachen, entschied sich NUM, den Kunden zu unterstützen, indem man die Technologie verbesserte. NUMs Lösung konnte die Zahnräder konsistent auf 3.5 Mikrometer genau schleifen und mit DIN 3 das Ergebnis um vier DIN Klassen verbessern.

Diese neue Entwicklung im Zahnradschleifen ist ein Beispiel für einen der wesentlichsten Grundsätze, die NUMs Geschäftsphilosophie zu Grunde liegen, nämlich die Bereitschaft, die CNC Technologie für Maschinenhersteller anzupassen. NUM unterstützt das mit einer dezentralen F&E Struktur, die Entwicklungsingenieure überall auf der Welt so verteilt, dass sie eng mit den Maschinenbauern zusammen arbeiten können. In diesem Fall wurde die neue Wälzschleiflösung gemeinsam entwickelt von NUMs Zentrale in der Schweiz und dem Technologiezentrum in Chanzhou, China, das sich in der Nähe zu vielen grösseren Zahnradmaschinenherstellern befindet und derzeit massiv ausgebaut wird.  

“NUM ist bestrebt, seinen Kunden durch gute Partnerschaft zu helfen, marktführende Maschinen zu entwickeln“ so Peter von Rüti, der CEO der NUM Gruppe. „Unsere Präsenz vor Ort und unsere Bereitschaft, direkt mit dem Kunden zusammen zu arbeiten um technische Fragen sehr schnell zu beantworten, gibt uns beiden einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.“

NUM ist auf dem CNC Markt einer der ältesten Teilnehmer und hat seine erste numerische Steuerung 1961 angeboten. Die Expansion in Asien ist für NUM vielversprechend geworden, da die Hersteller Leistungsfähigkeit und Qualität ihrer Maschinen immer schneller gesteigert haben. Um diese Entwicklung zu unterstützen, investiert NUM beträchtlich in die Infrastruktur in Asien. Dazu gehören die Eröffnung eines neuen regionalen Unterstützungszentrums in Seoul, Südkorea, und die Erweiterung des Technologiezentrums in Changzhou, China, das 2010 eröffnet worden war.

Peter von Rüti weist darauf hin, dass auch der europäische Markt für NUM und seine Partner vielversprechend sei. „NUMs Fähigkeit, individuelle Lösungen für unterschiedliche Maschinen zu erstellen, bietet mittelgrossen Firmen einen gewaltigen Wettbewerbsvorteil. Unsere offenen und flexiblen Produkte und unsere dezentrale Entwicklungsstruktur in Kombination mit dem Know-How unserer Kunden ergeben sich einzigartige Chancen am Markt. Wir begrüssen die Möglichkeit, an neuen Projekten mitzuarbeiten.“

Kontakt:

www.num.com