Kennametal stellt neue Spindelverbindung vor

Die Spindelverbindung KM4X100 schafft die Voraussetzung für maximale Zerspanungsleistung bei der Bearbeitung von Titan und anderen hochfesten Werkstoffen

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Die Spindelverbindung ist die Schnittstelle zwischen der Spindel einer Werkzeugmaschine und dem Werkzeug. Zu ihren Aufgaben gehört es, das Drehmoment und die Biegelasten gemäß den Spezifikationen der Werkzeugmaschine zu übertragen. Wenn hochfeste Werkstoffe wie z.B. Titan bearbeitet werden, erzeugen die Schnitkräfte in der Praxis Biegemomente, die die Belastungsgrenze der Verbindung überschreiten, noch bevor die Maschine ihr Maximaldrehmoment erreicht.

Diesem Problem begegnet die neue Spindelverbindung KM4X100 von Kennametal. Sie verbindet hohe Klemmkräfte und unterdrückt zuverlässig Vibrationen. Damit stellt sie eine zuverlässige Verbindung sicher und erreicht eine extrem hohe Steifigkeit sowie hohe Biegemomente. Das schafft die Voraussetzung für deutlich höhere Leistung bei der Bearbeitung von hochfesten Legierungen und anderen Werkstoffen. Das Ergebnis aus Anwendersicht: eine hohe Zerspanungsleistung und eine höhere Produktivität, d.h. mehr Teile pro Schicht.

Doug Ewald, Direktor des globalen Produktmanagements für Werkzeugsysteme von Kennametal: «In den meisten Fällen entscheidet letztlich die Verbindung zwischen Werkzeug und Spindel, wieviel Material pro Zeiteinheit oder Bearbeitungsvorgang abgetragen werden kann. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass diese Verbindung hohe Lasten aufnehmen und zugleich die Steifigkeit aufrechterhalten kann. In Anbetracht der Leistungsfortschritte sowohl bei Bearbeitungszentren als auch bei den Werkzeugen sollte der Anwender darauf achten, eine leistungsfähige Spindelverbindung wie eben die KM4X100 einzusetzen. So kann er das Leistungsvermögen seiner Maschinen bestmöglich ausnutzen.»


KM4X100TM

Weltweit gefragt

Hochfeste Leichtbau-Werkstoffe wie Titan, Inconel und neue Aluminiumlegierungen werden in Branchen wie der Automobilindustrie und der Luftfahrttechnik, aber auch im Energiesektor immer häufiger eingesetzt. Sie stellen höhere Anforderungen an die Bearbeitung. Da der weltweite Wettbewerbsdruck in den genannten Branchen stetig steigt, ist es von großer Bedeutung, die entsprechenden Produktionstechnologien auszuwählen und auch unter Kostengesichtspunkten zu optimieren.

Die Hersteller von Werkzeugmaschinen haben auf diese Entwicklung geantwortet, indem sie Dreh- und Fräszentren entwickelt haben, die sich durch eine höhere Steifigkeit, verbesserte Dämpfung der Spindeln, sowie größere Grundkonstruktionen und Antriebe auszeichnen. All das trägt dazu bei, dass die Maschinen die gewünschte Leistung, das Drehment und die Kräfte aufbringen, die jeweils benötigt werden. Zugleich werden dadurch unerwünschte Vibrationen unterdrückt, die die Produktqualität beeinträchtigen und die Standzeit der Werkzeuge verringern.

Durch die Verwendung von Dreipunkt-Kontakten, die eine verbesserte Stabilität sowie eine bessere Verteilung der Klemmkräfte erlauben, erreicht KM4X100 im Vergleich zu anderen Spindelverbindungen eine dreifach höhere Biegefestigkeit. Das bedeutet:

  • Anwender können mit den KM4X100 Spindelverbindungen ausgestattenen Hochleistungsmaschinen einsetzen, um vor allem bei anspruchsvollen Projekten die Bearbeitungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Das ermöglicht es ihnen, die volle Produktivität der Maschinen zu nutzen.
  • Oft weist eine kleinere Verbindung der KM4X-Serie, z.B. die Größe 100, die gleiche oder eine bessere Zerspanungsleistung auf wie eine größere Alternativverbindung (z.B. HSK125).
  • Die KM4X-Verbindung können bei multifunktionalen Bearbeitungszentren ebenso eingesetzt werden wie in manuellen, halbautomatischen und vollautomatischen Dreh- und Fräsanlagen.

Doug Ewald: »KM4X100 wurde mit der Maßgabe entwickelt, in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt zu werden – von niedrigen Schnittgeschwindigkeiten gepaart mit hohem Drehmoment (z.B. in der Titanzerspanung) bis hin zu hohen Schnittgeschwindigkeiten gepaart mit niedrigem Drehmoment (z.B. bei der Zerspanung von Aluminium).» Damit schafft das neue Verbindungssystem die Voraussetzung dafür, dass die Anwender bei der anspruchsvollen Zerspanung das Beste aus der jeweiligen Maschine herausholen können: «Mit KM4X100 wird das Fräsen, Bohren und Drehen von vielen Werkstoffen deutlich produktiver.»


Kontakt:


www.kennametal.com