Umwelt und Energieeffizienz im Fokus

Umweltministerium informiert in geführten Besuchertouren über Kühlschmierstoffe und energieeffiziente Metallbearbeitung

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Der umweltschonende Umgang mit Kühlschmierstoffen und die Energieeffizienz in der Metallbearbeitung sind die Themen der geführten Besuchertouren auf der diesjährigen AMB, internationale Ausstellung für Metallbearbeitung, die vom 18. bis 22. September auf dem Stuttgarter Messegelände stattfindet. Organisiert und durchgeführt werden die Touren vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Sie sind kostenlos, zur besseren Planung ist aber eine Anmeldung erforderlich.

Geplant sind je zwei Messerundgänge mit einer Dauer von rund zwei Stunden. Am Mittwoch, 19. September 2012, um 9.30 und 13.00 Uhr geht es um das Thema „Umweltschonender Umgang mit Kühlschmierstoffen“ und am Donnerstag, 20.September 2012, ebenfalls um 9.30 und 13.00 Uhr um „Energieeffizienz in der Metallbearbeitung“. Geleitet werden die Rundgänge von kompetenten Fachberatern. Zur letzten AMB 2010 nahmen insgesamt 50 Messebesucher die Gelegenheit wahr, je Tour etwa ein Dutzend. Roland Schestag vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, der die Touren organisiert, nimmt ab sofort unter der Telefonnummer 0711/126-2652, per Fax unter 0711/123-2867 oder per E-Mail (roland.schestag@um.bwl.de) Anmeldungen entgegen. Treffpunkt ist die Sonderschau „Innovationstour Metallbearbeitung“ des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen der TU Darmstadt, Halle 5, Stand 5D32.

Kühlschmierstoffe sind wichtige Hilfsmittel der Metallbearbeitung, die viele technische Prozesse überhaupt erst ermöglichen. Sowohl bei der spanenden Bearbeitung als auch bei Umformprozessen sorgen sie für eine verbesserte Leistung, beispielsweise in Form längerer Werkzeugstandzeiten, höhere Schnittparameter oder besserer Oberflächenqualität. Trotz vielversprechender Ansätze konnten Trockenbearbeitung und Minimalmengenschmierung die klassische Schmierstoffkühlung bislang nicht ersetzen. Bei etwa 85 Prozent der Metallbearbeitungsprozesse werden nach wie vor Kühlschmierstoffe eingesetzt und dabei jährlich um die 85.000 Tonnen verbraucht. Sie bergen jedoch Risiken für Umwelt und Mensch. Hinzu kommt ein nicht zu unterschätzender Aufwand für den Betrieb und die Pflege des Betriebsstoffs. Roland Schestag: „Bei den Besuchertouren am 19. September führt ein Fachberater interessierte Messebesucher gezielt zu verschiedenen AMB-Ausstellern, die zeigen, wie sich Kühlschmierstoffe optimal nutzen lassen und dabei die Umwelt sowie die Gesundheit der Mitarbeiter geschont
werden kann.“

Das Thema Energieeffizienz und –einsparung dominiert derzeit alle Diskussionen rund um die Fertigung. Das zeigt nicht zuletzt die Nachhaltigkeitsinititiative „Blue Competence“ des VDMA Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, der sich mittlerweile neben zahlreichen Verbänden und Organisationen 125 Unternehmen angeschlossen haben. Zwar liegt der Anteil der Energiekosten an den Gesamtkosten bei Unternehmen der Metallbearbeitung durchschnittlich bei wenigen Prozent. Er kann aber bei kleinen und energieintensiven Unternehmen bis zu 15 Prozent
betragen. „Ständig steigende Energiepreise und ökologische Gesichtspunkte machen es unerlässlich, dass sich Unternehmen der Metallbearbeitung intensiv mit dem Thema auseinandersetzen“ mahnt Schestag. Verschiedene Untersuchungen zeigten, dass sich in der Regel 20 bis 30 Prozent Energie einsparen ließen.

Kontakt:

www.amb-messe.de