Hermle verdoppelt Auftragseingang im ersten Halbjahr 2010

Die Berthold Hermle AG erzielt in der ersten Jahreshälfte 2010 einen Umsatz von 65 Mio. Euro und erwartet für das Gesamtjahr ein Ergebnis auf Vorjahreshöhe.

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Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG verzeichnete im ersten Halbjahr 2010 vor dem Hintergrund der schnellen konjunkturellen Erholung eine kräftige Geschäftsbelebung. Der Auftragseingang des schwäbischen Werkzeugmaschinenherstellers hat sich von Januar bis Juni des laufenden Jahres im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2009 konzernweit auf 82,7 Mio. Euro mehr als verdoppelt (Vj. 40,3). Dabei kamen aus dem Inland mit 42,1 Mio. Euro 91 % mehr neue Bestellungen herein (Vj. 22,0). Aus dem Ausland betrug das Orderplus 122 % auf 40,6 Mio. Euro (Vj. 18,3). Zum Stichtag 30. Juni 2010 verfügte Hermle über einen Auftragsbestand von 34,3 Mio. Euro nach 16,7 Mio. Euro zum Jahreswechsel.

Der Hermle-Konzernumsatz blieb in den ersten sechs Monaten 2010 mit 65,0 Mio. Euro noch leicht hinter dem Vergleichswert von 67,1 Mio. Euro zurück, da sich der steigende Ordereingang erst mit zeitlicher Verzögerung auf das Geschäftsvolumen auswirkt. Das Inlandsvolumen belief sich auf 29,5 Mio. Euro (Vj. 38,1), der Auslandsumsatz stieg bereits wieder auf 35,5 Mio. Euro (Vj. 29,0). Damit erhöhte sich die Exportquote auf 54,6 % (Vj. 43,2 %).

Trotz des etwas geringeren Umsatzes, Aufwendungen für Produktneuentwicklungen und Vorleistungen für die eingegangenen Aufträge erzielte Hermle im ersten Halbjahr 2010 ein positives Konzern-Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 2,1 Mio. Euro (Vj. 4,5). Der Periodenüberschuss nach Steuern belief sich auf 1,6 Mio. Euro (Vj. 3,7). Mit einer Eigenkapitalquote von 74,9 % (31. Dezember 2009: 75,8 %) verfügt Hermle nach wie vor über eine sehr solide Kapitalbasis.

Im Zuge der Geschäftsbelebung wurden auch die Investitionen bei Hermle wieder erhöht. Von Januar bis Juni investierte das Unternehmen konzernweit 3,3 Mio. Euro (Vj. 1,0) in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Die Schwerpunkte lagen auf Formen und Modellen für neue Maschinentypen. Die F & E-Aktivitäten setzte Hermle im Berichtshalbjahr auf hohem Niveau fort. Nach den zahlreichen Neueinführungen anlässlich der Hausausstellung des Unternehmens im April 2010 wird zur Fachmesse AMB in Stuttgart im Herbst eine weitere Innovation präsentiert: das neue CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum Hermle C 22 U dynamic.

Zum Stichtag 30. Juni 2010 beschäftigte Hermle gruppenweit 808 Mitarbeiter, 18 Personen mehr als vor Jahresfrist. Die Steigerung geht hauptsächlich auf die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze zurück, die um 13 auf 92 Stellen zunahmen. Das entspricht einer Ausbildungsquote von 13,5 % am Standort Gosheim. Aufgrund der derzeit verbesserten Rahmenbedingungen wurde die Kurzarbeit ab Juli ausgesetzt.

Da sich die spürbare Nachfragebelebung bei Hermle auch zu Beginn des zweiten Halbjahres fortsetzte, rechnet das Unternehmen im Gesamtjahr 2010 mit einer deutlichen Umsatzerhöhung auf über 150 Mio. Euro (Vj. 127,0). Für das operative Ergebnis sieht Hermle bei nach wie vor hohen konjunkturellen Risiken gute Chancen, wieder das Vorjahresniveau von 8,4 Mio. Euro zu erreichen.

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren. Hermle-Werkzeugmaschinen kommen aufgrund ihrer hohen Qualität und Präzision in anspruchsvollen Branchen wie Medizintechnik, optische Industrie, Luftfahrt-, Automobil-, Rennsportindustrie und bei deren Zulieferern zum Einsatz. Hermle-Aktien werden im Regulierten Markt der Börsen Stuttgart und Frankfurt am Main gehandelt. 2009 erzielte das Unternehmen einen Konzernumsatz von 127,0 Mio. Euro und einen Jahresüberschuss von 6,6 Mio. Euro.

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