Die modular aufgebaute MFZ-Maschinenserie von Samag

Das Reduzieren der Nebenzeiten steht bei den MFZ-Bearbeitungszentren von Samag im Vordergrund

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Die Samag Group Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH entwickelt ihre mehrspindligen horizontalen Bearbeitungszentren mit dem Ziel, uneffektive Nebenzeiten zu reduzieren, ständig weiter. Leichte Werkstoffe werden schnell und genau auf einer Linearmaschine bearbeitet. Optionale B-Achsen in den 2- bis 4-spindligen Bearbeitungszentren sind erstmals einzeln antreibbar, und die Schwenkachsen wurden beschleunigt. Zusatznutzen entsteht durch die Vorschaltung automatisierter Handhabungszellen, deren Funktionen kundenindividuell anpassbar sind.

MFZ ist die modular aufgebaute Maschinenserie mit zwei oder drei Spindeln für die spanende Bearbeitung von kubischen Werkstücken. In der eigentlichen Maschine selbst schwenkt die W-Achse im Wechsel zwischen Bestückungs- und dem Bearbeitungsraum und ermöglicht so das Beschicken mit Werkstücken, während durch ein Schott getrennt im Innenraum die Bearbeitung inkl. Werkzeugwechsel läuft. Dieses hauptzeitparallele Arbeiten und die schnelle W-Achse verringern unproduktive Nebenzeiten der Maschine und schaffen damit einen echten Mehrwert für den Kunden. Die Werkstückschwenkachsen wurden für noch schnellere Schwenkzeiten weiterentwickelt. Die optionalen B-Achsen für die 5-Achsbearbeitung sind einzeln angetrieben. Alle Maschinenkomponenten zeichnen sich durch hohe Steifigkeit und Thermostabilität aus. Dadurch bleibt die Genauigkeit auch bei schweren Zerspanungsaufgaben erhalten.

Die Spindeln leisten in der Standardausführung je 28 kW. Die Nenndrehzahl beträgt 4.200 U/min. Die X-Achse im zweispindligen MFZ hat einen Verfahrweg von 450 mm, im dreispindligen Zentrum beträgt dieser 300 mm. In beiden Ausführungen verfährt die Y-Achse mit Gewichtsausgleich über 500 mm. Die Werkzeugmagazine verfügen über maximal 100 Speicherplätze und können Werkzeuge von bis zu 320 mm Länge und 6 kg Gewicht aufnehmen. Mit einer mittleren Span-zu-Span-Zeit von vier Sekunden sind die MFZ-Bearbeitungszentren bestens geeignet für die effiziente Bearbeitung von Großserien.

Für Werkstücke aus Leichtmetall, insbesondere Aluminium, bietet sich die hohe Bearbeitungsgeschwindigkeit der MFZ 500-2 linear an. Sie ist in den Hauptachsen mit Linearantrieben ausgestattet. Im Bereich der Leichtmetallzerspanung sind die Bearbeitungszeiten dank neuer Schneidstoffe bereits so gering, dass sie für die Stückkosten nur noch eine nachrangige Rolle spielen. Vielmehr entstehen die Kosten bei den Nebenzeiten, und hier besteht das weitere Optimierungspotenzial. Die Linearmaschine ist besonders flexibel und damit bestens für schnell wechselnde Bearbeitungsaufträge geeignet. Hohe Achsgeschwindigkeiten und Direktantriebe in den Linear-, Teil- und Schwenkachsen beschleunigen die Bearbeitung. Die Pluspunkte dieser Features sind eine hochpräzise Tiefenbearbeitung und die über CNC-Achsen korrigierbaren Vorschubwege. Eine Komplettbearbeitung in einer Aufspannung wird angestrebt. Dies sichert nicht nur eine hohe Genauigkeit, sondern spart enorm viel Zeit beim Rüsten und Bestücken.

Statt mit einer Pendelachse ist die MFZ 500-2 linear mit einem Doppelpalettenwechsler ausgestattet. Die Aufnahme auf den Schwenk- und Teilachsen erfolgt mit einem automatischen hydraulischen Palettenspannsystem. Mit diesem Spannsystem können zwei zusätzliche Kanäle geöffnet werden, damit permanenter Spanndruck anliegt und so die Bearbeitung erfolgen kann. Der Beladeraum der Linearmaschine ist deutlich vergrößert worden. Dies und der Wegfall der Pendelachse zwischen Arbeits- und Beladeraum ermöglichen einen für den Spindelabstand einer Doppelspindelmaschine großen nutzbaren Werkstückkubus. Die MFZ 500-2 ist neben der Nassbearbeitung auch für Minimalmengenschmierung und Trockenbearbeitung ausgerichtet. Ein Palettentransportiersystem komplettiert den Lieferumfang.

Dem Kundenwunsch nach möglichst kompletten Lösungen folgend, bietet Samag auch vorgeschaltete standardisierte Automationszellen. Roboterzellen können kundenindividuell an die Bearbeitungsaufgabe angepasst werden und die Handhabungsaufgabe in der Anwendung übernehmen. Die standardisierten Automationszellen lassen sich vor alle Bearbeitungszentren der Baureihe MFZ und die Tiefbohrfräszentren TFZ vorschalten und tragen wesentlich zur Senkung der Stückkosten bei. Selbst für die Bearbeitung schwerer Gussteile eignet sich die Verkettung der Zellen mit den Bearbeitungszentren.

Die Samag Group mit Hauptsitz in Saalfeld besteht aus den drei Geschäftsbereichen Samag Machine Tools, Samag Automotive und Samag Truck Components. Hauptsächliche Tätigkeitsfelder der Unternehmen sind die Marktsegmente „Werkzeugmaschinenbau für die spanabhebende Industrie“ und „Zulieferer der PKW- und NFZ- Industrie.“

Samag auf der AMB, Halle 9, Stand C 78

Bild 1: Horizontales mehrspindliges Bearbeitungszentrum der Baureihe MFZ

Bild 2: Standardisierte Automationszellen für die Werkstückhandhabung können den Bearbeitungszentren von Samag vorgeschaltet und kundenindividuell angepasst werden

Bild 3: Hohe Geschwindigkeiten bei der Zerspanung von Aluminium sind für die MFZ 500-2 linear von Samag kein Problem

Bild 4: Neben der Automobilzulieferindustrie nutzen auch viele andere Branchen mehrspindlige Standardbearbeitungszentren von Samag, hier die zweispindlige Bearbeitung von verschiedenen Schließzylindertypen

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