Wettbewerbsvorteile durch innovative Lasertechnologien

- NORTEC 2008 präsentiert industrielle Laserkompetenz im Norden - Vorstellung des Projektes „LaserZentrumNord“

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Lasertechnologie ist eines der innovativen Themen auf der NORTEC 2008. Die 11. Fachmesse für Produktionstechnik öffnet ihre Tore vom 23. bis 26. Januar 2008 auf dem neuen Hamburger Messegelände und bietet an vier Messetagen eine Plattform mit vielen interessanten Vorführungen sowie umfassenden Informationsmöglichkeiten zum Thema Laserinnovationen und deren Potenziale für die Fertigungstechnik.

Für den Initiator und Organisator Professor Claus Emmelmann (iLAS – Institute of Laser and System Technologies – TU Hamburg-Harburg) „bieten optische Technologien und insbesondere das Werkzeug Laser viele Anwendungsmöglichkeiten, mit denen Unternehmen neue Märkte erschließen können. Der Stand der Lasertechnik hat ein sehr hohes Niveau erreicht. Trotzdem sind längst noch nicht alle Entwicklungs- und Vermarktungspotenziale ausgeschöpft.“

So finden zurzeit so genannte generative Laseranwendungen ihren Weg in die Praxis. Mit diesem neuen Herstellungsverfahren lassen sich beliebig komplexe Teile aus unterschiedlichen Metallen und Legierungen herstellen, indem ein Laserstahl schichtweise aufgetragene Metallpulverlagen quasi scheibchenweise entsprechend der gewünschten Kontur auf wenige 10tel Millimeter genau miteinander verschmilzt. So lassen sich innerhalb weniger Stunden funktionsfähige Bauteile herstellen und zum Beispiel Implantate für medizinische Zwecke generieren. Emmelmann (Bild 2): „Diese und andere Laserinnovationen wie robotergestütze Laserbearbeitungszellen für die Blechbearbeitung bilden einen wichtigen Schwerpunkt unserer NORTEC-Präsentationen im Innovationsforum.“ Hinzu kommt: Die assoziierten Industriepartner wie Trumpf, Rofin, Nutech oder Hoedtge Metall- und Lasertechnik versprechen ebenfalls viel Praxisbezug.

Bild 1: In der Lasertechnik sind längst noch nicht alle Entwicklungs- und Vermarktungspotenziale ausgeschöpft. Der Einsatz laserbasierter Fertigungstechnologien schafft zukunfssichere Arbeitsplätze, die jedoch eine entsprechende Qualifikation erfordern. Zwecks KnowHow-Transfer und Ausbildung soll in Hamburg das LaserZentrumNord entstehen.

Damit Unternehmen durch den Einsatz von innovativen Lasertechnologien ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken können, braucht es natürlich entsprechend qualifizierte Mitarbeiter. Darum stellt die NORTEC das Projekt „LaserZentrumNord“ vor, das unter anderem von dem HansePhotonik e.V. (norddeutsche Interessenvertretung für optische Technologien) initiiert wurde. Emmelmann: „Kenntnisse aus konventionellen Fertigungstechnologien lassen sich nicht auf das Werkzeug „Laser“ übertragen. Die Qualifikation der Mitarbeiter und deren Weiterbildung ist für alle Betriebe im Bereich der optischen Technologien – vom Laserhersteller bis hin zum Anwender – von zentraler Bedeutung. Fehlende Mitarbeiterqualifikation behindert die betriebliche Umsetzung neuer, lasergestützter Fertigungstechnologien, mit denen sich innovative Produkte herstellen und auch neue Arbeitsplätze schaffen lassen.“

Mit dem Aufbau des LaserZentrumNord (LZN) im Rahmen einer PPP GmbH (Public-Private-Partnership GmbH) soll in der Metropolregion Hamburg ein wachstumsförderndes Zentrum der Optischen Technologien (OT) und der Lasertechnik entstehen. Ziel ist die Bündelung von Kompetenzen der Region zum Aufbau von innovativen Technologie-Infrastrukturen, mit denen komplette Prozessketten der Produktion abgebildet werden können. Geplant ist der Aufbau von Laserkompetenzsystemen, die die gesamte Prozesskette zur Herstellung innovativer Produkte abbilden und den Unternehmen die Möglichkeit bieten, innovative Produktionsmethoden für ihre Wertschöpfung zu erproben und gegebenenfalls zu integrieren. Das LZN will Impulse für innovative Anwendungen in der Blech-, Werkzeug- und Medizintechnik initiieren, die Betriebe aus der Luftfahrt, dem Schiff-, Fahrzeug- und Maschinenbau sowie der Medizintechnik für ihr Wachstum und ihre Fachkräfterekrutierung nutzen können.

Bild 2: Professor Claus Emmelmann, iLAS – Institute of Laser and System Technologies – TU Hamburg-Harburg: „Optische Technologien und insbesondere das Werkzeug Laser bieten viele Anwendungsmöglichkeiten, mit denen Unternehmen neue Märkte erschließen können.

Welche Laserinnovationen Zukunft sichern können und welche Qualifikationen Anwender und Mitarbeiter für den Umgang mit dieser Hochtechnologie mitbringen sollten, darüber können sich Besucher der NORTEC in diversen Vorträgen des Innovationsforums informieren. So berichtet am Mittwoch, 23.01.08, Thorsten Kimpel von der Trumpf Laser GmbH über innovative Anlagenkonzepte für die Produktion im Flugzeug-, Schiff- und Fahrzeugbau. Am Donnerstag, 24.01.08, thematisiert Markus Eisen von der MCP-HEK GmbH das Rapid Manufacturing in der Medizintechnik und Dr. Günter Lensch sowie Axel Rach von der NUTECH GmbH präsentieren Laserstrahlanwendungen für die Medizin- und Feinwerktechnik.

Am Freitag, 25.01.08, gibt Markus Lingner (Rofin Sinar Laser GmbH) einen Ausblick auf die neuesten Entwicklungen in der Laseranlagentechnik und Christian Paul (Carl

Cloos Schweißtechnik GmbH) einen Einblick in die Laserhybridschweißtechnologie. Hendrik Vogel (iLAS TU Hamburg-Harburg) beleuchtet die Lasertechnik im Werkzeugbau; Professor Claus Emmelmann widmet sich dem Thema Forschung und Qualifikation in der Lasertechnik. Wer sich für automatisierte In-line Qualitätsprüfung beim Laserstrahlschweißen interessiert, sollte den Vortrag von Dr. Günter Lensch und Günther Bröker (NUTECH GmbH) beim NORTEC-Besuch einplanen.

Die NORTEC bietet mit ihrem hochkarätigen Fachprogramm in den neuen Ausstellungshallen auf dem Hamburger Messegelände beste Voraussetzungen für einen Austausch zwischen Forschung, Entwicklung, Produktion und Anwendung. Auf der Fachmesse werden mehr als 400 Aussteller erwartet. Mit den Fachbesuchern, unter denen Hersteller, Dienstleister und Einkäufer aus der metallbe- und verarbeitenden Industrie in Nord- und Osteuropa sein werden, wird die Fachmesse zum ersten wichtigen Branchentreffpunkt des Jahres 2008.

Die NORTEC 2008 öffnet ihre Tore vom 23. bis 26. Januar 2008 auf dem neuen Hamburger Messegelände. Die neuen Messehallen lassen sich am besten über die Eingänge Mitte (Karolinenstraße) und West (Sternschanze) erreichen. Geöffnet ist die 11. Fachmesse für Produktionstechnik Mittwoch bis Freitag von 9 bis 17 Uhr und am Samstag von 9 bis 14 Uhr. Eintritt: Tageskarte 17 Euro, Dauerkarte 30 Euro, Einzelkarte Samstag 12 Euro, Schüler, Studenten und Azubis 6 Euro, Gruppenkarte ab zwölf Personen pro Person 12 Euro.

NORTEC Innovationsforum mit Beiträgen aus Forschung & Praxis
– 11. Fachmesse für Produktionstechnik
– 23. bis 26. Januar 2008 auf dem Hamburger Messegelände

Kontakt:

www.hamburg-messe.de