RSA entwickelt neue Hochleistungs-Kreissäge als Alternative zur Bandsäge

Sägezeiten um bis zu 90 % reduziert

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Im Massenschnitt von Rohren, Profilen und Vollmaterial bis 100 mm Durchmesser dominieren Kreissägen das Bild der Vorfertigung. Hohe Ausbringung, Präzision und Automation vor- und nachgelagerter Prozesse sprechen für dieses Sägekonzept. Bandsägen hingegen bieten aufgrund günstiger Einstiegsmodelle Vorteile, wenn nur geringe Tagesstückzahlen zugeschnitten werden müssen.
Nach Aussage des Unternehmens RSA besteht noch hohes Rationalisierungspotenzial in der Vorfertigung von Massenschnitten im Durchmesserbereich von 100 bis 170 mm. Dabei stützt sich der Spezialist für Säge-Technologie und -Peripherie auf Aussagen zahlreicher Kunden und Branchenkenner. So werden Rohlinge für Gesenkschmiedestücke, Kolben, Wellen, Walzen und Achsen – um nur einige Teile zu nennen – trotz ihrer hohen Stückzahlen auf eher langsamen Bandsägen zugeschnitten. Kreissägen waren bis dato nicht flexibel und leistungsstark genug, um ein breites Werkstückspektrum rationell zu fertigen. Für dieses weite Feld der Vorfertigung hat RSA nun eine neue Sägemaschine mit dem Namen RASACUT XXL entwickelt.

Bild: Beispiel für die drastische Reduzierung der Sägezeiten: In nur 5,5 Sekunden hat die RASACUT XXL ein Rundrohr mit 4 mm Wandstärke und 135 mm Durchmesser getrennt.

Sägezeiten um bis zu 90 % reduziert

Für Rohre bis 15 mm Wandstärke und bis zu 170 mm Durchmesser sowie Vollmaterial bis 160 mm Durchmesser hat RSA diese Kreissäge zielgerichtet entwickelt – bislang eine Domäne von Bandsägen. Kunden, die die RASACUT XXL schon seit einigen Monaten einsetzen, bestätigen, dass die Sägezeiten je nach Werkstück bis zu 90 % unter denen moderner Bandsägen liegen. Hinzu kommt eine Verbesserung der Schnittqualität was die Winkeligkeit und Rautiefe betrifft. Ein wesentlicher Grund für diesen hohen Produktivitätsgewinn liegt im Antrieb der Säge. Mit bis zu 40 kW wird auf der Sägewelle ein Nenndrehmoment bis 1.500 Nm erreicht, das über den gesamten Drehzahlbereich nahezu konstant bleibt.

Breites Teilespektrum für hohe Maschinenauslastung

Trotz verhältnismäßig großer Serien bleibt für die Fixlängenfertigung das Problem kleiner Einzellose bestehen. Abrufaufträge, um Lagerbestände und damit die Kapitalbindung gering zu halten, sind ebenso wie Just-in-time Lieferung an die eigene Fertigung oder an Kunden üblich. Hinzu kommt, dass die neue Kreissäge von RSA im Vergleich zu anderen Trenn-Systemen Aufträge in wesentlich kürzerer Zeit bewältigt. Ein Kunde berichtet, dass bei einer Sorte die Ausbringung einer ganzen Schicht nun von der RASACUT XXL in einer halben Stunde zugeschnitten wird. Um die Säge flexibel einsetzen und auslasten zu können, hat RSA, so die Aussage des Geschäftsführers Dipl.-Ing. Rainer Schmidt, bei der Entwicklung ein möglichst breites Teilespektrum und kurze Rüstzeiten im Blick gehabt. Werkstücke ab 20 mm Durchmesser können in Fixlängen zwischen 50 und 3.000 mm gefertigt werden. Sägeblatt-wechsel – beispielsweise von HSS auf Hartmetall – sind mit wenigen Handgriffen erledigt, da der Sägekopf frei zugänglich ist. In der Regel benötigt ein Bediener für das Umrüsten der gesamten Säge nur rund fünf Minuten. Die einfache Bedienung der Steuerung mit simpler Auftragsverwaltung und hinterlegten Schnittparametern trägt dazu bei.
Das breite Teilespektrum stellt auch besondere Herausforderungen an das Werkstückhandling. Für die prozesssichere Vereinzelung und Zuführung der Ausgangslängen werden wahlweise oder in Kombination Bundlader und Flachmagazin eingesetzt. Nach dem Schnitt ist die direkte Verkettung mit weiteren Bearbeitungsstufen wie das Entgraten möglich. Sortier-Systeme gewährleisten eine reibungslose Materialabfuhr – insbesondere, wenn aus dem gleichen Ausgangsmaterial unterschiedliche Fixlängen gesägt werden.

Bild: Die Säge ist für den Einsatz von HSS- und Hartmetallblätter ausgerüstet. Ein Sägeblattwechsel ist in rund einer Minute erledigt./b>

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