Investitionsfreudige Besucher auf der AMB 2006

Hohe Investitionsbereitschaft sorgt für zufriedene Aussteller - Einzugsgebiet national und international vergrößert - Vorfreude auf AMB 2008

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Vom ersten Tag an volle Stände auf der AMB, internationale Ausstellung für Metallbearbeitung, die vom 19. bis 23. September 2006 zum letzten Mal in den völlig ausgebuchten Hallen auf dem alten Stuttgarter Messegelände stattfand. Insgesamt 51.522 Fachbesucher, das entspricht einem Plus von drei Prozent im Vergleich zu 2004, interessierten sich für die Neuheiten und Weiterentwicklungen der 802 Aussteller und 70 vertretenen Unternehmen. Spanende und abtragende Werkzeugmaschinen sowie Präzisionswerkzeuge standen wie immer im Mittelpunkt dieser wichtigsten Branchenmesse in Süddeutschland.

Dass die AMB an Attraktivität gewonnen hat, zeigt auch die gestiegene Zahl an Neubesuchern (34 Prozent im Vergleich zu 29 Prozent). Die überwiegende Mehrheit aller Besucher, 79 Prozent, waren mit klaren Investitionsabsichten zur AMB 2006 gekommen. Dabei haben 40 Prozent von ihnen größeren Bedarf und wollen mehr als 100.000 Euro ausgeben. Das können die Aussteller bestätigen. Bernd Eckstein, Department Manager Application bei Mazak in Göppingen: „Wir sind sehr zufrieden und haben gute Gespräche geführt, in denen es um konkrete Anfragen und klare Investitionsabsichten gegangen ist. Die Leute kamen teilweise direkt mit Zeichnungen ihrer zu fertigenden Teile an unseren Stand.“ Auch für Markus Berger, Prokurist bei Schunk in Lauffen, war die AMB 2006 ein Erfolg: „Hinsichtlich der Qualität der Kontakte konnten wir unser gesetztes Ziel sogar noch übertreffen. Die Besucher hatten genaue Vorstellungen und vielen wollen in Kürze investieren. Teilweise konnten wir sogar direkt auf dem Stand Bestellungen entgegen nehmen, in vielen anderen Fällen wurden wir um eine Angebotsabgabe gebeten. Entsprechend rechnen wir mit einem sehr guten Nachmessegeschäft.“

Besonders erfreulich: Das Einzugsgebiet der Messebesucher hat sich erneut vergrößert. 31 Prozent (2004: 29 Prozent) nahmen einen Anreiseweg von 100 bis 300 Kilometern in Kauf, 10 Prozent (2004: 6 Prozent) sogar mehr als 300 Kilometer. Sie kamen vorwiegend aus Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Auch der Anteil der ausländischen Besucher hat sich leicht erhöht und liegt nun bei 6 Prozent (2004: 5 Prozent). Sie kamen aus insgesamt 49 Ländern, vorwiegend aus der Schweiz, aus Österreich, Frankreich und Großbritannien, aber auch aus Italien, Polen, Ungarn und Tschechien und damit aus den Schwerpunktländern der AMB. „Der Fokus auf diese Länder soll zur AMB 2008 ausgebaut und die Internationalität dieser wichtigsten Branchenmesse im süddeutschen Raum weiter erhöht werden,“ gibt Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, das Ziel vor.

Betrachtet man die Besucher hinsichtlich der Branchen in denen sie tätig sind, kam die überwiegende Mehrheit (42 Prozent) aus dem Maschinenbau, gefolgt von der Zulieferindustrie (24 Prozent), dem Fahrzeugbau/der Automobilindustrie und dem Werkzeug- und Formenbau (je 17 Prozent), aus Metallbaubetrieben und von Lohnfertigern, aus der Feinmechanik und Optik, der Luft- und Raumfahrt sowie der Elektroindustrie und weiteren Branchen. Nahezu jeder zweite Besucher (45 Prozent) arbeitet in der Fertigung oder der Produktion, 18 Prozent in der Entwicklung, je 15 Prozent in der Planung/Arbeitsvorbereitung und Konstruktion und 13 Prozent kamen aus der Geschäfts- oder Betriebsleitung. Die Ausstellungsschwerpunkte der AMB deckten sich ziemlich genau mit den Besucherwünschen. Knapp drei Viertel der Besucher bekundeten in erster Linie Interesse an spannenden Werkzeugmaschinen, gefolgt von Präzisionswerkzeugen (34 Prozent) und abtragenden Werkzeugmaschinen (23 Prozent).

Die AMB ist für die Besucher zu einer festen Größe in ihrem Terminkalender geworden. Nahezu jeder Zweite (49 Prozent) ist überzeugt, dass die AMB von ihrer Bedeutung für die Branche her wichtiger werden wird. Dies vor allem auch im Hinblick auf das neue Messegelände und die deutlich bessere Verkehrlogistik am neuen Standort, aber auch aufgrund der erwarteten Zunahme der Internationalität . Dass die Kundenbindung an die AMB hoch ist, zeigt auch diese Zahl: 92 Prozent der Besucher würden diese Fachmesse jederzeit weiterempfehlen.

Auch für die Aussteller hat die AMB an Bedeutung gewonnen. Ganze 97 Prozent glauben, die Bedeutung der AMB für die Branche wird wichtiger oder bleibt zumindest gleich. Bereits die diesjährige Veranstaltung wurde von 78 Prozent der Aussteller erfolgreicher bewertet als die AMB 2004. 81 Prozent der Aussteller (2004: 77 Prozent) zeigten sich sehr zufrieden bis zufrieden mit der Anzahl der Besucher an ihrem Stand. Die hohe fachliche Qualifikation der Besucher bewerteten 96 Prozent der Aussteller als sehr gut bis zufrieden stellend (2004: 94 Prozent). Die konkreten Anfragen der Fachbesucher an den gezeigten Produkten und Maschinen lässt die Aussteller auf ein entsprechendes Nachmessegeschäft hoffen. 87 Prozent von ihnen sind daher überzeugt, dass die konkreten Anfragen auf der AMB 2006 zu einem sehr guten, guten, oder zumindest zufrieden stellenden Nachmessegeschäft führen werden (2004: 83 Prozent). Das belegen auch die Aussagen der Aussteller zum Verlauf der AMB 2006:

– Bernd Hofmann, Geschäftsführer Komet Group GmbH, Besigheim: „Die Erwartungen an die AMB waren hoch – und wurden noch übertroffen. Es hat sich erneut gezeigt, dass auf der AMB die höchste Dichte an Fachpublikum anzutreffen ist.“

– Lothar Horn, Geschäftsführer Paul Horn GmbH, Tübingen: „Es geht noch mehr. Die Besucherströme auf der AMB 2006 ergossen sich bis in die letzten Quadratmeter und rissen bis zum Messende nicht ab. Wir haben über den gesamten Zeitraum viele wichtige und qualifizierte Gespräche geführt und entwickeln unsere Neuheiten bewusst auf die AMB hin, da sich unser Hauptkundenstamm im süddeutschen Raum befindet. Die Notwendigkeit für das neue Messegelände wurde überdeutlich sichtbar. Ich meine, ab 2008 ist dann der Zeitpunkt gekommen, aus einer regionalen guten Messe eine Messe mit globaler Ausstrahlung zu machen.“

– Peter Schmidbaur, Managing Director, Mori Seiki GmbH, Wernau: „Wir sind mit der AMB 2006 zufrieden, es lief für uns besser als vor zwei Jahren. Für die AMB 2008 wünschen wir uns bessere Rahmenbedingungen, das heißt mehr Platz, breitere Gänge und vor allem klimatisierte Hallen.“

– Rolf Wohlhaupter-Hermann, Geschäftsführer Wohlhaupter GmbH, Frickenhausen: „Wir sind sehr zufrieden. Betrachten die AMB schon seit Jahren als die für uns wichtigste Messe in Deutschland. Im Umkreis von 20 Kilometern um Stuttgart sitzen 60 Prozent unserer Kunden. Wir hatten viele gute Gespräche und haben viele Aufforderungen zur Angebotsabgabe erhalten. Es wird wieder investiert, die Unternehmen haben wieder Vertrauen in die Wirtschaft. Wir haben sogar direkt auf der Messe kleinere Aufträge erhalten, was nicht unbedingt üblich ist.“

– Dr. Hans-Henning Winkler, Geschäftsführer Chiron-Werke GmbH & Co. KG, Tuttlingen: „Die AMB 2006 lief gut. Wir hatten deutlich mehr vielversprechende Kontakte als vor zwei Jahren und haben ordentlich verkauft.“

– Bernhard Kasper, Executive Vice-President Agie Charmilles Management Ltd., Losone/Schweiz: „Für uns lief es vor allem an den ersten drei Tagen hervorragend und wir hatten bereits zu diesem Zeitpunkt die Resultate der AMB 2004 erreicht. Es kamen mehr potenzielle Neukunden als erwartet. Die Investitionsbereitschaft ist sehr hoch. Etwa 30 Prozent der Kunden sagten uns, dass sie in den nächsten zwei bis vier Monaten investieren wollen.“

– Dr. Wolfgang Sengebusch, Geschäftsführer VDMA Fachbereich Präzisionswerkzeuge, Frankfurt: „Unsere Mitgliedsfirmen sind sehr zufrieden. Die Stände wurden an den ersten Messetagen zum Teil regelrecht gestürmt.“

– Uwe Geiger, Vertrieb Deutschland Rettificatrici Ghiringhelli S.p.a., Offenburg: „Die AMB 2006 verlief für uns hervorragend. Viele Kunden kommen mit detaillierten Zeichnungen und ernsthaftem Interesse an unseren Maschinen. Entsprechend rechnen wir mit einem guten Nachmessegeschäft und dem Abschluss einiger Aufträge.. Die AMB ist eine der wichtigsten Messe für uns.“

– Ulrich Vennemann, Verkaufsleiter Regionen, Sandvik GmbH, Düsseldorf: „Unser Stand war sehr gut besucht. Wir hatten mehr Kontakte als auf der AMB 2004 und spürten bei den Besuchern gestiegene Investitionsbereitschaft. Nachgefragt wurden vor allem Sonderwerkzeuge zur Prozessoptimierung. Wir freuen uns schon auf die AMB 2008.“

– Klaus Schüssler, Geschäftsführer Karl Schüssler GmbH & Co. KG, Bodelshausen: „Die AMB 2006 hat unsere hohen Erwartungen erfüllt. Die Messe ist für uns sehr gut gelaufen, vom ersten Tag an.“

– Dr. Rüdiger Kapitza, Vorstandsvorsitzender Gildemeister AG, Bielefeld: „Die AMB 2006 ist für uns mit einem Rekord-Auftragseingang zu Ende gegangen. Ein großer Erfolg nach der schon sehr starken AMB vor zwei Jahren.“

– Ewald Seifried, Vertriebsleiter Hermle AG, Gosheim: „Ein sehr erfolgreicher Messeverlauf. Wir haben direkt vor Ort Aufträge geschrieben und rechnen zusätzlich mit einem guten Nachmessegeschäft.“

– Wolfgang Emert, Leiter Marketing und Vertrieb Zimmer + Kreim GmbH & Co.KG, Brensbach: „Wir hatten einen immensen Zuspruch auf der AMB 2006. Sie für uns im geraden Jahr traditionell die wichtigste Messe, schon wegen der hohen Besucherfrequenz. Die Peripherie ist in der Produktion entscheidend. Unsere verketteten Systeme wurden daher stark nachgefragt. Wir überlegen, ob wir überhaupt noch auf eine weitere Messe im selben Jahr gehen sollen.“

– Michael Fauser, Geschäftsführer Fauser AG, Gilching: „Wir sind sehr zufrieden und haben mehr verkauft als erwartet. Darunter waren sogar zwei größere Aufträge, was direkt auf Messen sonst nicht üblich ist.“

– Rainer Häussler, Vertrieb Deutschland Heidenhain GmbH, Traunreut: „Unsere hohen Erwartungen haben sich erfüllt. Wir wollten Präsenz zeigen und den Kunden unserer Kunden ganz direkt zeigen, was bei Steuerungen möglich ist. Sehr viele nutzten das Angebot und kamen mit konkreten Fertigungsproblemen an unseren Stand.“

– Mr. Nori Sumiyoshi, Overseas Development Manager, Xebec Technology Co.,Ltd. Tokyo/Japan: „Obwohl es unser Hauptziel war, einen Vertriebspartner für Deutschland zu finden, hat uns die AMB 2006 zusätzlich unerwartet großes Anwenderinteresse eingebracht. Wir wollen auch zur AMB 2008 wieder dabei sein, dann allerdings mit unserem neuen Vertriebspartner, den wir in Stuttgart gefunden haben.“

– Lee Bairstow, Marketing Services Manager, Lenox/Newel Tools, Helmond/Nieder-lande: „Die Anzahl der Besucher, die sich für unsere hochwertigen Bandsägen interessiert haben, hat unsere Erwartungen übertroffen. Unser Messestand war ständig gut besucht und unsere Technikexperten waren erfreut darüber, viele Fragen der Besucher beantworten zu können.“

– Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele, Leiter des Institutes für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen der TU Darmstadt: „Wir blicken auf eine erfolgreiche AMB 2006 zurück. Die Sonderschau zeigte einmal mehr die gute Ergänzung von Forschung und industrieller Anwendung auf dem Gebiet der HSC und HPC Technologie und diente dem Anwender als ausgezeichnete Informationsplattform. Dass ein ungebrochenes Interesse am Thema der Sonderschau vorhanden ist, zeigten die Dialoge mit den Messebesuchern.“

– Prof. Dr.-Ing. Uwe Heisel, Sprecher der Gesellschaft für Fertigungstechnik Stuttgart und Leiter des Instituts für Werkzeugmaschinen IfW, Universität Stuttgart: „Unser Fertigungstechnisches Kolloquium 2006 ‚Stuttgarter Impulse – Fertigungstechnik für die Zukunft‘ hat erheblich an Profil und auch an Zulauf gewonnen durch die räumliche und organisatorische Anbindung an die AMB Messe. Wir sind sehr zufrieden mit der Kooperation. Sie ist inhaltlich logisch, strategisch sinnvoll und für beide Seiten äußerst attraktiv. Deshalb werden wir in Zukunft unser Kolloquium zweijährlich, parallel zur AMB veranstalten.“

Die nächste AMB wird vom 9. bis 13. September 2008 auf dem Gelände der Neuen Messe Stuttgart, direkt beim Flughafen Stuttgart, stattfinden. Ein Schritt, der von den Ausstellern einhellig begrüßt wird. Mit 100.000 Bruttoquadratmetern steht auf dem neuen Gelände doppelt so viel Fläche wie bisher zur Verfügung. „Bereits heute liegen uns für zwei Drittel dieser Fläche feste Optionen vor. Viele Aussteller wollen ihre Standflächen zum Teil deutlich vergrößern,“ freut sich Ulrich Kromer.