Schütte stellt neues Maschinenkonzept „SCX“ vor

Neuer Mehrspindel-Drehautomat SC 6/7/9-26 kommt zur AMB

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Mit dem neuen Maschinenkonzept „SCX“ präsentiert die Alfred H. Schütte GmbH & Co. KG auf der AMB in Stuttgart einen Sechsspindel-Drehautomaten mit Optionen für verschiedenste Anwendungsbereiche. Nach dreijähriger Entwicklungszeit stellten Geschäftsführer Carl Martin Welcker, Entwicklungschef Dr. A. Herrscher und der für die „Maschinenkonstruktion Mehrspindler“ verantwortliche Dr. Markus Krell, das neue Konzept der Fachpresse vor.

Zielsetzung der Maschinenentwicklung

Mit der Bearbeitung von Einfachwerkstücken bis hin zur Komplettbearbeitung von komplexen Werkstückgeometrien mit hohen Anforderungen an die Zweiseitenbearbeitung sollte das neue Konzept ein breites Werkstückspektrum abdecken. Auch die Rüstfreundlichkeit und Bedienbarkeit waren u. a. ein wichtiger Aspekt bei der Neuentwicklung.Eine gute Zugänglichkeit des Arbeitsraumes, eine Schnellwechselschnittstelle für voreinstellbare Werkzeuge, einfache Umrüstbarkeit durch Standardschnittstellen sowie das „Ein-Mann-Rüsten“ hinsichtlich Aufwand und Gewicht waren wesentliche Vorgaben des Schütte-Pflichtenhefts.

Bild 1: Geschäftsführer Carl Martin Welcker, Entwicklungschef Dr. A. Herrscher

Spindelkasten mit Einzelspindelantrieben

Im Aufbau des Spindelkastens wurden Einzelspindelantriebe berücksichtigt. In jeder Bearbeitungslage ist somit die Anwahl einer technologisch optimalen Spindeldrehzahl möglich. Die Spindeltrommel führt keine beweglichen Kabel und durch die mittaktenden Antriebsregler ist kein Zurückschalten erforderlich. Eine Drehzahlanpassung kann während der Trommelschaltung zwischen zwei Bearbeitungslagen erfolgen.. Eine hohe Thermostabilität garantiert die Flüssigkeitskühlung der Spindeln und Antriebsregler.
Ein weiterer Vorteil des symmetrisch, mit einer 60°-Teilung aufgebauten Spindelkastens, ist der Einsatz gleicher Schlitten- und Werkzeugeinheiten in allen Lagen. Diese sind frei konfigurierbar und lagenunabhängig aufbaubar.

Bild 2: Dr. Markus Krell, Leiter Maschinenkonstruktion Mehrspindler

Bearbeitungseinheiten, quer- Achskonfigurationen

Als Basis dient eine Bearbeitungseinheit mit voller X-/Z-Kreuzschlitten Funktionalität im Standard. Diese ist baugleich für alle Spindellagen. Optional sind ein Zweistellungsrevolver z.B. für den Einsatz von Folgewerkzeugen, sowie ein zusätzlicher NC-Antrieb (Pinolendrehung) in der Y-Achse möglich. Die optionalen Antriebseinheiten sind lagenunabhängig nachrüstbar. Alle Führungen, Antriebe, Kabel und Schläuche liegen außerhalb des Arbeitsraumes. Die Verschmutzungsgefahr wurde dadurch minimiert und der Arbeitsraum ist gut zugänglich.

Varianten des SCX-Konzepts

Hinter der Bezeichnung „SC 6/7/9-26“ verbergen sich drei mögliche Ausstattungsvarianten:

– Die SC 6-26 bildet die Basismaschine ohne Gegenspindel und Rückseitenbearbeitung.

– Bei der SC 7-26 ermöglicht eine Gegenspindel die Rückseitenbearbeitung des Werkstücks in der 6. Position innerhalb eines Bearbeitungstaktes.

– Die Rückseitenbearbeitung mit Gegenspindeln in den zusätzlichen Bearbeitungslagen 8 und 9 ermöglicht die SC 9-26. In den Lagen 8 und 9 sind alle Optionen der Erstseitenbearbeitung mit bis zu 6 Werkzeugen verfügbar. Die Übergabe des Werkstücks in die Bearbeitungslagen 8 und 9 erfolgt komplett mit dem Spannmittel in permanent gespanntem Zustand. Dies bringt den Vorteil einer räumlichen Entzerrung der Bearbeitung der 1. und 2. Seite. Als Wechselschnittstelle dient eine Standartschnittstelle (HSK).

Bild 3: Drehen, Fräsen, Gravieren, Bohren. Werkstückübergabe und Bearbeitung auf Gegenspindeln mit bis zu 6 stehenden oder angetriebenen Werkzeugen

Fazit:

Mit dem neuen Maschinenkonzept ist es Schütte gelungen, eine flexible Bearbeitungsmöglichkeit verschiedenster Anforderungsprofile zu schaffen. Das neue Konzept wird erstmals auf der AMB, Halle 7, Stand 131 präsentiert.

FDZT

Anmerkungen:
Unternehmen
Das Familienunternehmen Alfred H. Schütte wurde 1880 gegründet. Als führender Werkzeugmaschinenhersteller produziert und vertreibt Schütte weltweit Mehrspindel-Drehautomaten sowie Werkzeug- und Universal-Schleifmaschinen. Über die ausländischen Tochtergesellschaften sowie über Vertriebs- und Handelspartner ist Schütte auf allen Kontinenten vertreten. Der Exportanteil am Gesamtumsatz beträgt annähernd 50%.

KONTAKT:
www.schuette.de