METAV München 2006 auf Erfolgskurs

Wirtschaftliche Entwicklung gibt Ausstellern Rückenwind

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Internationale Hersteller von Fertigungstechnik zeigen lebhaftes Interesse an der METAV München 2006. Stand Januar sind 30 Prozent mehr Nettoquadratmeter gebucht als für die METAV München 2004 zum vergleichbaren Zeitpunkt. 432 Aussteller aus 16 Ländern haben 23 321 m² angemeldet. Der Anteil ausländischer Aussteller beträgt 15 Prozent. Die stärksten Kontingente kommen aus der Schweiz und Österreich.

„Tatsächlich liegt das internationale Angebot auf der METAV München jedoch deutlich höher, denn zahlreiche Aussteller haben ausländische Mutterhäuser“, erklärt Dr. Detlev Elsinghorst, Vorsitzender des METAV-Komitees, anlässlich des internationalen METAV-Pressetags Mitte Januar in München.

Die METAV 2006, internationale Messe für Fertigungstechnik und Automatisierung, wird vom 04. bis 07. April in München und vom 20. bis 24. Juni in Düsseldorf stattfinden. Auf dem Programm stehen Komplettlösungen für die Abnehmer aus der Großindustrie ebenso wie die Einzelmaschine zur effizienten Fertigung in kleineren Zulieferbetrieben. Geboten werden Standardmaschinen für die Großserienfertigung ebenso wie Sonderlösungen für ganz spezielle Herausforderungen in der Produktion. „Besonders die METAV München als erste Veranstaltung für die gesamte Metallbearbeitung im laufenden Jahr ist für diejenigen Fertigungsspezialisten attraktiv, die sich nicht auf der EMO Hannover im September 2005 informieren konnten“, wirbt Elsinghorst. „Sie können sich hier auf den neusten technischen Wissensstand bringen.“

praxis+trends auf der METAV München

Nicht nur neue Produkte, Fertigungslösungen und Dienstleistungen werden auf der METAV vorgestellt. Mit ihrem hohen Zuspruch seitens internationaler Aussteller und Besucher ist sie auch eine gute Plattform für die Präsentation und Diskussion von Trends und Themen, die Anwender und Anbieter von Fertigungstechnik, die Wissenschaftler und Unternehmer gleichermaßen bewegen. Deshalb gibt es die METAV-Veranstaltung praxis+trends. Auf der METAV München wird am 05. April 2006 unter dem Titel „Beißen den Letzten immer die Hunde?“ das Thema „Potenziale in der Produktion erschließen – Best practice für kleine und mittlere Unternehmen in komplexen Zulieferketten“ diskutiert.

Der METAV-Verbund ist nach der EMO und der IMTS in Chicago die drittgrößte Messe für Fertigungstechnik weltweit. In den geraden Jahren ist sie das bedeutendste Messeereignis für die metallbearbei-tende Industrie in Europa.

Gute wirtschaftliche Vorgaben für die METAV 2006

„METAV-Aussteller werden dieses Jahr von den guten Konjunkturvor-gaben profitieren können“, prognostiziert Helmut v. Monschaw vom Messeveranstalter VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) vor den internationalen Fachjournalisten. Die Aussteller könnten auf gute Geschäfte hoffen, denn „sowohl die europäische als auch die deutsche Industrie, die von der METAV hauptsächlich adressiert werden, befinden sich auf Wachstumskurs.“

Die europäische Werkzeugmaschinenproduktion habe ihren Tiefstand von 2003 überwunden und sei von 15,8 Mrd. auf 17,8 Mrd. Euro im vergangenen Jahr um 12 Prozent gestiegen. Für 2006 prognostizieren VDW und das Münchner ifo-Institut ein weiteres Wachstum von 3 Prozent auf dann über 18 Mrd. Euro. In ähnlicher Höhe wird voraussichtlich der Werkzeugmaschinenverbrauch steigen.

Der deutsche Werkzeugmaschinenbau kann ebenfalls auf ein gutes Jahr 2005 schauen. Die Produktion wird einschließlich Ersatzteilgeschäft und Dienstleistungen die 10 Mrd. Euro-Marke überschreiten und damit zum zweiten Mal in Folge um 6 Prozent zulegen. Durch die zusätzliche Erfassung von Dienstleistungen in der Statistik erreicht die Branche damit sogar wieder das Niveau von 2001.

Treiber des Erfolgs war der Export. Mit rd. 6 Mrd. Euro erreichte die Ausfuhr einen historischen Höchststand. Der Inlandsabsatz hingegen hinkte deutlich hinterher, schloss aber mit 2 Prozent Zuwachs ebenfalls im Plus.

Für 2006 zeigen die wichtigen Indikatoren für den Inlandsabsatz von Werkzeugmaschinen nach oben: Bruttoinlandsprodukt, Ausrüstungs-investitionen und die Investitionspläne fast aller wichtigen Kundenin-dustrien mit Ausnahme der Autoindustrie beschreiten den Wachs-tumspfad. Daher wird der Inlandsabsatz nochmals leicht zulegen und sich stabilisierend auf die Werkzeugmaschinenproduktion auswirken. Der Auftragseingang aus dem Ausland hingegen zeigt leichte Bremsspuren, so dass der Export voraussichtlich knapp unter seinem hohen Niveau von 2005 bleibt. Insgesamt ergibt sich daraus, dass die deutsche Werkzeugmaschinenproduktion im laufenden Jahr die 10,2 Mrd. Euro wieder erreichen kann.

von Sylke Becker (VDW)