Erich kennt die Antwort

Klingseisen startet mit „Erich“ einen KI- Assistent für die Zerspanung. Er liefert Werkzeugempfehlungen, Schnittdaten und Hinweise zur Prozessoptimierung.

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Die Erich Klingseisen KG stellt „Erich“ vor. Seinen Namen trägt der KI-Assistent für Zerspanungsanwender zu Ehren Erich Klingseisens, der das Handelshaus 1948 gründete.©Klingeisen

Die Erich Klingseisen KG stellt „Erich“ vor. Seinen Namen trägt der KI-Assistent für Zerspanungsanwender zu Ehren Erich Klingseisens, der das Handelshaus 1948 gründete. Erich beantwortet Produktfragen und technische Anwendungsfragen im selben Dialog. Entwickelt hat Klingseisen die Lösung gemeinsam mit dem Technologiepartner relyon. Datenbasis, Fachlogik und Praxisbeispiele stammen aus dem eigenen Haus.

„Viele Kunden wissen sehr genau, welches Bearbeitungsproblem sie lösen müssen, aber nicht immer, welcher Artikel dazu passt“, sagt Philip Klingseisen, Mitglied der Geschäftsleitung der Erich Klingseisen KG. „Mit Erich können wir ihnen einen weiteren Beratungskanal anbieten, über den sie schnell und einfach zum passenden Werkzeug kommen.“

Erich zu fragen, ist bewusst nutzerfreundlich angelegt. Anwender formulieren ihre Anfrage in eigenen Worten, Tippfehler und auch abweichende Begriffe sind kein Problem. ©Klingseisen

Erich hat den gesamten Werkzeugbestand von Klingseisen im Blick und nach kurzer Zeit die Antwort parat. Der Assistent greift auf das Produktinformationssystem (PIM) von Klingseisen zu und damit auf rund 500.000 Artikel verschiedener Hersteller, einschließlich Spezifikationen, Listenpreise und Verfügbarkeiten.

Konkrete Empfehlungen für die Zerspanung

Erich ist weit mehr als ein Produktfilter. Hinter der Oberfläche arbeiten spezialisierte KI-Agenten, die neben den Artikeldaten auch Herstellerkataloge, technische Ratgeber und Schnittdatentabellen auswerten. „Allein für Wendeschneidplatten liegen mehrere hunderttausend Datensätze mit empfohlenen Schnittwertebereichen je Werkstoff und Materialhärte vor“, erklärt Nikolas Klingseisen, ebenfalls Mitglied der Geschäftsleitung der Erich Klingseisen KG.

Erich greift auf das Produktinformationssystem (PIM) von Klingseisen zu und damit auf rund 500.000 Artikel verschiedener Hersteller, inklusive Spezifikationen, Listenpreise und Verfügbarkeiten. Statt einer Trefferliste mit 40 Werkzeugen liefert er eine begründete Vorauswahl. ©Klingseisen

Der Nutzen zeigt sich vor allem dort, wo Produktvielfalt und Anwendungstechnik zusammenkommen. Klingseisen führt ein breites Sortiment mit mehreren hunderttausend Artikeln. Wer in diesem Umfeld ein Werkzeug sucht, braucht oft mehr als eine bloße Artikelnummer. Entscheidend sind Werkstoff, Bearbeitung, Maschine, Kühlung, Geometrie, Beschichtung, Verfügbarkeit und Preis. Erich bündelt diese Informationen in einem Dialog und führt schneller zu einer belastbaren Vorauswahl.

Auch bei Störungen im Prozess kann der KI-Assistent helfen. Wenn beim Abstechen regelmäßig die Wendeplatte bricht, beim Rändeln eine Doppelrändung entsteht oder beim Bohren die Standzeit nicht ausreicht, kann der Nutzer das Problem beschreiben. Erich gibt dann Hinweise zu möglichen Ursachen und nächsten Schritten. Dazu gehören etwa Anpassungen von Schnittwerten, Empfehlungen zur Werkzeuggeometrie oder Rückfragen, wenn für eine fundierte Empfehlung noch Angaben fehlen.

Fragt ein Anwender nach Schnittdaten für eine Platte, deren Spanformer für den genannten Werkstoff nicht erste Wahl ist, widerspricht Erich auch. Dann nennt er die Daten, weist aber auf die bessere Alternative hin. Bei kritischen Anwendungen, etwa Rändeln in Material mit 50 HRC, benennt er die Risiken und rät gegebenenfalls ab.

Erich hat auch Schnittdaten und Tipps rund um die Anwendung der Werkzeuge parat. ©Klingseisen

Die Nutzung erfolgt über die digitale Umgebung von Klingseisen. Perspektivisch soll Erich eng mit dem Shop verzahnt werden. Dann kann der Assistent nach Anmeldung auch kundenspezifische Informationen berücksichtigen, etwa individuelle Preise, Lagerbestände oder bereits gekaufte Produkte. Damit wird aus der Produktsuche ein persönlicher digitaler Beratungskanal. Zum Start soll die Lösung zunächst möglichst leicht zugänglich sein, damit Kunden sie testen und in ihrem Arbeitsalltag einsetzen.

Freitext statt Fachjargon

„Erich zu fragen, ist bewusst nutzerfreundlich angelegt“, sagt Nikolas Klingseisen. „Anwender formulieren ihre Anfrage in eigenen Worten, Tippfehler und auch abweichende Begriffe sind kein Problem.“ Das hilft besonders Berufseinsteigern und Mitarbeitenden, die nicht täglich mit Zerspanungswerkzeugen arbeiten. Erfahrene Zerspaner wiederum sparen sich den Rückgriff auf Kataloge und Herstellerhotlines.
Ein weiterer Vorteil: Erich ist rund um die Uhr über Website und Shop von Klingseisen unter https://shop.klingseisen.de/erich erreichbar. Und reicht
Erichs Wissen einmal nicht aus oder ist die Aufgabe zu komplex, lässt sich mit einem Klick ein menschlicher Fachberater in den laufenden Chat zuschalten. Der Gesprächsverlauf bleibt dabei erhalten.

Auch intern soll Erich die Arbeit erleichtern. Gerade im Innendienst sind Sortimentsbreite, Variantenvielfalt und technische Detailfragen eine Herausforderung. Der KI-Assistent kann Mitarbeiter bei Recherchen, Schnittdaten und Standardanfragen unterstützen. Dadurch bleibt mehr Zeit für komplexe Aufgaben, Angebotsnachverfolgung und persönliche Beratung.

„Die Idee geht auf meine Bachelorarbeit von 2019 zurück. Erst die heutigen KI-Modelle machen sie in dieser Qualität möglich“, sagt Philip Klingseisen. „Wichtig war uns dabei: Der Mensch bleibt jederzeit zuschaltbar. Erich ersetzt unsere Fachberatung nicht, er macht sie rund um die Uhr verfügbar.“

Kontakt:

www.klingseisen.de