Starrag auf der Global Industrie Paris

Stabile Prozesse für kritische Bauteile – von der Einspritzdüse bis zur Großkomponente

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Auf der Global Industrie Paris zeigt Starrag auf einer Bumotec 191neo, wie sich präzise Kleinteile aus anspruchsvollen Werkstoffen prozesssicher in einem durchgängigen Fertigungsablauf bearbeiten lassen. Bild: Starrag

60.000 Fachleute aus über 50 produzierenden Branchen wollen die Veranstalter der Global Industrie Paris vom 30. März bis 2. April in den Norden der französischen Hauptstadt locken. Die Chancen sind gut, denn die Messe ist bekannt für ihre Innovationen. Besonders anspruchsvolle Anwender spricht Starrag an. In Halle 6, Stand 6W151 demonstriert der Schweizer Maschinenhersteller, wie sich auch kleine Bauteile aus anspruchsvollen Werkstoffen mit engen Toleranzen effizient in einem durchgängigen Fertigungsprozess herstellen lassen.

Kritische Fertigungsschritte im Griff

Komplettbearbeitung à la carte: Modulare Zusatzaggregate erlauben auf der Berthiez VT 14 die Kombination von Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen auf einer Maschine. Bild: Starrag

Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit stehen laut Veranstalter GL events Exhibitions Industries branchenübergreifend 2026 im Mittelpunkt. Gefragt sind vorrangig umsetzbare Fertigungsprozesse, die Automatisierung, digitale Prozesskontrolle und einen effizienten Ressourceneinsatz verbinden. Die Global Industrie Paris stellt damit Anwendungen in den Mittelpunkt, an denen sich messen lässt, wie stabil und reproduzierbar Prozesse selbst bei sehr kritischen Fertigungsschritten ablaufen.
Wie das in der Praxis gelingt, demonstriert Starrag auf einer Bumotec 191neo, einem hochflexiblen Dreh-Fräszentrum für die Komplettbearbeitung präziser Kleinteile mit hoher Wertschöpfung. Das System ist auf durchgängige Prozesse ausgelegt und vereint mehrere Bearbeitungsschritte auf einer Plattform – eine Voraussetzung für Anwendungen, bei denen es um enge Toleranzen, Oberflächenqualität und Prozessstabilität geht.

Vorführeffekt: Einspritzdüsen für Triebwerke

Das betrifft in besonderem Maße Einspritzdüsen von Triebwerken, die trotz ihrer geringen Größe zu den funktionskritischen Komponenten eines Flugzeugs zählen. Sie haben direkten Einfluss auf Verbrennung, Emissionen und Betriebssicherheit.
Wie sich diese Düsen auf der Bumotec 191neo schnell, hochpräzise und prozesssicher fertigen lassen, führt das Starrag-Fachpersonal innerhalb von nur rund neun Minuten vor. Ausgangsmaterial sind Stangen mit einem Durchmesser von 9,5 mm, die in einer einzigen Aufspannung mit 15 Werkzeugen komplett bearbeitet werden. Demonstriert wird der Prozess mit einem Bauteil aus Edelstahl, das stellvertretend für die spätere Fertigung aus Inconel steht. Die integrierte Entgratung sorgt für eine gleichbleibend hohe Oberflächenqualität und einen konstanten Kraftstofffluss.
Komplettbearbeitung in einer Aufspannung
Den kompletten Herstellprozess bildet die Bumotec 191neo in einer einzigen Aufspannung ab. Drehen, Bohren, Fräsen, die Bearbeitung der inneren Kraftstoffkanäle sowie die Entgratung greifen dabei nahtlos ineinander. Auf diese Weise lassen sich selbst bei komplexen Geometrien enge Maß- und Lagetoleranzen im Bereich weniger Mikrometer sicher einhalten. Gleichzeitig verbessert die durchgängige Bearbeitung Rundlauf, Oberflächenqualität und Reproduzierbarkeit.

Benchmark für Vertikaldrehen: Berthiez VT

Der französische Produktbereich Berthiez aus Saint-Étienne stellt seine neuen Vertikaldrehmaschine VT 14 und VT 20 vor. Diese komplettieren die VT-Baureihe zusammen mit der größeren VT 28. Kennzeichnend für die VT-Baureihe sind eine besonders steife, schwingungsdämpfende Gusskonstruktion, leistungsfähige Haupt- und Vorschubantriebe sowie die konsequente Auslegung auf präzise Komplettbearbeitung.
Gemeinsamer Nenner mit der Bumotec 191neo ist das Prinzip der durchgängigen Bearbeitung in einer Aufspannung: Je nach Konfiguration ermöglichen die VT-Maschinen Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen auf einer Plattform. Die VT 14 ist für die hochpräzise Bearbeitung rotationssymmetrischer Bauteile mit Durchmessern bis in den Bereich von rund 1,4 m ausgelegt. Die VT 20 erweitert dieses Spektrum auf Bauteildurchmesser bis rund 2 m und Werkstückgewichte bis zu 8 t. Beide Maschinen sind auf enge Maß- und Lagetoleranzen ausgelegt und eignen sich für anspruchsvolle Anwendungen der Aerospace-Industrie oder der Windkraftbranche, etwa bei Strukturbauteilen

Kontakt:

www.starrag.com