Für die Ausbildung von dringend benötigten Metall-Facharbeitern ist das Steinmüller Bildungszentrum (SBZ) in Gummersbach perfekt aufgestellt. Im Jahr 2024 haben die Verantwortlichen in acht hochwertige Fräsmaschinen investiert – allesamt von FPS. So deckt der Bildungsanbieter das gesamte Bedienspektrum ab, vom manuellen Handrad über einfache Strecken- bis hin zur komplexen Highend-CNC-Steuerung.
Metallbearbeitende Betriebe stecken häufig in einem Dilemma. Es fehlt in der Produktion an qualifizierten Facharbeitern. Dadurch bleibt oft keine Kapazität, um auch noch Personal für die Ausbildung der dringend benötigten Nachwuchskräfte freizustellen. Die Lösung: Kooperationen mit Bildungszentren. Das gut vernetzte SBZ in Gummersbach hat hier Vorbildcharakter, denn es ist in ständigem Kontakt mit regional ansässigen Unternehmen und bringt in enger Zusammenarbeit mit ihnen regelmäßig zwischen 40 und 80 gut qualifizierte Absolventen verschiedener Metall- und Elektroberufe hervor.

Laut Bernd Klein, Industriemeister und Prokurist beim SBZ, schätzen Betriebe vor allem die hohe Flexibilität und die moderne technische Ausstattung an seinem Bildungszentrum. Er erläutert dazu: „Unsere Partnerunternehmen können ihre Nachwuchskräfte zu jedem Ausbildungszeitpunkt zu uns schicken, da wir die komplette Ausbildung in unserem Haus anbieten – von den Grundlagen der Metallausbildung bis zur Arbeit an gesteuerten Maschinen, vom Handrad bis zur Highend-CNC.
Der Azubi kann dann aber zu beliebigen Zeitpunkten wieder zurück in den Betrieb gehen und zur Prüfungsvorbereitung wieder bei uns aufschlagen. Egal wann oder mit welchem Ausbildungsziel, wir sind bereit.“

Fräsmaschinenpark in 2024 erneuert
Möglich ist dies nicht zuletzt, weil Steinmüller technisch perfekt aufgestellt ist und über ein breites Equipment verfügt, das Metallverarbeiter in ähnlicher Weise im Einsatz haben. Um diesen Stand zu halten, hat Steinmüller zuletzt im Jahr 2024 wieder investiert und den gesamten Fräsmaschinenpark erneuert. Entscheidend bei der Ausschreibung waren vor allem folgende Kriterien: Die Maschinen müssen robust, zuverlässig, gut einsehbar, übersichtlich bedienbar und unterschiedlich steuerbar sein – vom Handrad bis zur modernsten Highend-CNC-Steuerung.

Eine hohe Fertigungsgenauigkeit, ein guter Service sowie ein möglichst geringer Platzbedarf standen darüber hinaus auf dem Anforderungskatalog.
Vor der Investition waren im Metallbereich Maschinen verschiedenster Hersteller anzutreffen, wie Klein erzählt: „So manche war nahezu schrottreif, andere noch gut in Schuss, aber halt nicht mehr auf dem Stand der Technik.“ Zu den „unkaputtbaren“ zählten insbesondere Deckel-Fräsmaschinen FP3 und FP4.
„Mir war FPS als Nachfolgeunternehmen von Deckel für Service und Retrofit bereits bekannt, und ich wusste, dass die Firma auch neue Maschinen entwickelt und baut. Auf diversen Fachmessen habe ich diese schon gesehen und wusste, dass die Ausstattung der FPS-Maschinen hochwertig ist. Zudem nahm ich an, dass die Qualität den früheren Deckel-Maschinen entspricht“, berichtet Klein.

Maschinen von FPS passen perfekt zu den Anforderungen
Nach diversen Datenabgleichen und Vergleichstests sowie einigen Gesprächen fand der Prokurist des SBZ seine Vermutung bestätigt. Darüber hinaus konnten nicht viele Anbieter sowohl manuelle Fräsmaschinen anbieten, die keine Umhausung brauchen, als auch Highend-CNC-gesteuerte Universal Fräsmaschinen, die mit Steuerungen von Siemens und Heidehain lieferbar sind. Ein Besuch im Warngauer FPS-Hauptsitz beseitigte schließlich die letzten Restzweifel, und es war klar:

Es werden zwei FPS 500M-digital mit Streckensteuerung PT 8016 inklusive Touchpad-Bedienung (ohne Einhausung) und sechs FPS 425M-NC Dualmaster mit den aktuellen Highend-Steuerungen von Siemens und Heidenhain angeschafft. „Bestellung, Lieferung, Inbetriebnahme, Service – alles lief und läuft perfekt“, freut sich der Prokurist. Er erklärt seine Entscheidung für die beiden Maschinentypen aus Ausbildersicht: „Unsere Auszubildenden müssen am Anfang ein Gefühl für das Metall bekommen.
Deshalb gehört nach dem Feilen von Hand das Fräsen an einer offenen Fräsmaschine zu unserem Ausbildungsprogramm. Nur so können sie quasi hautnah erleben, wie ein Fräser von einem Werkstück Material abträgt – mit dem Handrad oder einfacher Streckensteuerung. Tauchen sie zu schnell oder zu tief ein, kommentiert das die Maschine mit einer Vibration oder sogar einem Werkzeugbruch. Solche Erlebnisse vergessen sie nie.“
Ohne Umhausung lernen – dank Heidenhainsteuerung PT 8016

Die Möglichkeit ohne Umhausung zu lernen und trotzdem eine mit Touchscreen bedienbare Steuerung integriert zu haben, bietet FPS unter anderem mit seiner FPS 500M-digital. Entscheidend dafür ist die Ausstattung mit einer Streckensteuerung Heidenhain PT 8016. Diese erlaubt die satzweise Abarbeitung der zuvor auf einfache Art und Weise erstellten Programme. Die Heidenhain PT 8016 ist daher ideal für die Grundausbildung und das Heranführen an die Logik der CNC-Programmierung.
Bernd Klein ist überzeugt, damit die richtige Maschinen-Steuerung-Kombination zu haben: „Unsere Schüler sind zu Beginn mit dem Spannen der Werkstücke und dem Abzeilen von einem Satz genug gefordert. Wenn sie das sicher beherrschen, gehen wir mit ihnen den nächsten Schritt – auf die CNC-gesteuerten FPS Dualmaster.“
Die beim SBZ eingesetzten FPS 425M-NC sind äußerst kompakt aufgebaut, bieten aber alles, was eine moderne CNC-Ausbildungsmaschine braucht. Sie sind aufgrund ihrer stabilen Konstruktion sehr robust, zuverlässig, und von höchster Präzision. Ein weiterer entscheidender Punkt: die Ausstattung mit den aktuellen Highend-CNC von Siemens und Heidenhain. „Unsere Partnerunternehmen arbeiten fast alle mit einer von diesen beiden Steuerungstypen. Entsprechend sind unsere Azubis immer in der gleichen Programmierumgebung unterwegs“, bekräftigt Klein.

Nah an der Praxis – dank FPS-Dualmaster mit Highend-CNC
Mit dem Touchscreen an der Benutzereinheit kommen die jungen Auszubildenden in der Regel sofort zurecht. Für Industriemeister Klein ein Grund, warum sie auch bei der CNC-Programmierung schnell Fortschritte machen. Die intuitiven Oberflächen von Siemens und Heidenhain tragen das ihre dazu bei. Dabei lernen die Schüler sowohl mit G-Code als auch Arbeitsschrittprogrammierung verschiedene komplexe Bauteile zu programmieren.
Ist das CNC-Programm fertig gestellt, können sie den Zerspanungsvorgang als Bildschirmsimulation betrachten. In der Regel gibt der Meister anschließend das Programm frei, dann schließen sie die nicht mitfahrende Komplettumhausung und drücken den Startknopf.
Dank der großen Sichtfenster lässt sich der Fräsvorgang von verschiedenen Seiten beobachten und selbst bei einem Crash kann nichts passieren, denn die Scheiben sind laut Wilhelm Buchholz, Gebietsverkaufsleiter bei FPS, geprüft und sicher. Bernd Klein bestätigt dies aus praktischer Erfahrung: „Es ist tatsächlich schon mal passiert, dass ein Auszubildender mit voller Drehzahl in die falsche Achsrichtung gefahren ist. Das abfliegende Werkzeug hat die Scheibe gecrasht, aber nicht durchdrungen. Der junge Mann war kreidebleich, aber weder er noch die Maschine hat – außer der defekten Scheibe – einen Schaden davongetragen.“
Unglaubliche Laufruhe und Fertigungsgenauigkeit

Auch rückblickend sind Bernd Klein und seine Ausbilder überzeugt von der in 2024 getroffenen Entscheidung. Dabei erinnert er sich noch gut an das, was ihn beim Besuch von FPS in Warngau am meisten beeindruckt hat: „FPS fertigt rund 80 Prozent der verbauten Teile in der eigenen Fertigung, sie schaben dort die Gleitführungen von Hand ein und haben ein beeindruckendes Qualitätsmanagement. Alles in allem führt das zu einer unglaublichen Laufruhe und Fertigungsgenauigkeit bei allen Maschinen.“
Dies bestätigt auch Wilhelm Buchholz, Gebietsverkaufsleiter bei FPS, und ergänzt: „Das Konzept unserer Maschinen – ob FPS 500M-digital oder FPS 425M-NC – kombiniert die Vorteile einer stabilen Gusskonstruktion mit denen von Linearführungen und handgeschabten Gleitführungen. Dadurch erreichen wir eine außerordentliche Maschinensteifigkeit und Vibrationsfreiheit. So erreichen unsere Universalfräsmaschinen Positioniergenauigkeiten von bis zu 5 µm.“
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