Das modulare SUMOCHAM-Bohrsystem von ISCAR mit unterschiedlichen Bohrkörpern und auswechselbaren Bohrköpfen hat sich in der Zerspanung seit vielen Jahren bewährt. Das Prinzip ist so einfach wie praktisch und ermöglicht einen prozesssicheren, wirtschaftlichen und nahezu rüstzeitfreien Einsatz. SUMOCHAM erfüllt im Standardumfang bereits eine breite Palette von Anwendungsfällen und ist eine leistungsstarke, zuverlässige Basis für zahlreiche Aufgaben. Für spezifische Anforderungen bietet das System zudem flexible Anpassungsmöglichkeiten. Und hier kommen die SUMOCHAM-Sonderwerkzeuge ins Spiel.
ISCARs SUMOCHAM-System bietet im Standard Bohrer mit Wechselköpfen in Durchmessern von vier bis 32,9 Millimetern und in Längen von 1,5 bis 12xD. Die Bohrkörper lassen sich mit zwölf unterschiedlichen Bohrkopf-Geometrien bestücken. Für hohe Standzeiten und eine sehr gute Spankontrolle sorgt eine innere Kühlmittelzufuhr direkt in die Schnittzone. Die Bohrköpfe sind in der TiAlN-PVD beschichteten Feinstkornsorte IC908 ausgeführt. Das macht sie auch bei hohen Schnittwerten temperaturbeständig und verschleißfest. „Damit sind schon sehr viele Bohrprozesse abgedeckt, aber wenn es um eine Optimierung auf Sekundenbruchteile geht, kommt der Anwender oft nicht an einer Sonderkonstruktion vorbei“, weiß Patrick Muller, Product Manager Drilling bei ISCAR, und zählt die Vorteile auf: „Mit einem auf das Bauteil abgestimmten Sonderwerkzeug lässt sich der Bearbeitungsprozess vereinfachen und die Eingriffszeit reduzieren. Der Aufwand für Rüst- und Einfahrvorgänge reduziert sich und auch die Anzahl der Werkzeuge.“
Nur wenige Einschränkungen

Beim modularen SUMOCHAM lassen sich sowohl die Bohrkörper als auch die -köpfe modifizieren. ISCAR kann die Bohrkörper so konstruieren, dass mehrere Bearbeitungsschritte in einem Werkzeug zusammengefasst sind, etwa Aufbohren, Planen, Fasen oder Stufenbearbeitungen. Für noch mehr Flexibilität bei der Bearbeitung sind auch Lösungen mit Kassetten möglich, mit denen sich beispielsweise die Länge von Bohrstufen und der Durchmesser einstellen lässt. Auch bei den Bohrköpfen hat der Anwender zahlreiche Modifikationsmöglichkeiten. Abweichende Durchmesser, spezielle Spitzenwinkel, kleine Stufen, besondere Eckenradien oder alternative Beschichtungen für eine optimierte Standzeit gehören zu den häufig umgesetzten Modifikationen. „Wir können die Werkzeuge ganz exakt auf die jeweilige Anwendung abstimmen“, sagt Patrick Muller. „Im Grunde gibt es hier nur wenige technische Beschränkungen.
Alles, was sich auf 300 Millimetern Länge und einem Durchmesser von 32,9 Millimetern umsetzen lässt, geht. Größere Bohrungen lassen sich durch Alternativwerkzeuge abbilden.“
Einfache Anpassungen, wie etwa eine zusätzliche Fase oder eine kleine Stufe, können Anwender über ISCARs iQuote selbst definieren. Bei komplexeren Projekten legen die ISCAR-Mitarbeiter gemeinsam mit dem Anwender die spezifische Lösung aus. Anschließend prüft die Konstruktion die Machbarkeit auf Herz und Nieren, bevor die Fertigung in Ettlingen erfolgt.
Maßanfertigungen für eine höhere Produktivität

So entstehen Lösungen, die weit über den Standard hinausgehen und genau auf den Anwendungsfall angepasst sind. Oft kombinieren sie mehrere Bearbeitungsschritte in einem einzigen Werkzeug, was die Zahl der Werkzeugwechsel pro Zyklus deutlich reduziert. „Wir reden hier von vier oder fünf unterschiedlichen Prozessschritten in einem Werkzeug“, sagt der Produktmanager. „Beispielsweise haben wir ein 5-in-1-Werkzeug gebaut, mit dem der Anwender bohren, aufbohren, fasen, rückwärtsentgraten und gewindefräsen kann. Mit der Lösung reduzierten wir im Prozess die Nebenzeiten und konnten die Produktivität messbar steigern.“
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