Bohrersortiment um VHM-Tieflochbohrer erweitert

Der CoroDrill Dura 462 ergänzt das Bohrersortiment an Tieflochbohrern für Anwendungen bis 30×D

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Sandvik Coromant erweitert die CoroDrill Dura 462 Serie©Sandvik Tooling

Fertigungsunternehmen stehen unter dem Druck, ihre Produktionskosten zu senken und gleichzeitig eine hohe Bauteilqualität sowie Prozesssicherheit bei einer Vielzahl unterschiedlicher Werkstoffe und Anwendungen zu gewährleisten. Um Bohrvorgänge zu vereinfachen, hat Sandvik Coromant seine CoroDrill® Dura 462 Serie um eine Reihe von Vollhartmetall-Tieflochbohrern ergänzt. Damit werden die Einsatzmöglichkeiten der Serie vom Mikro- und Kurzlochbohren auf Anwendungen bis zu 30×D erweitert, sodass mehr Bohranforderungen mit nur einer einzigen Bohrerreihe abgedeckt werden können.

In Branchen wie dem allgemeinen Maschinenbau, der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der Öl- und Gasindustrie sowie dem Pumpen- und Ventilbau sind Unternehmen bestrebt, mit weniger Werkzeugen mehr zu erreichen. Die Reduzierung des Werkzeugbestands, die Vereinfachung der Werkzeugauswahl und die Steigerung der Maschinenauslastung sind daher zu zentralen Prioritäten geworden. Das Ziel der Unternehmen ist es, ihre Effizienz zu steigern und gleichzeitig die Kosten zu kontrollieren. Dabei bleibt die Zuverlässigkeit von entscheidender Bedeutung – insbesondere beim Tieflochbohren. Denn dort können Werkzeugstabilität, Präzision und Spankontrolle die Produktivität und Rentabilität direkt beeinflussen.

Sandvik Coromant hat sein Bohrersortiment um Tieflochbohrfähigkeit erweitert ©Sandvik Coromant

Der neue CoroDrill Dura 462 wurde speziell für diese Herausforderungen entwickelt. Er ist für das zuverlässige Bohren verschiedener Werkstoffe ausgelegt und kombiniert eine robuste Geometrie der Sorte X2BM mit einer Zertivo® 2.0 PVD-Beschichtung sowie einem mikrokristallinen Hartmetallsubstrat. Dadurch liefert er in einem breiten Anwendungsspektrum eine hohe Leistung. Das neue Sortiment umfasst Bohrerlängen von 12 bis 30×D und ergänzt das bestehende CoroDrill Dura 462 Portfolio. Fertigungsunternehmen steht somit eine einheitliche Bohrlösung für Mikrobohrungen und Tiefbohrungen zur Verfügung.

Bei der Entwicklung wurde ein zentraler Schwerpunkt auf die Prozesssicherheit gelegt. Beim Tieflochbohren gibt es verschiedene Herausforderungen: Dazu zählen die Positionsgenauigkeit, die Belastungs- und Schubkräfte sowie der Spanabtransport. Um diese zu bewältigen, verfügt der Bohrer über eine optimierte Tieflochgeometrie mit verfeinertem Spankanal-Design, versetzten doppelten Führungsfasen, doppelten Ausspitzung, tangentialen Fußradien und einem Spitzenwinkel von 135 Grad. All diese Merkmale tragen dazu bei, die Stabilität zu verbessern, die Schnittkräfte zu reduzieren, die Bohrlochqualität zu steigern und eine längere Standzeit zu gewährleisten.

„Was wir von unseren Kunden immer wieder hören, ist, dass die Prozesssicherheit für sie nach wie vor eine der Top-Prioritäten ist“, berichtet James Thorpe, Global Product Manager bei Sandvik Coromant. „Gleichzeitig suchen viele Unternehmen kein optimiertes Werkzeug für eine einzelne Anwendung. Sie wollen eine Lösung, die über ein breites Spektrum an Werkstoffen und Bedingungen hinweg zuverlässige Ergebnisse liefert. Genau dafür wurde der neue CoroDrill Dura 462 Tieflochbohrer entwickelt.“

Der CoroDrill Dura 462 verbessert die Prozesssicherheit und sorgt für nachweisbare Produktivitätssteigerungen. In Feldversuchen bei Kunden, bei denen der Tieflochbohrer im Vergleich zu Werkzeugen von Mitbewerbern getestet wurde, konnte eine durchschnittliche Steigerung der Standzeit um 45 Prozent bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität um 25 Prozent erzielt werden. Diese Vorteile helfen Fertigungsunternehmen, die Kosten pro Bohrung zu senken und gleichzeitig eine gleichbleibend hohe Bohrleistung bei verschiedenen Werkstoffen zu gewährleisten.

Außerdem wird mit dem neuen Tieflochbohrer die Lagerplanung vereinfacht. Für Anwendungen mit einem Verhältnis von Bohrtiefe zu Durchmesser von über 15×D wird empfohlen, einen entsprechenden CoroDrill Dura 462 Kurzlochbohrer mit einer Tiefe von 3 oder 5×D zum Anbohren zu verwenden. Dadurch werden spezielle Vorbohrer überflüssig. Die Angleichung der Durchmesser von Tiefloch- und Kurzlochbohrern innerhalb derselben Serie ermöglicht schließlich eine optimierte Bohrstrategie bei gleichzeitiger Reduzierung der erforderlichen Werkzeuge.
Bei der Entwicklung spielten neben der Leistung auch die Aspekte Nachhaltigkeit und Betriebskosten eine wichtige Rolle. Der Bohrer wurde deshalb so konzipiert, dass er sich mehrfach aufarbeiten lässt, ohne dass die ursprüngliche Leistung oder der Durchmesser beeinträchtigt werden. In Kombination mit der durch Geometrie, Beschichtung und Substrat erzielten verlängerten Standzeit hilft der Bohrer Unternehmen somit, den Werkzeugverbrauch zu senken, Kosten zu reduzieren und Ressourcen effizienter zu nutzen.

„Jede Entscheidung beim Design des CoroDrill Dura 462 basiert auf den realen Gegebenheiten im Zerspanungsprozess“, erläutert Cory Carpenter, Global Product and Digital Application Specialist bei Sandvik Coromant. „Mit dieser neuesten Erweiterung können Fertigungsunternehmen nun alles von Mikrobohrungen und kurzen Bohrungen bis hin zu Tieflochbohrungen mit einer einzigen, bewährten Serie von Bohrwerkzeugen bewältigen. Das bedeutet weniger Entscheidungen bei der Werkzeugauswahl, geringere Komplexität und mehr Sicherheit bei jedem Bohrvorgang.“

Kontakt:

www.sandvik.coromant.com