Der Ansatz zielt auf CNC-Fertiger, die Medical-Bauteile wie Schrauben, Dentalimplantate,
Instrumentenkomponenten oder Gerätebauteile wirtschaftlich und prozesssicher herstellen
müssen. Steigende Variantenvielfalt, Kostendruck und Fachkräftebedarf erhöhen hier den
Druck, kleinteilige Prozessketten mit mehreren Maschinen, manuellen Umspannvorgängen
und hohen Handhabungsanteilen neu zu bewerten. Produktionsdrehen entwickelt sich damit zur Plattform für verdichtete, automatisierbare und qualifizierbare Serienprozesse.
Produktionsdrehen als integrierte Prozessplattform Unter Produktionsdrehen versteht DMG MORI ein Portfolio horizontaler Drehplattformen für die produktive Komplettbearbeitung rotationssymmetrischer und komplexer Bauteile. Je nach Anwendung kommen Maschinen mit Hauptspindel, Gegenspindel, mehreren Werkzeugträgern, angetriebenen Werkzeugen, Y-Achse und Stangenbearbeitung zum Einsatz. Mehrere Bearbeitungsschritte lassen sich parallelisieren, Nebenzeiten reduzieren und Bauteile in einem weitgehend durchgängigen Prozess vom Rohmaterial bis zum fertig bearbeiteten Werkstück führen.
Für Anwendungen aus dem Medical Bereich verbindet DMG MORI diese Maschinenarchitektur mit branchenspezifischer Prozessauslegung. Dazu zählen SPRINT Langdrehautomaten und kompakte Produktionsdrehmaschinen für stangenbasierte Kleinteile wie Schrauben und Dentalimplantate, MULTISPRINT Konzepte für ochproduktive
Variantenfertigung, NZ und NZX Plattformen für komplexere Instrumentenkomponenten sowie Dreh-Fräslösungen für präzise Gerätekomponenten.

Anwendungsbreite von Schrauben bis Gerätekomponenten
Für Medical-Anwendungen überträgt DMG MORI das Produktionsdrehen auf nterschiedliche
Bauteilfamilien. Bei stangenbasierten Kleinteilen wie Knochenschrauben oder Dentalimplantaten stehen SPRINT Langdrehautomaten und MULTISPRINT Konzepte im Vordergrund. Sie unterstützen die produktive Bearbeitung aus der Stange, reduzieren Umspann- und Handhabungsschritte und schaffen stabile Voraussetzungen für wiederholgenaue Serienprozesse.
Bei komplexeren Instrumentenkomponenten wie Griffen, Gelenkteilen, Verbindungselementen oder Steckprofilen bieten die NZ Plattform, NZX Baureihe und SPRINT Revolvermaschinen zusätzliche Möglichkeiten zur Parallel- und Komplettbearbeitung. Haupt- und Gegenspindel, mehrere Revolver, Y-Achsen und angetriebene Werkzeuge ermöglichen Vorder- und Rückseitenbearbeitung, Querbohrungen, Konturen und Planflächen in einem integrierten Prozess. Dadurch lassen sich Taktzeiten verkürzen, interne Handhabungsschritte reduzieren und geometrische Zusammenhänge besser beherrschen.
Auch rotationssymmetrische Gerätebauteile mit zusätzlichen Fräsanteilen lassen sich auf
geeigneten Produktionsdrehplattformen wirtschaftlich fertigen. Dazu zählen Wellen, Gehäuse, Kupplungselemente oder Komponenten für medizintechnische Antriebs- und
Handhabungssysteme. Die Integration von Dreh- und Fräsoperationen unterstützt
Rundlaufgenauigkeit, Formtreue und dokumentierbare Bearbeitungszustände. Prozess-,
Werkzeug- und Werkstückdaten können für Rückverfolgbarkeit, Qualitätsbewertung und
auditfähige Dokumentation nutzbar gemacht werden.
Vom Maschinenkonzept zum qualifizierbaren Serienprozess

DMG MORI begleitet Anwender in der Medizintechnik von der Auswahl geeigneter Dreh- und Fräsmaschinen über Automation und Peripherie bis zur Auslegung qualifizierbarer Serienprozesse. Dazu zählen Greenfield- und Brownfield-Beratung, Fertigungsplanung,
Technologieauslegung, Prozessentwicklung, Inbetriebnahme und Service im laufenden
Produktionsbetrieb. Über Medical Excellence Zentren bündelt DMG MORI Maschinen, Applikationswissen, Automation, Digitalisierung und Prozesskompetenz für medizintechnische Anwendungen. Damit verschiebt sich der Fokus vom einzelnen Maschinenkonzept zur integrierten Produktionsarchitektur.
Ganzheitliches Produktportfolio für individuelle Fertigungslösungen
Die Konzeption von Fertigungslösungen für medizintechnische Applikationen geht weit über das Produktionsdrehen und die damit verbundenen Bauteile hinaus. Die Medical Excellence Zentren greifen auf ein breites Maschinenportfolio zurück, um anwendungsspezifische Lösungen für eine wirtschaftliche Produktion zu konzipieren. Bestes Beispiel hierfür ist die Bearbeitung von anspruchsvollen Implantaten und orthopädischen Instrumenten auf der NTX 500. Das kompakte Dreh-Fräszentrum realisiert eine effiziente und qualitätsorientierte 6-Seiten-Komplettbearbeitung. Eine integrierte Roboterautomation (IMTR) steigert die Produktivität bei Bedarf zusätzlich.
Produktionsdrehen als Antwort auf Anforderungen der Medizintechnik
Prozessintegration, Automation und Digitale Transformation (DX) bilden im integrierten
Zusammenspiel einen konkreten Lösungsansatz für die zentralen Herausforderungen der
Branche. Damit ebnet DMG MORI gleichzeitig den Weg zu einer neuen Definition des
Produktionsdrehens im Medical-Bereich: für weniger fragmentierte Abläufe und mehr
Produktivität und Transparenz in Produkten und Prozessen.
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