
Wie viele Unternehmen der Werkzeugmaschinenbranche richtet Peiseler sein Angebot infolge des Strukturwandels in der Automobilindustrie verstärkt auf weitere Anwenderbranchen aus. Auf der AMB können sich Fachbesucher auf dem Stand 10B86 in Halle 10 einen Eindruck davon verschaffen. Der Hersteller von Wendern, Drehtischen, Zweiachs-Schwenkeinrichtungen, Schwenkköpfen und Werkstückwechseltischen zeigt dort zum Beispiel Weiterentwicklungen, die auf die besonderen Anforderungen in der Luft- und Raumfahrt und der optischen Industrie ausgerichtet sind.

Modifizierte ZAS 250 erleichtert Turbinenbau
„Wenn Aerospace-Kunden Triebwerkskomponenten aus hochwarmfesten Legierungen oder komplexe Geometrien mit extremen Oberflächengüten fertigen, sind höchste Präzision, Qualität und Sicherheit gefragt“, betont Peiseler-Geschäftsführer Arnd Kulaczewski. „Genau dafür sind wir in unserem Segment der geeignete Partner.“ So gelte es auch bei der Herstellung von Turbinenbauteilen, besonderen Ansprüchen gerecht zu werden. Neben dem Einsatz in der Luft- und Raumfahrt spielen diese Komponenten ebenfalls in der Energietechnik eine wichtige Rolle.
Das Remscheider Unternehmen hat dafür die zweiachsige Lösung ZAS 250 weiterentwickelt, die in eine Schleifmaschine integriert ist. Sie ist mit einer speziellen Achsanordnung sowie -geometrie gezielt auf diese Anforderungen zugeschnitten.
Der Anwender profitiert dadurch von einer besseren Zugänglichkeit gerade bei anspruchsvollen Bauteilgeometrien und einer größeren Flexibilität bei unterschiedlichen Werkstückformen. Darüber hinaus hat Peiseler hohen Wert auf eine durchgängige Sensorik und Aktuatorik entlang des Schleifprozesses gelegt. Die damit mögliche kontinuierliche Überwachung und aktive Steuerung des Spanprozesses bedeutet auch für die Hersteller von Turbinenbauteilen eine höhere Prozesssicherheit.
Weiterentwickelter Wender AWD 160 für die Optikindustrie
Für den Einsatz in der optischen Industrie hat Peiseler den Wender AWD 160 weiterentwickelt und gezielt an die dort herrschenden Bedingungen angepasst. „Hier ging es erst einmal um die Integration in die engen, speziellen Bauräume, wie sie in der Brillenglas-Bearbeitung üblich sind“, beschreibt Kulaczewski. „Und darum, unsere Positionierungstechnologie an die ausgesprochen hohen Anforderungen in der vorhandenen Prozessumgebung anzupassen.“

So mussten zum Beispiel für die hier zum Einsatz kommende Rundachse gezielt Werkstoffe ausgewählt werden, die bei den herrschenden Bedingungen standhalten. Denn Kühlschmierstoffe, Poliersuspensionen und feinster Kunststoffabrieb setzen den Maschinenbaukomponenten dauerhaft zu. Dank der kompletten Weiterentwicklung ist es gelungen, eine hohe Beständigkeit über die gesamte Einsatzdauer zu erreichen. Das Ergebnis der Peiseler-Lösung für die Optikindustrie: weniger verschleißbedingte Stillstände und eine gleichbleibend hohe Oberflächengüte.
ATC-Baureihe für vielfältigen Einsatz
Ebenfalls ein Thema auf dem Peiseler-Stand ist die ATC-Serie, deren horizontal und vertikal einsetzbare NC-Teilgeräte sowie Dreh-Schwenktische sich als Aufrüst- oder Nachrüstlösungen genauso eignen wie für Retrofit-Projekte. Ein optimierter Antriebsstrang sorgt nun für eine höhere Leistungsdichte. Davon können sich die Besucher des Peiseler-Standes bei einem Kräftemessen persönlich überzeugen. Eine ATC-Armdrückmaschine vermittelt einen markanten Eindruck von den Kraftverhältnissen eines solch kleinen Gerätes. „Das ist sicher ein gewisser Gag, aber zugleich eine Einladung, unsere Präzisionstechnik kennenzulernen“, unterstreicht Kulaczewski. „Und damit auch, wie wir unsere Lösungen für neue Anwendungsfelder weiterentwickeln.“
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