Vom Ölnebel zum Feinstaub

Absolent stellt neue AD-Baureihe vor

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AD051, AD101 und AD151 decken Luftmengen von 900 bis 14.000 m³/h ab. ©Absolent

Absolent ist seit mehr als 30 Jahren auf die Filtration von Ölnebel und Ölrauch spezialisiert und liefert seit 2012 zusätzlich Lösungen für trockene Stäube und Rauchgase. Mit der neuen AD-Baureihe bündelt das Unternehmen dieses Know-how nun in sechs Modellen, die von kompakten Einzelplatzlösungen bis zu zentralen Anlagen für Luftvolumenströme bis 13.500 Kubikmeter pro Stunde reichen. Drei der sechs Modelle sind zusätzlich in ATEX-zertifizierter Ausführung für Bereiche mit explosionsfähigem Staub erhältlich. „Fertigungsprozesse, bei denen trockener Staub und Rauchgase entstehen, bergen Risiken für Mitarbeitende, Anlagen und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben“, erklärt René Rüping, Geschäftsführer bei Absolent Deutschland. „Strenge Arbeitsplatzgrenzwerte und ATEX-Vorgaben verlangen zertifizierte Absauglösungen mit nachweisbarer Filterleistung. Genau dafür haben wir die AD-Baureihe entwickelt.“

Die AD-Baureihe von Absolent im Praxiseinsatz: kompakte Bauweise für Fertigungsumgebungen mit begrenzter Stellfläche. ©Absolent

Drei Baugrößen, zwei Ausführungen

Die AD-Baureihe umfasst die Modelle AD051, AD101 und AD151 sowie die baugleichen ATEX-Varianten AD051 EX, AD101 EX und AD151 EX. Der Leistungsbereich der Baureihe deckt Luftmengen von 900 bis 14.000 m³/h ab.

Alle Modelle sind wahlweise mit einem integrierten, Frequenzumrichter gesteuerten Ventilator oder für den Anschluss an einen externen Lüfter ausgelegt. Die Gehäuse bestehen aus Galfan-Stahl und sind sowohl für den Innen- als auch für den Außeneinsatz geeignet. Das Material zeichnet sich durch eine hohe Korrosionsbeständigkeit und eine lange Lebensdauer aus.

Abhängig von der Anwendung wird der abgeschiedene Staub entweder in einer Sammelschublade oder in einer Staubtonne gesammelt. Nach Unternehmensangaben benötigt die AD-Baureihe dabei deutlich weniger Stellfläche als vergleichbare Wettbewerbsgeräte. „Die modulare Bauweise gibt Betreibern eine echte Wahl“, so René Rüping. „Wer wenig Stellfläche zur Verfügung hat, kann eine kompaktere Auslegung wählen. Wer stattdessen die Standzeit maximieren will, um die Betriebskosten über die Nutzungsdauer zu senken, entscheidet sich für eine größere Filterauslegung.“

Absolent Vertical Airflow Technology

Kern der AD-Baureihe ist die vertikale Luftstromtechnologie. Die verunreinigte Luft strömt am Geräteeinlass ein und wird an senkrecht montierten Filterelementen vorbei nach unten geführt. Gröbere Partikel werden bereits vor dem eigentlichen Filtermedium abgeschieden, was dessen Standzeit verlängert. Der bei der Impulsstrahlabreinigung gelöste Staub fällt direkt in die Sammelschublade beziehungsweise den Auffangbehälter, statt sich erneut auf darunterliegenden Filtern abzusetzen. Ein integrierter Differenzdrucksensor löst die Abreinigung bedarfsgerecht aus und hält so den Druckluftverbrauch niedrig. Die Filter sind nach Staubklasse M zertifiziert und erreichen einen Abscheidegrad von über 99,9 Prozent. Optional ist ein Nachfiltermodul mit HEPA-H13-Filtern erhältlich.

Filterwechsel ohne Werkzeug

Für die Wartung setzt Absolent auf das patentierte CleanChange-System. Die miteinander verbundenen Filterelemente lassen sich vollständig von der Reinluftseite aus entnehmen. Das Bedienpersonal muss dafür zu keinem Zeitpunkt den kontaminierten Bereich betreten, und Spezialwerkzeug ist nicht erforderlich. „Für den Filterwechsel muss der Mitarbeiter nicht in das Filtergehäuse eingreifen. Die Spannvorrichtung befindet sich ausschließlich im Reinluftbereich und ist vom belasteten Luftstrom getrennt“, erläutert René Rüping. „Das reduziert die Belastung des Personals durch Partikel und Rauchgase und verkürzt gleichzeitig die Servicezeit in der Produktion.“

ATEX-zertifiziert für explosionsfähigen Staub

Für Anwendungen mit brennbarem oder explosionsfähigem Staub bietet Absolent mit den EX-Varianten eine nach der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU zertifizierte Ausführung an. Diese eignet sich für leitfähige und metallische Stäube sowie für leitfähige Stäube. Das eingesetzte Filtermedium ist zusätzlich antistatisch ausgelegt. Je nach standortspezifischer Risikobewertung und verfügbarer Stellfläche stehen drei Explosionsschutzkonzepte zur Auswahl: eine Explosionsentlastungsklappe, eine Klappe mit Umlenkeinrichtung oder eine flammenlose Druckentlastung. „Wir können dabei helfen, das ATEX-Risiko der Staubprobe zu bestimmen“, so René Rüping

Einsatz von der Schweißerei bis zur Pharmaproduktion

René Rüping, Geschäftsführer bei der Absolent Air Care GmbH: „Mit der AD-Baureihe bieten wir für jede Anwendung die passende Lösung, von der kompakten Einzelplatzabsaugung bis zur ATEX-zertifizierten Zentralanlage.“ ©Absolent

Die AD-Baureihe ist für ein breites Spektrum trockener Anwendungen ausgelegt, bei denen Partikel, Dämpfe oder explosionsfähiger Staub entstehen. Dazu zählen MIG-, WIG-, E-Hand-, Laser- und Plasmaschweißen sowie thermisches Trennen, das Schleifen und Entgraten von Eisen- und NE-Metallen, die trockene Zerspanung durch Fräsen, Drehen und Bohren ohne Kühlschmierstoff sowie Oberflächenbehandlungen wie das Kugelstrahlen. Auch für organische Stäube in der Lebensmittel- und Pharmaproduktion, für feine, teils reaktive Stäube aus Chemie und Kunststoffverarbeitung sowie für Faserstäube aus Textilverarbeitung und Verbundwerkstofffertigung ist die Baureihe konzipiert.

Von der Planung bis zur Wartung

Absolent begleitet Kunden über die reine Gerätelieferung hinaus. Auf Basis von Messungen und Berechnungen legt das Unternehmen die passende Lösung aus und garantiert die zugesagte Abscheide- und Filterleistung, von der Einzelanlage bis zum schlüsselfertigen Projekt. Der standardisierte, modulare Aufbau ermöglicht dabei vergleichsweise kurze Lieferzeiten von der Spezifikation bis zur Installation. Ein weltweites Netzwerk aus Servicepartnern und Technikern begleitet die Anlagen von der Inbetriebnahme bis zur laufenden Filterwartung.

„Wenn die Luft am Arbeitsplatz belastet ist oder eine bestehende Absaugung nicht die erwartete Leistung bringt, lohnt sich eine genaue Analyse“, sagt René Rüping. „Wir prüfen zunächst, ob die Emissionsquelle zuverlässig erfasst wird. Erst danach legen wir die erforderliche Filterlösung aus.“

Kontakt:

www.absolent.de