Zerspanung gesinterter Keramikwerkstoffe

Hufschmied Zerspanungssysteme GmbH und Röders GmbH dehnen ihre strategische Partnerschaft weiter aus.

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Bild: Hufschmied

Seit vergangenem Jahr entwickeln die beiden Unternehmen gemeinsam effiziente Prozesse mit Spezialwerkzeugen, vor allem in den Bereichen Graphit, Stahl über 60 HRC und keramische Werkstoffe. Jetzt kommen gemeinsame Workshops und Messeauftritte mit Live-Präsentationen hinzu, wie zuletzt auf der Ceramitec in München, wo die Partner die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Tests zur Optimierung der Mikrozerspanung technischer Keramiken präsentiert hatten. Der für die Zerspanung herausfordernde Werkstoff wurde von dem Dortmunder Unternehmen DOCERAM geliefert, gefräst wurde mit aufeinander abgestimmten Spezialwerkzeugen auf dem 5-Achs-Fräszentrum RXP 501 DSC von Röders, einer hochagilen und thermisch konstanten Maschine.

Hufschmied deckt mit seinen Werkzeugen zwei Bearbeitungsschritte für technische Keramiken ab. Das Bearbeitungsbeispiel für die Zerspanung noch nicht gesinterter Keramik: Ein Uhrengehäuse aus der Zirkonoxid-Hochleistungskeramik Cerazur wird mit den Spezialwerkzeugen der „Graftor“-Reihe bearbeitet. Diese haben durch ihre spezielle Geometrie ziehende und schiebende Schneiden. Hierdurch erzeugt das Werkzeug einen neutralen Schnittdruck und vermeidet ein „Anheben“ des Bauteils. Vibrationen werden minimiert, was bei spröden Werkstoffen die Prozesssicherheit erhöht. So können deutlich höhere Drehzahl-Vorschub-Verhältnisse gefahren werden. Die Anwender profitieren von stabilen Prozessen und können kosteneffektiv fertigen.

Präsentierten gemeinsam optimierte Keramikzerspanungsprozesse: Mathis Toppmöller (Hufschmied Zerspanungssysteme), Thomas Braun, Dr. Oliver Gossel und Dennis Oldenburg (Röders GmbH) (v. l. n. r.).- Bild: Hufschmied

Die Zerspanung nicht gesinterter Keramik bringt für spezielle Anwendungen Vorteile. Die Werkstücke werden mit einem Aufmaß von 20 % bis 25 % versehen, zerspanend bearbeitet und anschließend dem Sinterprozess unterzogen. Diffusionsprozesse sorgen für ein „Schrumpfen“ auf das eingestellte Ist-Maß. Eine Nachbearbeitung kann dennoch oftmals nötig sein.

Aus diesem Grund haben sich die beiden Firmen auch der Herausforderung der Zerspanung gesinterter Keramiken gestellt.

Hierzu wurden spezielle Vollkopf-PKD-Werkzeuge (Polykristalline-Diamant-Werkzeuge) verwendet und die Prozessparameter gemeinsam so optimiert, dass auch für diese äußerst harte Keramik eine wirtschaftliche Zerspanung möglich ist.

Kontakt:

www.hufschmied.net