30 Jahre Hufschmied Zerspanungssysteme

Von der Industrievertretung für Technologieprodukte hin zum Zerspanungs-Werkzeughersteller und schließlich zum Experten für die Optimierung von Zerspanungsprozessen -  Bei Hufschmied hat sich einiges getan.

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Familie Hufschmied ist stolz auf 30 Jahre Hufschmied Zerspanungssysteme. Im Bild Ralph Hufschmied (2. v. l.), technische Geschäftsleitung; mit Rudolf M. Hufschmied, Vater und Firmenmitgründer (Mitte); Christel Hufschmied, Frau von Ralph Hufschmied und kaufmännische Geschäftsleitung (2. v. r.) mit Sohn Matthias Hufschmied und Tochter Victoria Hufschmied. (Bildnachweis: Hufschmied Zerspanungssysteme)

Die Hufschmied Zerspanungssysteme GmbH wurde am 1. April 1991 von Rudolf M. Hufschmied und seinem Sohn Ralph Hufschmied als Industrievertretung für Technologieprodukte im Bereich der Zerspanung gegründet. Die Konstruktion eigener Werkzeuge war anfänglich nur ein Nebenprojekt des Maschinenbauingenieurs Ralph Hufschmied.

Das änderte sich dann schnell: Ein Automotive-Kunde hatte ein Problem mit der Herstellung einer neuartigen Airbag-Abdeckung und Ralph Hufschmied fand mit einer speziellen Werkzeuggeometrie die Lösung. Aus einigen Probewerkzeugen wurde ein Großauftrag. 1998 eroberte der Sportwagen, der seine Instrumententafel dieser Werkzeugentwicklung verdankte, den Markt und die Konstruktion von Zerspanungswerkzeugen für neue Materialien wurde zum Geschäftsmodell der Firma Hufschmied.

„Uns eröffnete sich damals eine neue Welt, als wir erkannten, wie groß der Bedarf an Bearbeitungslösungen für Kunststoffe und Faserverbundwerkstoffe ist“, erinnert sich Ralph Hufschmied. „Unter anderem für die Luftfahrt- und Fahrzeugtechnik wurden Kompositmaterialien immer wichtiger – Hightechwerkstoffe, die aber mangels geeigneter Zerspanungslösungen von Hand nachbearbeitet werden mussten. Auf Basis neuartiger Schneidengeometrien und Beschichtungen konnten wir Lösungen anbieten. Werkzeuge für andere problematische Materialien wie Graphit oder Keramik kamen hinzu.“

Eigene Fertigung auf der Schwäbischen Alb

2003 wurde das neue Firmengebäude in Bobingen bei Augsburg bezogen. Allerdings: Das dringende Anliegen, Spezialwerkzeuge selbst zu fertigen, wurde dadurch ausgebremst, dass es damals im Raum Augsburg keine entsprechend qualifizierten Facharbeiter gab. 2005 ergriff der Mittelständler die günstige Gelegenheit, übernahm einen Werkzeugschleifbetrieb in Winterlingen und baute so eine eigene Fertigung auf.

2016 wurde der Firmensitz in Bobingen um ein Engineering-Zentrum für die Prozessoptimierung in Kundenprojekten erweitert. 2018 kam ein Werkzeugentwicklungszentrum, ausgestattet mit hochpräzisen 3-D Messgeräten der neuesten Generation, hinzu, um die Forschung an Qualitätsfaktoren in der Zerspanung weiter zu stärken. Hier wurde beispielsweise das auf der Analyse von Bearbeitungsgeräuschen basierende Inline-Qualitätskontrollsystem SonicShark entwickelt.

Neue Werkstoffe brauchen neue Strategien

Im kontinuierlichen Dialog mit Hochschulen, Maschinenbauern und Anwendern treibt Hufschmied die Entwicklung prozessoptimierender Werkzeuge stetig voran. Hufschmied ist Mitglied zahlreicher Netzwerke aus Spitzenunternehmen und Forschungseinrichtungen, darunter Composites United e.V. und MAI Carbon bei denen Ralph Hufschmied im Vorstand sitzt und unter anderem auch die KMU-Interessen vertritt.

Die Hufschmied Zerspanungssysteme GmbH unterstützt mehrere Hochschulprojekte und setzt auch im eigenen Unternehmen auf die Nachwuchsförderung: 10 Prozent der Belegschaft von derzeit rund 130 Mitarbeitenden sind Auszubildende – 53 Auszubildende hatte Hufschmied seit der Unternehmensgründung. Hufschmied unterhält Niederlassungen und Vertriebspartnerschaften weltweit.

Kontakt:

www.hufschmied.net