Kunzmann jetzt auch mit Siemens

Die hybriden Fräsmaschinen des Herstellers KUNZMANN erhalten mit der Siemens-Steuerungstechnik eine funktionsgleiche Alternative zur bisher erhältlichen Heidenhain TNC 620-Steuerung.

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Während Werkstücke beim Automatikbetrieb mit geschlossenen Türen bearbeitet werden, können diese in den anderen Modi geöffnet bleiben, so dass – genauso wie beim Handbetrieb – der Bearbeitungsprozess manuell beeinflusst werden kann.

Die sowohl manuell als auch CNC-bedienbaren Fräsmaschinen der Baureihen WF 410 MC und WF 610 MC gibt es jetzt auch mit Siemens-Steuerungstechnik. Den Kunden der Hybridmaschinen wird damit eine funktionsgleiche Alternative zur bisher erhältlichen Heidenhain TNC 620-Steuerung geboten.

Die sowohl manuell als auch CNC-bedienbaren Fräsmaschinen der Baureihen WF 410 MC und WF 610 MC (im Bild) gibt es jetzt auch mit Siemens-Steuerungstechnik.

Das eigens von KUNZMANN entwickelte CE-konforme 2-Kanal-Tastenfeld gewährleistet neben der vollen CNC-Funktionalität auch eine einfache konventionelle Bedienbarkeit. Dadurch ist sicheres Fräsen selbst bei geöffneten Türen und über manuelle Handräder möglich. Der offizielle Verkaufsstart ist zur EMO, die ersten Stammkunden haben bereits vorab Maschinen mit der neuen Steuerung geordert.

Mit der Vorstellung der Neuerung startet der baden-württembergische Maschinenhersteller eine Innovationsoffensive; in den kommenden Monaten will er eine ganze Reihe an Neuheiten vorstellen.

Eine Hand immer frei – dank CE-konformer, zweikanaliger Achsrichtungstasten

In die Bedienoberfläche der mit Touchscreen ausgelieferten Siemens-Steuerung hat KUNZMANN die Funktionen einer manuellen Fräsmaschine integriert. Sie sind im Handbetrieb zusätzlich zu den drei standardmäßigen CNC-Betriebsarten „Automatik“, „Einrichten“ und „Eingreifen“ verfügbar.

Während Werkstücke beim Automatikbetrieb mit geschlossenen Türen bearbeitet werden, können diese in den anderen Modi geöffnet bleiben, so dass – genauso wie beim Handbetrieb – der Bearbeitungsprozess manuell beeinflusst werden kann.

Während Werkstücke beim Automatikbetrieb mit geschlossenen Türen bearbeitet werden, können diese in den anderen Modi geöffnet bleiben, so dass – genauso wie beim Handbetrieb – der Bearbeitungsprozess manuell beeinflusst werden kann.

Im Handbetrieb können als technische Besonderheit die Maschinenbewegungen manuell über die zweikanaligen Achsrichtungstasten im Bedienfeld gesteuert werden, ohne dass zusätzlich eine Freigabetaste betätigt werden muss. Auf diese Weise kann der Bediener am offenen Arbeitsraum sicher, ermüdungsfrei und ergonomisch arbeiten. Alternativ kann der Fräsprozess „klassisch“ über die manuellen Handräder gesteuert werden.

Die Vorteile liegen sprichwörtlich auf der Hand, erklärt Martin Vetter, Leiter Vertrieb: „Der Anwender hat die Wahl, ob er ergonomisch über die Achsrichtungstasten arbeitet oder die manuellen Handräder einsetzt. Womit er dann feinfühlig und mit direkter Rückkopplung aus dem Fräsprozess Bearbeitungsaufgaben einfach, schnell und flexibel lösen kann.“

Schlüsselmanagement erlaubt individuellen Nutzungsumfang

Speziell für den Einsatz in der Ausbildung ist die Möglichkeit des Schlüsselmanagements zur Auswahl der Betriebsarten gedacht. Jedem Bediener kann dadurch ein Nutzungsumfang entsprechend seinen individuellen Qualifikationen und Erfahrungen gewährt werden.

Vielseitig einsetzbare Modelle

Die von KUNZMANN Mitte der 2000er-Jahre eingeführten Hybridmaschinen zählen zu den Verkaufsschlagern des Herstellers, so Vertriebsleiter Vetter: „Kunden, die Großserien produzieren, sehen die WF 410 MC und WF 610 MC häufig als vielfältige und flexibel einsetzbare Universalmaschinen. Perfekt geeignet sind sie auch für Ausbildungszwecke, da an ihnen sowohl das manuelle Arbeiten als auch die CNC-Bedienung erlernt werden kann. Auf die Anschaffung einer zweiten Maschine kann dann oft verzichtet werden.“

Beide Modelle, WF 410 MC und WF 610 MC, zeichnen sich neben den modernen CNC-Steuerungen durch einen sehr soliden Aufbau mit Flachführungen in allen Hauptachsen aus. Die vielfältigen Bedienoptionen und ein umfangreiches Zubehörsortiment ermöglichen ein flexibles und effizientes Bearbeiten bei zahlreichen unterschiedlichen Aufgabenstellungen.

Die Hauptspindel-Antriebe mit 7 kW Leistung im S1-Betrieb und 11 kW im S6-Betrieb erlauben hohe Zerspanvolumina mit großen Zustellungen und halten jederzeit genügend Leistungsreserven vor. Für manuelle Korrekturen, Anpassungen und Reparaturen lassen sich die manuellen Handräder für X-, Y-, und Z-Achse in Verbindung mit einer Pinole zur Bohrbearbeitung nutzen.

Darüber hinaus steht ein umfangreiches Programm an Optionen und Zubehör zur Auswahl, darunter ein elektronisches Handrad sowie Tastsysteme zur Werkzeug- und Werkstückvermessung. Die klassischen Funktionalitäten einer Universalfräsmaschine wie verschiedene Tischvarianten, Horizontalspindel mit Gegenhalter oder verschiedene Teilgeräte sind ebenfalls verfügbar.

Kontakt:

www.kunzmann-fraesmaschinen.de