ANCA und CemeCon kooperieren für mehr Präzision

ANCA und CemeCon kooperieren und entwickeln zusammen dank HiPIMS- und ULTRA-Technologie Werkzeuglösungen, mit denen Anwender noch bessere und präzisere Zerspanungsergebnisse erreichen.

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Die Kombination aus ULTRA-Technologie und SteelCon bringt dem Anwender deutliche Vorteile (Bildnachweis: CemeCon AG)

Neben der anspruchsvollen wirtschaftlichen Lage stellen die steigenden Anforderungen der Zerspanungsmärkte die Hersteller von Präzisionswerkzeugen vor große Herausforderungen: Um sich in chancenreichen Zukunftsmärkten wie dem Werkzeug und Formenbau, Medizintechnik, Elektromobilität und 3C-Industrie zu behaupten und sich von Wettbewerbern abzugrenzen, sind hochgenaue Werkzeuge mit spezifischen Eigenschaften in immer kleineren Losgrößen bei kürzeren Entwicklungszyklen gefragt. Wer da den gesamten Herstellungsprozess der Premium-Werkzeuge im Blick hat und die kritischen Parameter jedes einzelnen Schrittes kennt, ist klar im Vorteil. Wichtige Erfolgsfaktoren sind Spitzentechnologien, wie Diamant- und HiPIMS-Beschichtungen von CemeCon sowie Werkzeugschleifmaschinen von ANCA.

Dank Innovationsgeist, maximaler Qualitätsansprüche und µm-genauer Präzision gehören deutsche und europäische Werkzeughersteller zur Weltspitze. Um diese führende Marktposition auch in Zukunft erfolgreich zu halten und auszubauen, müssen sie ihre Präzisionswerkzeuge genau auf die speziellen Anwendungen der jeweiligen Märkte abstimmen. Die Diamant- und HiPIMS-Beschichtungstechnologien von CemeCon ermöglichen eine solche Differenzierung.

„Eine CemeCon Beschichtung besteht aus dem Schichtwerkstoff und der Beschichtungsspezifikation, für die an verschiedenen Stellschrauben gedreht wird wie Schichtdicke, Toleranz, Vorbehandlung und Finishing. HiPIMS bietet eine Besonderheit: Das Verfahren ermöglicht die einzigartige Kombination aus der chemischen Zusammensetzung eines Schichtwerkstoffs und neuen physikalischen Eigenschaften, die in dieser Form nur mit HiPIMS möglich sind. So sichern sich Hersteller Alleinstellungsmerkmale“, erläutert Dr.-Ing. Christoph Schiffers, Produktmanager Coating Technology bei CemeCon.

Hartbearbeitung im Fokus

ANCA und CemeCon vertiefen ihre Kooperation (von links): Edmund Boland, General Manager, AMT, ANCA; Dr.-Ing. Beate Hüttermann, CMO, CemeCon AG; Dr.-Ing. Christoph Schiffers, Product Manager Coating Technology, CemeCon AG; Martin Ripple, CEO, ANCA-Gruppe; Dr.-Ing. Jan Langfelder, Global Key Account Manager, ANCA. (Bildnachweis: CemeCon AG)

Einer der boomenden Märkte ist der Werkzeug- und Formenbau, denn Formen zum Spritzgießen werden für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche benötigt, wie etwa Lebensmittelverpackungen, medizinische Verbrauchsartikel oder Steckergehäuse für Elektrokomponenten. Das Zerspanen der Spritzgussformen aus gehärteten Stählen mit mehr als 50 HRC ist dabei eine anspruchsvolle Anwendung, die abgestimmte Lösungen erfordert: Die Werkzeuge müssen extrem verschleißfest sein, um die harten als auch zähen Materialien wirtschaftlich bearbeiten zu können. Gleichzeitig sind höchste Oberflächengüten auch bei kleinsten Formkonturen gefordert. Mit dem HiPIMS-Schichtwerkstoff SteelCon bietet CemeCon die richtige Grundlage für die Hartbearbeitung.

SteelCon ist extrem hart und dennoch sehr zäh und haftfest. Dadurch entsteht eine sehr hohe Verschleißbeständigkeit. Zusammen mit der dichten Schichtstruktur und der hohen thermischen Stabilität sind das Spitzenvoraussetzungen für beste Performance in der Hartbearbeitung. Die glatte Oberfläche sorgt für optimale Span- und Wärmeabfuhr, und damit steigt die Prozessstabilität. Das Resultat: deutlich längere Werkzeugstandzeiten und hervorragende Bearbeitungsergebnisse. SteelCon zeigt Bestleistung beim Zerspanen der unterschiedlichsten Werkstoffe – gehärtete Stähle jenseits von 50 HRC, rostfreie Stähle, Nickelbasislegierungen, Titan, CoCr und mehr. Dabei eignet sich der Schichtwerkstoff auch besonders für Mikrowerkzeuge.

Wegbereiter für Zerspanungsmärkte

Um den gesamten Herstellungsprozess eines Premium-Werkzeugs im Blick zu behalten und das Zusammenspiel die verschiedenen Prozessschritte noch besser aufeinander abstimmen zu können, arbeitet CemeCon seit einiger Zeit mit ANCA, einem führenden Hersteller von CNC-Schleifmaschinen, zusammen. Beide Unternehmen verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz: So berät CemeCon Werkzeughersteller beispielsweise von Anfang an zur Relevanz der Geometrie, damit später ein optimales Beschichtungsergebnis entstehen kann. Und auch der Schleifmaschinenhersteller ANCA hat die Bedeutung der optimalen Werkzeug-Vorbereitung für die nachfolgende Beschichtung schon sehr früh erkannt. „Die beste Beschichtungstechnologie der Welt kann aus einem minderwertigen Werkzeug keinen Verkaufsschlager machen. Alle Komponenten – Substrat, Geometrie und Beschichtung – müssen nicht nur qualitativ hochwertig, sondern auch perfekt aufeinander abgestimmt sein. Nur so entsteht ein hervorragendes Präzisionswerkzeug, mit dem Zerspaner Bestleistungen erreichen“, sind sich die Experten von CemeCon und ANCA einig.

Darüber hinaus vertreten die Unternehmen am Markt die gleichen Werte: Mit einer hohen Fertigungstiefe in der eigenen Fertigung sichern CemeCon und ANCA ihre extrem hohen Qualitätsstandards. Optimale Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit, die schnell positive Auswirkungen mit sich brachte. So ist aus einem losen Know-how-Transfer eine handfeste Kooperation geworden. Im Mai 2023 unterzeichneten die Vorstände beider Unternehmen einen vielversprechenden erweiterten Kooperationsvertrag und starteten ein gemeinsames Entwicklungsprojekt.

Spitzentechnologien vereint

Bei der gemeinsamen Entwicklung wollen die Experten-Teams von ANCA und CemeCon das Potenzial der ULTRA-Technologie in Kombination mit SteelCon erforschen. „Die neue ULTRA-Technologie von ANCA erreicht eine Formgenauigkeit von weniger als +/- 0,002 mm für jedes beliebige Profil – inklusive Kugelkopf- und Eckenradiusfräser“, so Thomson Mathew und Santosh Plakkat, Produktmanager bei ANCA, die stark in die ULTRA-Entwicklung involviert waren.

Die Gleichung hinter dem Projekt ist ganz einfach: Man nehme Werkzeuge, die mit einer nie da gewesenen hohen Genauigkeit und Oberflächenqualität geschliffen sind, füge den idealen Schichtwerkstoff hinzu und kombiniere das Ganze mit dem Prozess-Know-how beider Unternehmen. Mit einer Werkzeuglösung aus diesen Faktoren sollten Anwender Zerspanungsergebnisse erzielen können, die alle Erwartungen übertreffen. Die Experten von CemeCon und ANCA sind sich sicher, dass ihr gebündeltes Know-how und die geballten Kompetenzen Werkzeugherstellern enormes Potenzial eröffnen wird.

Kontakt

www.cemecon.com