Kreissegmentfräser für komplexe 5 Achs Bauteile

ZCC CT Europe hat einen neuen Kreissegmentfräser der VHM Serie PGMS vorgestellt.

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Die Kreissegmentgeometrie bietet einen flexibler Einsatz bei verschiedenen Anwendungen ©ZCC

Das Werkzeug ist speziell für komplexe Konturen und hohe Schlichtleistungen entwickelt worden. Das Werkzeug deckt ein breites Anwendungsspektrum ab – von tiefen Kavitäten im Werkzeug und Formenbau über die Schaufel und Impellerfertigung bis hin zur Bearbeitung anspruchsvoller 5 Achs Bauteile.

Der PGMS-4BC eignet sich insbesondere für Kavitäten mit negativen Flanken und stark gewölbten Oberflächen im Werkzeug- und Formenbau. Weitere Einsatzbereiche sind die Herstellung anspruchsvoller Implantatgeometrien, beispielsweise künstlicher Gelenke, in der Medizintechnik sowie die Bearbeitung von Turbinen- und Schaufelkomponenten in der Luftfahrt. Im allgemeinen Maschinenbau unterstützt der Fräser die Bearbeitung komplexer Ebenen und Konturen, insbesondere im mehrachsigen und 5-Achs-Bereich.

Serie PGMS von ZCC – Der neue Kreissegmentfräser mit der Bnezeichnung PGMS-4BC ©ZCC

Größere Zeilabstände verkürzen Bearbeitungszeiten

Die gewölbte Schneide bildet einen deutlich größeren virtuellen Kugeldurchmesser ab, als ein Kugelfräser mit vergleichbarem Schaftdurchmesser. Dadurch können bei vergleichbarer Oberflächenqualität größere Zeilenabstände gewählt werden. Die Zahl der Werkzeugbahnen sinkt, wodurch sich Maschinenlaufzeiten reduzieren lassen.
Bei einem klassischen Kugelfräser mit 12 mm Durchmesser kann für eine hohe Oberflächenqualität ein Zeilabstand von 0,2 mm erforderlich sein. Der PGMS-4BC erzeugt bei gleichem Schaftdurchmesser einen virtuellen Kugeldurchmesser von 300 mm.

Dadurch ist unter geeigneten Bearbeitungsbedingungen ein Zeilabstand von 1 mm möglich. Welche Zeitersparnis tatsächlich erreicht wird, hängt von der Bauteilgeometrie, der Bearbeitungsstrategie und den Anforderungen an die Oberflächenqualität ab.

Flexibler Einsatz durch Kreissegmentgeometrie

Gegenüber einer rein konischen Schneidenform bietet der Kreissegmentfräser einen größeren flexiblen Einsatzbereich. Die gewölbte Schneide erlaubt es, den Anstellwinkel innerhalb eines bestimmten Bereichs zu variieren. In Verbindung mit einer dynamischen Kontaktpunktsteuerung kann der Kontaktbereich über die Schneide verlagert werden. Der Werkzeugverschleiß lässt sich dadurch gleichmäßiger verteilen, was zu einer längeren nutzbaren Standzeit beitragen kann.

Stabilität und Standzeit für anspruchsvolle Werkstoffe

Die konische Form wirkt einem seitlichen Abdrängen entgegen und unterstützt dadurch eine vibrationsarme Bearbeitung. Gemeinsam mit der selbststabilisierenden Antivibrationsgeometrie schafft sie die Voraussetzung für stabile Prozesse und gleichmäßige Oberflächen.

Die PGMS-Geometrie kombiniert einen positiven Spanwinkel mit einem vergleichsweise großen Keilwinkel. Der positive Spanwinkel trägt dazu bei, die Schnittkräfte gering zu halten; der größere Keilwinkel unterstützt die Schneidenstabilität. Diese Auslegung eignet sich insbesondere für

HRSA-Werkstoffe, Titan und hochlegierte Edelstähle. Die AlTiSiN-Beschichtung unterstützt dabei hohe Standzeiten. Mit dem PGMS-4BC ergänzt ZCC-CT Europe die bisherige konische PGMS-Ausführung um einen kegelförmigen Kreissegmentfräser.

Eine weitere Ausführung ist bereits als nächster Entwicklungsschritt vorgesehen: Künftig wird die PGMS-Familie noch um eine Lollipop-Geometrie erweitert werden.

Technische Merkmale

• Schaftfräser mit gewölbter Kreissegmentschneide
• vier Schneiden
• Konuswinkel: 15° pro Seite
• Durchmesser: 6, 8, 10, 12 und 16 mm
• Schneidenradien: 40 bis 1.000 mm
• virtueller Kugeldurchmesser: 80 bis 2.000 mm
• selbststabilisierende Antivibrationsgeometrie
• AlTiSiN-Beschichtung
• geeignet zum Schruppen, Vorschlichten und Schlichten
• geeignet für komplexe Konturen und 5-Achs-Bearbeitung
• einsetzbar in HRSA, Titan und hochlegierten Edelstählen

Kontakt:

www.zccct-europe.com