
Ein starker Besucherzuspruch in den Werkzeughallen, zahlreiche konkrete Projektanfragen und intensive Fachgespräche sorgten trotz des schwierigen Marktumfelds für Zuversicht in der Branche.
„Die AMB 2026 hat ihre Bedeutung als Leitmesse für die Werkzeugbranche in Europa erneut unter Beweis gestellt,“ erklärte Markus Heseding, Geschäftsführer des ideellen Trägerverbands VDMA Präzisionswerkzeuge und fügte hinzu: „Die hohe Qualität der Gespräche ist in der aktuellen Marktsituation ein ermutigendes Signal.“
Situation der Branche
Aktuell mehren sich die Anzeichen einer wirtschaftlichen Verbesserung in der Präzisionswerkzeug-Branche. Nach einer längeren Phase starker Zurückhaltung berichten zahlreiche Unternehmen von leicht gestiegenen Auftragseingängen in den vergangenen Monaten. Die Stimmung in der Branche wird daher insgesamt positiver eingeschätzt als noch zu Jahresbeginn.
„Jetzt kommt es darauf an, die Impulse der AMB in konkrete Investitionen zu überführen. Dafür benötigen wir verlässliche wirtschafts- und industriepolitische Rahmenbedingungen, damit aus Projekten Investitionen und daraus nachhaltiges Wachstum entstehen können“, sagte Stefan Zecha, Vorsitzender des VDMA Präzisionswerkzeuge und Geschäftsführer der Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH, vor mehr als 70 Branchenvertretern und internationalen Gästen beim Branchentreff des Verbandes.
VDMA Aktivitäten
Die Sicherung strategischer Rohstoffe stand im Mittelpunkt zahlreicher Diskussionen auf der AMB 2026. Mit der Initiative „Scrap matters.“, die der VDMA Präzisionswerkzeuge auf der Messe gestartet hat, richtet sich die Branche an Anwender und Kunden sowie an die europäische Politik. Ziel ist ein geschlossener europäischer Kreislauf für Hartmetall, der die Versorgungssicherheit der Industrie verbessert, die Resilienz kritischer Wertschöpfungsketten stärkt und die strategische Abhängigkeit von Rohstoffimporten reduziert. Die Initiative wirbt für den verantwortungsvollen Umgang mit Hartmetallschrott und für die Rückführung in europäische Recyclingkreisläufe. Hintergrund sind wachsende Abhängigkeiten Europas bei strategischen Rohstoffen und die zunehmende Bedeutung resilienter Lieferketten für zentrale Industriebranchen.
Das Technologieforum am VDMA-Stand in Halle 1 stieß bei Ausstellern und Besuchern auf großen Zuspruch. Gute Resonanz fanden auch die vom VDMA inhaltlich gestalteten und moderierten Formate „India Opportunities“ und „Defence & Security Opportunities“.
Die nächste AMB findet vom 19. bis 23. September 2028 statt. Die Branche begrüßt sehr, dass die Messe nicht parallel zur IMTS in den USA stattfindet und Ausstellern sowie internationalen Besuchern damit bessere Möglichkeiten bietet, an beiden Leitveranstaltungen teilzunehmen.
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