Mazak setzt bei INTEGREX i-H-Serie auf Automatisierung

Die neue INTEGREX i-H-Serie von Yamazaki Mazak ist eine automatisierungsfähige Reihe von Multi-Tasking-Werkzeugmaschinen, die Dreh- und B-Achsen-Fräsvorgänge in einer kompakten Einheit kombinieren.

681
Yamazaki Mazak hat auf der EMO 2021 zwei Modelle seiner neuen INTEGREX i-H-Serie ausgestellt, darunter das Modell i-450H ST. (Bildnachweis: Mazak)

Die i-H-Serie, die die erfolgreiche INTEGREX i-Serie ablöst, stellt ein umfassendes Sortiment von 23 Modellen dar und ist mit SmoothAi ausgestattet. Dies ist die neue KI-basierte Steuerung von Mazak mit integrierten Lernfähigkeiten, die auf die stetige Verbesserung der Maschinenleistung abzielen. Auf der diesjährigen EMO in Mailand zeigte Mazak zwei Modelle, eine INTEGREX i-250H ST und eine i-450H ST, die einen neuen Standard in Sachen Leistungsfähigkeit für Multi-Tasking-Zentren setzen.

Die INTEGREX i-250H ST verfügt über ein Acht-Zoll-Futter und ist mit einer Hochgeschwindigkeits-Hauptspindel mit 5.000 min-1, 22 kW und einer 5.000 min-1-Zweitspindel ausgestattet. Die größere INTEGREX i-450H ST verfügt wiederum über eine leistungsfähige Hauptspindel mit 3.300 min-1, 37 kW und eine 4.000 min-1-Zweitspindel. Beide Maschinenmodelle verfügen über einen großzügigen 300-mm Hub der Y-Achse und eine B-Achse mit einem Drehbereich von 240° für uneingeschränkte Konturbearbeitung mit einer kompakten Frässpindel mit 12.000 min-1, 24 kW, um die Kapazität innerhalb des Arbeitsbereichs zu maximieren.

Grundlegend für das Design der i-H-Serie sind die wachsenden Anforderung an die Automatisierung. Sämtliche Maschinenmodelle der Serie sind mit gerade verlaufender Front ausgelegt, während das Werkzeugmagazin hinten angeordnet ist. Dadurch ergibt sich ein verbesserter Zugang für frontal angeordnete Werksautomatisierungssysteme, insbesondere für Gelenkroboter, die verschiedenste Aufgaben durchführen können. Gleichzeitig hat der Bediener ungehinderten Zugang zum Arbeitsraum.

Das an der Rückseite angeordnete Werkzeugmagazin für 38 Werkzeuge hält die Aufstellmaße der Maschine so gering wie möglich, kann bei Bedarf aber auch auf die Unterbringung von 74 oder 112 Werkzeugen umgerüstet werden. Der Bediener hat Zugang zum Magazinbereich hinten an der Maschine, kann Werkzeuge aber auch ganz bequem von vorne laden und entladen.

Yamazaki Mazak hat auf der EMO 2021 zwei Modelle seiner neuen INTEGREX i-H-Serie ausgestellt. (Bildnachweis: Mazak)

Die ST-Modelle sind auch mit einer Auswahl von zwei unteren Revolver Designs entsprechend der Anwendungsanforderung verfügbar. Das Modell vom „Typ A“ ist ein orthogonaler Typ mit symmetrisch entgegengesetzter Anordnung zum oberen Frässpindelrevolver. Er verfügt über 12 Positionen Kapazität und bietet eine Fräsleistung von 10.000 min-1 und 7,5 kW. Er eignet sich ideal für den Ausgleichsschnitt und kann durch eine optionale hydraulische Lünette, die direkt auf der Revolverfläche montiert ist, noch flexibler gestaltet werden.

Das Modell vom „Revolver-Typ B“ verfügt über eine Schrägbettanordnung mit neun Werkzeugpositionen und 6.000 min-1 für angetriebene Werkzeuge. Das einzigartige Design des Schrägbettrevolvers ermöglicht die Bearbeitung mit demselben Werkzeug auf beiden Spindeln, wodurch die Anzahl der benötigten Werkzeuge aktiv reduziert wird.

Sämtliche Modelle der i-H-Serie können problemlos mit Automatisierungssystemen einschließlich Stangenladern und Roboter-Systemen betrieben werden. Die neue Smooth RCC-Steuerung (Robot Cell Controller) von Mazak erweitert beide Modelle um hochentwickelte Automatisierungsfunktionen wie die Überprüfung von Werkzeugen und Vorrichtungen, während der Robot Setup Assist eine effiziente Programmierung des Roboters in demselben Koordinatensystem wie die Maschine ermöglicht. Beide Funktionen sind über die SmoothAi-Schnittstelle zugänglich.

Auf der EMO war die INTEGREX i-250H ST mit dem Plug-and-Play-Automationssystem TA-35/270 ausgerüstet, mit dem die Auslastung erhöht, die Arbeitskosten gesenkt und der Gewinn sofort gesteigert werden kann. Mit einem Durchmesser von 270 mm und einer Nutzlast von 35 kg bietet die TA Automation eine großzügige Werkstückkapazität, während die ausgestellte Version über eine Wellenoption verfügt.

Die Sicherheit des Bedieners wird durch einen beidseitigen Stahl- und Acrylschutz gewährleistet, der durch einen Laser-Bodenscanner mit zwei Betriebszonen ergänzt wird. Wenn der Bediener die Warnzone betritt, verlangsamt sich der Roboter sofort auf 10 % seiner programmierten Geschwindigkeit, wobei der Eintritt in den geschützten Bereich zu einem sofortigen Stopp führt.

Die Roboter-Nutzeroberfläche ist in die SmoothAI CNC der Maschine eingebettet und gewährleistet eine nahtlose Schnittstelle zwischen Roboter und Maschine, mit einer schnellen und einfachen Einrichtung für jeden neuen Auftrag. Entscheidend ist, dass die Programmierung der Zelle kein spezielles Roboterprogrammierwissen erfordert.
Die TA-Serie zielt darauf ab, die Produktivität und Rentabilität sofort zu steigern und unbemannten Betrieb zu ermöglichen, um die Maschinenauslastung zu optimieren. Sie eignet sich besonders gut für kleine bis mittlere Losgrößen.

Kontakt:

www.mazak.de