Nach Done-in-One-Prinzip erweitert

Auf der EMO 2019 hat Mazak zwei AM-Maschinen vorgestellt, in denen jeweils ein Verfahren der additiven Fertigung (AM) mit der Metallzerspanung zu einer wirkungsvollen Duallösung vereint wird.

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Auf der EMO 2019 hat Mazak zwei AM-Maschinen vorgestellt, in denen jeweils ein Verfahren der additiven Fertigung (AM) – Laser Metal Deposition bzw. Rührreibschweißen – mit der Metallzerspanung zu einer wirkungsvollen Duallösung vereint wird.

Anhand der beiden ausgestellten Maschinen konnten die Messebesucher eine Vielzahl neuer Bearbeitungsanwendungen für sich entdecken, darunter das Aufbauen von Teilen, das Hartauftragsschweißen oder die Teilereparatur.

Mit den beiden integrierten Techniken kann das Teil jeweils vor- und nachbearbeitet und damit in einem Arbeitsgang fertiggestellt werden. Der Anwender hat somit volle Kontrolle über die verschiedenen Prozesse und kann zum einen seine Produktion und zum anderen die Produktleistung optimieren.

Mit der INTEGREX i-300S AM werden ein AM-Systeme und ein Multi-Funktions-Bearbeitungszentrum zu einer echten DONE-IN-ONE-Lösung vereint, in der subtraktive und additive Fertigungstechniken zusammenkommen.

Die auf der EMO 2019 gezeigte Maschine verfügte über einen 2-kW-Laser, der zum einen das Grundmaterial und zum anderen das koaxial rund um das Düsenzentrum zugeführte Metallpulver gleichzeitig aufschmilzt. Die Maschine ist damit in der Lage, eine metallurgische Bindung zwischen verschiedenen Arten von Metallen herzustellen.

Das AM-System beinhaltet eine Funktion zur Prozessüberwachung mit geschlossenem Regelkreis für die präzise Kontrolle des Schmelzbads. Das System ist robust und langlebig und garantiert höchste Qualität beim Aufbauen von Teilen, bei der Oberflächenbeschichtung und der Teilereparatur.

Nur weil die Maschine vor allem in puncto additiver Fertigung Neues zu bieten hat, heißt das aber noch lange nicht, dass Abstriche bei der subtraktiven Fertigung gemacht werden. Die INTEGREX ist mit einer 12.000-min-1-Frässpindel, einer 4.000-min-1-Drehspindel und besonders langen Achsenverfahrwegen ausgestattet, so dass Teile bis zu einer Länge von 1,5 m zerspant werden können.

Darüber hinaus bieten das für 36 Capto-Werkzeuge ausgelegte Magazin und das Softwarepaket für die 5-Achsen-Bearbeitung die Möglichkeit, hochkomplexe Konturen im Rahmen eines DONE-IN-ONE-Prozesses zu drehen und zu fräsen.

Neben der INTEGREX war auf der EMO 2019 die VTC-760C FSW zu sehen, eine Maschine, in der Metallzerspanungstechniken mit dem Rührreibschweißen kombiniert werden.

Das Rührreibschweißen bietet die Möglichkeit, Metalle miteinander zu verbinden, ohne dass hierfür – anders als bei herkömmlichen Schweißsystemen – äußere Hilfsstoffe wie Gas oder Strom benötigt werden. Dabei werden, und das zeichnet diese Technik aus, besonders starke Metallverbindungen bei minimaler Wärmeeinwirkung erzeugt. Bewerkstelligt wird dies durch das Aufweichen und Verrühren des Werkstückmaterials durch Reibungswärme.

Das Rührreibschweißen bietet gegenüber herkömmlichen Schweißverfahren eine ganze Reihe an Vorzügen, darunter die Möglichkeit der Verbindung unterschiedlicher Metalle wie Aluminium und Stahl sowie eine hohe Dauerfestigkeit und geringe Verformungs- oder Verzugsneigung der hergestellten Metallverbindung.

Ausgestattet ist die VTC-760C FSW mit einem Magazin für FSW-Werkzeuge und einer speziell ausgebildeten Spindelnase, welche den einfachen und schnellen Wechsel zwischen der herkömmlichen Metallzerspanung und dem Rührreibschweißen ermöglicht. Darüber hinaus können neben den Werkzeugen für die Metallzerspanung auch ausgewählte Schweißstifte im Magazin für 30 Werkzeuge untergebracht werden.

Wie bei der INTEGREX sind auch bei der VTC-760C die Zerspanungsmöglichkeiten dank 12.000-min-1-Frässpindel, Eilganggeschwindigkeiten von 42 m/min und Werkzeugwechselzeiten von 4,5 Sekunden praktisch unbegrenzt – mit dem Ergebnis hoher Produktivität und Leistung.

Kontakt:

www.mazakeu.de