
Am Stand C36 in Halle 3 zeigen die beiden Werkzeugspezialisten neben ihren umfassenden Werkzeugsortimenten und konkreten Einsatzmöglichkeiten, wie auf zwei zentrale Branchenthemen reagiert wurde: steigende Rohstoffpreise, insbesondere bei Wolfram, und den wachsenden Bedarf an Prozesssicherheit in automatisierten Fertigungsabläufen. Im Mittelpunkt stehen reale Anwendungsfälle, 3D-gelaserte Spanformgeometrien und das modulare Fräswerkzeugsystem simmill 9W. Auch Prozesse und Services thematisiert die SIMTEK Group auf ihrem Messestand.

„Wir zeigen, wie sich aktuelle Herausforderungen in der Zerspanung konkret lösen lassen: von einer zuverlässigen Spankontrolle über konkrete Bearbeitungskonzepte realer Bauteile bis hin zu Strategien für einen effizienteren Einsatz von Hartmetall“, sagt Jeremia Geiger, Vorstand der SIMTEK AG mit Verantwortung für Vertrieb und Marketing und ergänzt: „Die AMB bietet uns hierfür als Branchenleitmesse den idealen Rahmen und wir freuen uns wieder sehr auf viele interessante Gespräche mit Kunden, Partnern und Interessenten“.
Gelaserte Spangeometrien
Eines der zentralen Messethemen sind Werkzeuge mit 3D-gelaserten Spanformgeometrien, welche SIMTEK bereits auf der AMB 2024 erstmalig einem breiten Fachpublikum vorgestellt hat. Hierfür werden hochpräzise umlaufende Schneidengeometrien mittels Laser in geschliffene Hartmetallschneidwerkzeuge eingebracht. Dadurch entstehen hybride Werkzeuglösungen, welche die Stärken beider Verfahren gezielt bündeln und den Anwendern so vielfältige Vorteile bieten. Ein wesentlicher Vorteil liegt in der Erhöhung der Prozesssicherheit durch eine Optimierung der Spankontrolle. „Die Steigerung der Prozesssicherheit durch unsere gelaserten Werkzeuge kann vor allem für automatisierte Zerspanungsprozesse ein entscheidender Faktor sein“, erklärt der Vertriebs- und Marketingvorstand. „Zudem können gelaserte Werkzeuge oftmals einen erhöhten Funktionsumfang aufweisen und dadurch Prozesszeiten verringern oder gar Werkzeuge einsparen“.

Eine wichtige Grundlage für die effiziente Gestaltung der 3D-gelaserten Geometrien bildet laut Geiger die enge Kommunikation mit den Kunden. „Für eine optimale Auslegung einer gelaserten Geometrie ist ein enger Austausch mit dem Kunden hinsichtlich Material- und Schnittwertekonstellationen sowie weiteren, prozessbeeinflussenden Aspekten maßgeblich. Wir wollen daher die persönlichen Gespräche mit unseren Kunden und Partnern auf der AMB gezielt dafür nutzen, diese enge Kommunikation durch das Aufzeigen der entstehenden Kundenvorteile weiter zu intensivieren.“
Modulares Werkzeugsystem mit hoher Leistungsfähigkeit
Die aktuelle Kostensituation im Rohstoffbereich beschäftigt die Branche weiterhin. Umso erfreulicher ist es für Geiger, dass SIMTEK mit einem modularen Fräswerkzeugsystem eine Lösung anbieten kann, welche der Leistungsfähigkeit materialintensiver Monoblockwerkzeuge nahekommen kann. „Mit simmill 9W bieten wir ein System, welches durch den modularen Aufbau mit deutlich weniger Rohmaterial auskommt, leistungsmäßig jedoch sehr nahe an Monoblockwerkzeuge heranreicht.“ Die Basis für diese hohe Leistungsfähigkeit bildet eine hochentwickelte Verzahnungstechnologie des Schwesterunternehmens Kaestner-Tools. Die geschliffene Verzahnung bietet eine sehr hohe Stabilität bei Anwendungen mit hohen Drehzahlen, bei ebenfalls sehr hoher Präzision im Rund- und Planlauf und minimalem Verschleiß an der Schnittstelle.

Seit der Einführung des Systems mit der zwölfschneidigen Variante simmill 9W4 mit Schneidkreisdurchmesser 50,0 mm und Frästiefen bis zu 16,5 mm wurden mittlerweile neue Baugrößen entwickelt. „Mittlerweile bieten wir im Standard mit den Erweiterungen simmill 9W1 mit Schneidkreisdurchmesser 28,0 mm und einer möglichen Frästiefe von 9,3 mm sowie simmill 9W5 mit Schneidkreisdurchmesser 63,0 mm und Frästiefen bis zu 21,0 mm weitere Varianten dieses hochleistungsfähigen Systems an“, berichtet Geiger.
„Auf der AMB zeigen wir alle momentan verfügbaren Größen und veranschaulichen auch anhand konkreter Bauteile, wie diese effizient in der Fertigung zum Einsatz kommen können.“ Weitere Baugrößen werden laut SIMTEK perspektivisch folgen.
Reale Bauteile und VR-Erlebnis
Die Werkzeuge der SIMTEK Group bieten vielfältige Möglichkeiten in den unterschiedlichsten Industriebranchen. „Um den Besuchern einen realitätsnahen Eindruck der Werkzeuglösungen beider Hersteller SIMTEK und Kaestner zu vermitteln, zeigen wir anhand realer Bauteile verschiedene beispielhafte Einsatzmöglichkeiten“, gibt Geiger weitere Einblicke. Darüber hinaus können die Besucher mittels eines Virtual-Reality-Erlebnisses ein Werkzeug interaktiv in Aktion erleben.

Prozesse und Services
Die SIMTEK Group nutzt die AMB 2026 zudem auch, um den Fachbesuchern neben der Präsentation ihrer Werkzeuglösungen auch kundenorientierte Prozesse und Services vorzustellen. So können sich Besucher von den Experten beider Hersteller beispielsweise über den seit Jahren fest etablierten priotool-Service – einem systemgeführten Expresspfad durch die hauseigenen Wertschöpfungsketten zur maximal möglichen priorisierten Fertigung von Sonderwerkzeugen – informieren lassen.
„Mit priotool bieten wir den Kunden der SIMTEK Group eine planbare Expressfertigung von Werkzeugen, die sie in bestimmten Situationen dringend benötigen“, berichtet Evstratios Ountzidis, Bereichsleiter Vertrieb und Marketing der SIMTEK AG und Prokurist der SIMTEK Präzisionswerkzeuge GmbH, der dieses konzeptionelle digitale Vorgehen mitentwickelt und umgesetzt hat.
Des Weiteren werden auf dem Messestand beispielsweise das Nachschleifen von Werkzeugen oder auch die Umstellung der Werkzeugverpackungen von Neuplastik auf Rezyklate thematisiert.
Die SIMTEK Group auf der AMB 2026 in Stuttgart, Halle 3, Stand C36
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