Die Zukunft der Konnektivität

Zusammen mit einem Netzwerk zahlreicher Partner aus Industrie und Forschung beweist die gemeinsame Initiative umati (universal machine technology interface) von VDW und VDMA einmal mehr, wie Maschinen weltweit miteinander kommunizieren können – einfach, nahtlos und sicher.

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umati ist die gemeinsame Konnektivitätsinitiative von VDW und VDMA. Gemeinsam mit einer Community aus über 320 Partnern setzt sie sich für die Implementierung und Vermarktung offener, standardisierter Schnittstellen ein (Bildnachweis: Deutsche Messe)

Ein Blick zurück: 2019 feierte umati auf der EMO Hannover seinen ersten Auftritt mit einer Livedemonstration. Inzwischen ist das globale Netzwerk aus Partnern auf über 320 gestiegen und wächst stetig weiter. Zahlreiche OPC UA Spezifikationen, die für den offenen und standardisierten Austausch von Daten so wichtig sind, kamen seitdem hinzu: Zuletzt beispielsweise für Kunststoffverarbeitungsmaschinen und Additive Fertigungssysteme. Höchste Zeit also, um Besucherinnen und Besucher auf den neuesten Stand zu bringen.

Zentraler Informationspunkt war der umati-Messestand auf der EMO. Zweimal täglich fanden hier Meet-the-Experts-Runden statt, in denen sich Interessierte beim umati-Team und Vertreterinnen und Vertretern von umati-Partnerunternehmen aus erster Hand über Hintergründe, Technologie und Nutzen offener, standardisierter Datenschnittstellen für den Maschinenbau informieren können. Verschiedene Exponate machten unmittelbar erlebbar, wie ausgereift die technische Lösung mittlerweile ist.

Dr. Alexander Broos, Leiter Forschung und Technik im VDW und Projektleiter von umati (Bildnachweis: VDW)

In unmittelbarer Nachbarschaft befanden sich zudem die Stände der OPC-Foundation und der Abteilung Machine Information Interoperability (MII) des VDMA. Sie repräsentierten den starken Dreiklang zwischen OPC UA als Basistechnologie, der Global Production Language in Form von OPC UA Companion Specifications für die zahlreichen Technologien des Maschinen- und Anlagenbaus, die vom VDMA vorangetrieben wird, und schließlich umati für die Implementierung und Vermarktung. Dr. Alexander Broos, Leiter Forschung und Technik und Projektleiter von umati im VDW, freute sich über die unmittelbare Nachbarschaft: „Netzwerk bedeutet für uns nicht nur Maschinen verbinden – sondern auch Menschen. Denn die Arbeit an der intelligenten Verknüpfung von Maschinen ist ein andauernder Prozess, der nur mit einer starken Community gemeinsam gelingen kann.“

Livedemonstration von Partnerunternehmen

Den eigentlichen Rahmen für die Livedemonstration schafften die zahlreichen Partnerunternehmen, die sich mit ihren Maschinen, Komponenten und Softwarelösungen beteiligen. Relevante Branchen sind neben Herstellern von Werkzeugmaschinen auch Lieferanten für geometrische Messtechnik, additive Fertigung, Robotik, Bildverarbeitung und natürlich Software. Nils Tersteegen, Marketing Manager bei Fanuc Deutschland, Neuhausen auf den Fildern, erklärte warum Konnektivität ein branchenübergreifendes Thema ist: „Konnektivität ist ein essenzielles Werkzeug um Fabriken effizienter und Produktion sicherer zu machen. Fanuc war von Beginn an ein Partner der umati Initiative, da wir glauben, dass eine unabhängige Schnittstelle es Maschinen, Robotern und Peripheriegeräten ermöglicht, zusammenzuwachsen und allen einen Mehrwert zu bieten.“

Über einen QR-Code, der an jedem mit dem umati-Demonstrator verbundenen Gerät angebracht war, konnten sich Besucherinnen und Besucher selbst ein Bild machen. Die Darstellung zeigte, wie die Daten unmittelbar in die Demonstratorapplikation umati.app fließen und dort mit Daten aus anderen Geräten einheitlich dargestellt und somit für den Nutzer einheitlich nutzbar zur Verfügung stehen. Auch Softwareanbieter konnten sich in diesen Datenfluss einbinden und unmittelbar und live den Nutzen ihrer Produkte basierend auf realen Daten aus dem Maschinenpool der EMO Hannover 2023 demonstrieren.

Weitere Highlights des umati-Auftritts

Anlässlich des EMO-Auftritts von umati wurden zudem drei weitere Highlights erstmalig präsentiert: umati und MT Connect, die US-amerikanische Standardisierungsinitiative, gehen künftig gemeinsame Wege. Außerdem wurde zusammen mit der Industrial Digital Twin Association (IDTA) und dem Institut für Steuerungssysteme der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart die nahtlose Kommunikation von Fertigungsdaten aus der Maschine über OPC UA in die Verwaltungsschalte (Asset Administration Shell, AAS) vorgeführt. Und nicht zuletzt zeigten VDMA, VDW und die Deutsche Telekom mit weiteren Partnern die Implementierung eines föderierten Datenraums für den Austausch von Daten zur Überwachung der Lebensdauer von Zerspanwerkzeugen, als prototypische Referenz für die gerade an Fahrt aufnehmende Initiative des Bundes, Manufacturing-X. „umati beweist damit, dass gemeinsam mit den beteiligten Partnern konkret nutzbare Lösungen in kurzer Zeit entwickelt werden können – und zwar standardisiert, offen und neutral“, bringt Broos die Neuerungen auf einen gemeinsamen Nenner.

Begleitet wird der umati-Auftritt von Netzwerk- und Informationsveranstaltungen sowie einer umfassenden Online-Kommunikation, insbesondere in sozialen Medien wie LinkedIn und X.

Kontakt

umati.org