And the winner is…

... Martin Meier! Im Finale der TOOLGRINDER CHALLENGE 2023 konnte sich der Geselle gegen die anderen Teilnehmer durchsetzen. Der Wettbewerb fand auf der diesjährigen GrindTec in Leipzig statt und soll Werbung für den Beruf des Präzisionswerkzeugmechanikers machen.

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Martin Meier, der spätere Sieger der TOOLGRINDER CHALLENGE, beim Schleifenen seines Fräsers. (Bildnachweis: KSKOMM)

Martin Meier ist der Champion der TOOLGRINDER CHALLENGE 2023 der GrindTec-Premiere in Leipzig. Der Geselle von der JERSA GMBH & CO. KG setzte sich in einem spannenden Finale mit einem hauchdünnen Vorsprung vor Angelina Obele (ARNO Werkzeuge), Jasmin Weiß (Müller Präzisionswerkzeuge GmbH) und Susanne Köhler (Schnorr Schleiftechnik GmbH) durch.

Vorausgegangen war die Live-Programmierung eines Schaftfräsers mit anschließendem Schleifen des Werkzeugs auf der Wettbewerbsmaschine Multigrind Radical von der Adelbert Haas GmbH. Alle Finalistinnen und Finalisten erhielten als Preise Bildungsgutscheine (3.500 bis 500 Euro).

Neben dem rein „sportlichen“ Aspekt war die TOOLGRINDER CHALLENGE vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels nachhaltige Werbung für die Ausbildung bzw. den Beruf des Präzisionswerkzeugmechanikers, die von zahlreichen hochkarätigen Technologieführern der Branche mit unterstützt wurde.

„Es ist erfreulich, dass es drei Frauen nach der Vorausscheidung in das Finale geschafft hatten, so Barbara Hannappel, Geschäftsführerin der KSKOMM GmbH & Co. KG, die die TOOLGRINDER CHALLENGE unter dem Dach des Fachverband der Präzisionswerkzeugmechaniker, FDPW, organisiert hatte.

„Das zeigt den erfreulichen Trend, dass Frauenpower auch in diesen Berufszweig Einzug hält. Natürlich wäre es am Weltfrauentag erfreulich gewesen, dass es eine Siegerin gegeben hätte, denn immerhin waren die Ergebnisse hauchdünn. Martin Maier ist jedoch ein würdiger Sieger. Glückwunsch an alle! Schade, dass der fünfte Finalist, Tomas Hermann von ARNO Werkzeuge, krankheitsbedingt absagen musste.“

Vor dem ganztägigen Live-Event während der GrindTec hatten sich die vier verbliebenen Teilnehmer bei einer theoretischen Vorauswahl durchgesetzt. Anschließend hatte sie der Hauptsponsor der TOOLGRINDER CHALLENGE, die Adelbert Haas GmbH, zu einer zweitägigen Schulung ins Trainingszentrum nach Trossingen eingeladen, um die Programmierung mit der Schleifsoftware Multigrind Horizon zu üben und die Handhabung der Multigrind Radical zu erlernen. So waren für alle gleiche Voraussetzungen gewährleistet.

Großes Kino dann beim Live-Wettkampf am Messestand: Der Wettkampf zog in allen Phasen eine Fülle von Besuchern und Fans an. Unter den Augen von Marcus Matthäi, Head of Machine Demonstration, und Eduard Kleinschmidt, Application Technican (beide Adelbert Haas GmbH), sowie Andreas Grabmeier, Vorstandsmitglied des FDPW und Juror der Challenge, arbeiteten die Finalisten ihre Aufgaben ab.

Investition in die Zukunft

Als wirkungsvolle Unterstützung, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sieht auch Oberstudienrat Christian Stöhr, stellvertretender Schulleiter der Jakob-Preh-Berufsschule in Bad Neustadt an der Saale, solche Events wie die TOOLGRINDER CHALLENGE sehr positiv: „Oftmals assoziieren viele den Beruf des Präzisionswerkzeugmechanikers mit Staub, Öl, Krach etc. Das hat sich grundlegend geändert, vielmehr handelt es sich um einen abwechslungsreichen Hightech-Beruf mit hervorragenden Zukunftsperspektiven.“

“Hier geht es u. a. neben den manuellen Fähigkeiten auch um Programmierung, Berechnungen etc. sowie um lebenslanges Lernen in einer sich stets rasant ändernden Technologieumgebung. Herausforderungen, die auch immer mehr weibliche Schleiferinnen begeistern – so wie wir es hier auf der TOOLGRINDER CHALLENGE erleben.“

Innovative Wettbewerbs-Technologie

Jasmin Weiß, Angelina Obele und Susanne Köhler wie auch Martin Meier war die Begeisterung auch während des Wettkampfes stets anzumerken. Nicht als Konkurrenten, sondern als kleines, verschworenes Grüppchen präsentierten sich die Wettkämpfer.

Für den besten Fräser an diesem Tag lief die Multigrind Radical zur Höchstform auf. Laut Adelbert Haas ist die neue Werkzeugschleifmaschine als „Gamechanger“ konzipiert. Große Produktionsvolumen und gemischte Aufträge aber auch kleine Losgrößen können in Rekordzeiten abgearbeitet werden.

Heiko Zimmermann Head of Sales Europe bei der Adelbert Haas GmbH: „Sie ist die schnellste Werkzeugschleifmaschine am Markt, die Programmierung etwa aus der Cloud heraus sowie die Multigrind Horizon Software sind revolutionär. Schnellste Scheibenwechsel u. a. reduzieren konsequent die Nebenzeiten. Unterm Strich wird mit der Multigrind Radical wieder richtig Geld verdient.“

Für die TOOLGRINDER CHALLENGE 2023 konnten neben der Adelbert Haas GmbH als Hauptsponsor hochkarätige Mit-Unterstützer gewonnen werden, die die gesamte Prozesskette im Schleifprozess abbilden. So die Gerhard Ihle Hartmetalle Werkzeuge e.K., Lehmann-UMT GmbH, oelheld GmbH, SwissChuck AG, TYROLIT Group und E. ZOLLER GmbH + Co. KG.

Dirk Wember, Geschäftsführer der Adelbert Haas GmbH: „Die Branche lebt von der Arbeitsteilung, das heißt, wir benötigen als Partner innovative Technologiezulieferer, ohne die Höchstleistungen, wie etwa die Multigrind Radical, nicht möglich wären. Als Maschinenbauer brauchen wir diese Interaktion für gewinnbringende Synergien. Alle, die hier bei der Challenge mit im Boot saßen, sind dafür bestes Beispiel.“

Alle Beteiligten waren sich einig, solche Initiativen wie die TOOLGRINDER CHALLENGE zu unterstützen, wenn es darum geht, junge Menschen für diesen Beruf zu begeistern.

Titus Lehmann, Geschäftsführer des Filtrationsspezialisten Lehmann-UMT brachte es auf den Punkt: „Dem Fachkräftemangel effektiv entgegenzuwirken ist systemrelevant. Wir freuen uns, dass auch immer mehr weibliche Nachwuchskräfte in den bisher männlich dominierten Berufszweigen in der Metallbearbeitung Fuß fassen.“

„Wir konnten hier die Leidenschaft am Produkt und dem Prozess hautnah erleben. Wie auch die anderen Sponsoren freuen wir uns, aktiv den Nachwuchs zu fördern und sind stolz, ein wichtiger Teil dieses hochwertigen Events gewesen zu sein und den Wettbewerb zu unterstützen.“

Am Ende lagen alle Teilnehmer mit ihren Fräsern und im Ergebnis laut Juror und FDPW-Vorstandsmitglied Andreas Grabmeier nur um Nuancen auseinander. Mit einem kleinen Vorsprung machte Martin Meier das Rennen und gewann den Bildungsgutschein von 3.500 Euro als ersten Preis. Dazu der glückliche Sieger: „Es hat mir großen Spaß gemacht und kann dem Nachwuchs nur raten, bei der nächsten TOOLGRINDER CHALLENGE mitzumachen.“

Kontakt:

www.grindtec.de