Verhalten trotz Vorkrisen-Niveau

Fast 56 Millionen Euro Umsatz und ein 7-prozentiges Wachstum hat die Karl-Heinz Arnold GmbH im Jahr 2022 verzeichnet. Dennoch bleibt das Familienunternehmen verhalten, da ein Teil der Steigerung auf der unvermeidlichen Weitergabe von gestiegenen Kosten beruht.

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Simon Storf, einer der Geschäftsführer bei ARNO Werkzeuge: „Wir entwickeln uns immer mehr zum Lösungsanbieter. Kunden fragen nach bestmöglichen Fertigungsmethoden und -prozessen“. (Bildnachweis: ARNO)

„Wir sind froh über das Wachstum und den Umsatz, den wir 2022 erreicht haben, dennoch liegen wir immer noch knapp unter dem Vorkrisenniveau. Nun gilt es, künftig wieder substanziell zu wachsen“, berichtet Simon Storf, einer der Geschäftsführer bei Arno Werkzeuge. Im vergangenen Jahr ist Arno Werkzeuge um sieben Prozent gewachsen und hat mit 55,9 Millionen Jahresumsatz den zweithöchsten Wert der Firmengeschichte erreicht.

Damit setzt das Familienunternehmen den positiven Trend der vergangenen Jahre fort. Weil jedoch ein Teil des Zuwachses auf moderaten Preiserhöhungen aufgrund der Weitergabe gestiegener Kosten bei Energie und Material beruhen, ist das Ergebnis, das traditionell nicht genannt wird, längst nicht in diesem Ausmaß gestiegen.

Vom Produkthersteller zum Lösungsanbieter

61 Prozent des Umsatzes erzielte Arno Werkzeuge in Deutschland. Von den 39 Prozent Auslandsumsatz entfallen etwa 80 Prozent auf die EU mit den Schwerpunkten in Großbritannien, Italien und Österreich. Außereuropäisch waren die USA sowie Südostasien mit Singapur, Thailand und Vietnam die größten Absatzmärkte.

Insbesondere das starke Wachstum in den USA zeige, dass sich die Arbeit der Niederlassung dort sehr gut auszahlt. Verantwortlich für die Entwicklung des Unternehmens insgesamt war 2022 auch die große Lieferfähigkeit von nahezu 95 % aller bestellten Teile. Dazu beigetragen haben der Aufbau des Lagers und die hohe Fertigungstiefe.

Konsequent gehen die Werkzeugexperten fürs Zerspanen den Weg von einem Hersteller und Produkteanbieter hin zu einem Lösungsanbieter mit hoher Beratungskompetenz. Dies zeigen die vielen Anfragen im Bereich Langdrehen und Abstechen und zur Automatisierung mehrerer Prozesse bis zu deren Verkettung.

„Die Kunden fragen nicht mehr nur nach den passenden Werkzeugen, sondern zeigen uns vermehrt ein Endprodukt und fragen nach bestmöglichen Fertigungsmethoden und -prozessen“, betont Storf. „Das bestätigt unsere Strategie, mit bestmöglichen und hervorragend qualifizierten Anwendungsberatern stets nah bei den Kunden vor Ort zu sein.“ Zum Jahresende beschäftigte das Familienunternehmen 230 Mitarbeitende.

Auftragslage und Investitionsplan stimmen zuversichtlich

2022 wurde weiterhin verstärkt in die Ausbildungskapazität für Azubis investiert. Fürs neue Jahr zeigt sich die Geschäftsleitung vorsichtig optimistisch. Die Auftragslage stimme hoffnungsfroh. Investitionen in weitere Maschinen, Digitalisierung und Automatisierung sowie in ein neues ERP-System zeigen Zuversicht. Darüber hinaus sollen neue Mitarbeiter Vertrieb und Produktion weiter stärken. Ziel ist, 2023 mit substanziellem, gesundem Wachstum den Umsatz weiter zu steigern.

Kontakt:

www.arno.de