Neu aufgelegt – Die ABC von INDEX

Die INDEX Werke gaben Verbesserungen im oberen Revolver bekannt. Dazu zählen eine elektronisch indexierbare Schaltachse, Y-Funktionalität sowie Höheneinstellung und Bestückung mit Doppelwerkzeughaltern. Die bisher geschätzen Eigenschaften der Maschine seien aber unverändert geblieben.

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Das Highlight des neuen CNC-Produktionsautomaten INDEX ABC ist der obere Revolver. Er ist jetzt stufenlos schaltbar, verfügt über Y-Funktionalität, eine Höheneinstellung und kann mit Doppelwerkzeughaltern bestückt werden. Mit der Synchronspindel im oberen Werkzeugträger können Werkstücke mit Hilfe von bis zu fünf zur Verfügung stehenden Hinterbohrstationen komplett von der Rückseite bearbeitet werden. (Bildnachweis: INDEX)

Der CNC-Drehautomat INDEX ABC ist ein Erfolgsmodell mit beachtlicher Kontinuität: In gut 25 Jahren wurde die Maschine über 3000-mal ausgeliefert. Entsprechend umsichtig fand die Weiterentwicklung zur neuen INDEX ABC statt. Die INDEX ABC ist in den Jahren weit gereift“, erklärt Ulrich Baumann, Entwicklungsleiter Einspindeldrehautomaten bei INDEX.

„Immer wieder haben wir durch Verbesserungen in der Steuerungs- und Antriebstechnik sowie bei mechanischen Komponenten die Effizienz gesteigert. So war es jetzt eine große Herausforderung, das enorm hoher Niveau des Vorgängermodells beizubehalten und auf dieser Basis erweiterte Funktionen für eine noch effizientere, vielseitigere Zerspanung zur Verfügung zu stellen“.

INDEX ABC in neuem Design: Da unter der Haube Größe und Bauraum unverändert geblieben sind, können alle vorhandenen Programme 1:1 eingespielt und abgearbeitet werden. (Bildnachweis: INDEX)

Laut Hersteller ist das vorbildlich gelungen. Unter dem aktualisierten, attraktiven INDEX-Design findet der Betrachter eine Maschine, die zunächst in Größe und Arbeitsraum unverändert geblieben ist. Denn Prämisse für die Weiterentwicklung war, dass dabei auf die unzähligen Programme und werkstückspezifischen Einrichtungen Rücksicht genommen wird, die bis heute auf den im Feld befindlichen Maschinen laufen.

Als zweite Anforderung galt: Hinsichtlich der Zerspanungsmöglichkeiten, Stückzeiten und Maßhaltigkeit darf die zukünftige Ausführung auf keinen Fall hinter den Bisherigen zurückbleiben – auch nicht zugunsten neuer Funktionalitäten. Den Nachweis dafür erbrachten die INDEX-Entwickler durch einen Vergleich zwischen einer ABC der aktuellen Generation und der modifizierten Maschine, die identisch eingerichtet wurden.

Das Ergebnis: Die weiterentwickelte Version ist im Stückzeitvergleich und beim Verhalten der Maßhaltigkeit über die Maschineneinschaltdauer (Thermogang) sogar noch etwas besser. Im Bereich der Grenzzerspanung (Spantiefe beim Einstechen) erreichte sie das gewohnt hohe Niveau.

„Damit können bisherige ABC-Anwender jede hinsichtlich Werkzeug- und Programmtechnik aufwändig optimierte Bearbeitung auch auf einer neu anzuschaffenden INDEX ABC mindestens genauso gut durchführen – und ein zusätzliches Plus verbuchen. Denn die Zerspanungsaufgaben stehen erweiterte Funktionen zur Verfügung, die noch mehr Effizienz und ein größeres Bauteilespektrum versprechen.

Entwicklungsleiter Ulrich Baumann: „Eine große Herausforderung bei der Entwicklung der neuen INDEX ABC war, das enorm hohe Niveau des Vorgängermodells beizubehalten und auf dieser Basis erweiterte Funktionen für noch effizientere, vielseitigere Zerspanung zur Verfügung zu stellen.“ (Bildnachweis: INDEX)
Oberer Revolver mit Y-Achse und Höhenverstellung

Die Verbesserungen konzentrieren sich im Wesentlichen auf den oberen Revolver, bei dem ein hochübersetztes, stufenloses Getriebe die bisher über Hirth-Verzahnung realisierte stufenweise Positionierung ersetzt. So kann der Revolver jede beliebige Position einnehmen. Das eröffnet vielfältige, vorteilhafte Möglichkeiten. Die INDEX-Entwickler realisierten damit beispielsweise eine interpolierte Y-Achse, die den oberen ABC-Revolver zu außermittigem Bohren und Flächenfräsen befähigt.

Auch die Spitzenhöheneinstellung der Schneiden ist jetzt einfach zu bewerkstelligen, was zum einen bei einer Innenbearbeitung von kleinen Bohrungen noch mehr Präzision verspricht. Zum anderen lässt sich durch eine solche Höhenkorrektur die Oberfläche bzw. das Spanbild verbessern.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus dem jetzt möglichen Einsatz von Doppelwerkzeughaltern. Denn damit erhöht sich – bei gleicher Revolvergröße und Anzahl der Steckplätze – der Werkzeugvorrat von bisher sieben auf jetzt bis zu 14 feste oder angetriebene Werkzeuge. Dieses Plus lässt sich für Schwesterwerkzeuge oder ein größeres Bearbeitungsspektrum nutzen. Eine weitere Station ist fix von der Synchronspindel für die Rückseitenbearbeitung belegt.

Das Highlight des neuen CNC-Produktionsautomaten INDEX ABC ist der obere Revolver. Er ist jetzt stufenlos schaltbar, verfügt über Y-Funktionalität, eine Höheneinstellung und kann mit Doppelwerkzeughaltern bestückt werden. Mit der Synchronspindel im oberen Werkzeugträger können Werkstücke mit Hilfe von bis zu fünf zur Verfügung stehenden Hinterbohrstationen komplett von der Rückseite bearbeitet werden. (Bildnachweis: INDEX)
Für zukünftige Aufgaben gerüstet

Mit dem stufenlos schaltbaren Revolver, seiner Y-Funktionalität, der Höheneinstellung und Mehrfachhaltern wird die INDEX ABC ihre Erfolgsgeschichte weiterschreiben, davon sind die Entwickler und Anwendungstechniker überzeugt. Denn dieser kleine, extrem schnelle CNC-Produktionsdrehautomat wird nun auch aktuellen Markttrends hin zu kleineren Stückzahlen und komplexeren Geometrien gerecht. Sein günstiges Preis-Leistungsverhältnis lässt sich in Zukunft auch für Teile nutzen, die bisher eine teurere Maschine erfordert hätten.

Kontakt:

www.index-werke.de