VDMA-Blitzumfrage: Maschinen- und Anlagenbau übernimmt Verantwortung

Längere Betriebsschließungen als üblich zum Jahreswechsel sollen einen Beitrag zur Vermeidung von Corona-Ansteckungsgefahren leisten. Die Funktionsfähigkeit der Firmen und Notdienste bleiben bestehen

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Betriebsschließungen im Maschinen- und Anlagenbau werden in diesem Jahr in der Weihnachtszeit und über den Jahreswechsel deutlich länger ausfallen, als in den Jahren zuvor. Dies ergab eine VDMA-Blitzumfrage unter gut 800 Mitgliedsunternehmen. 77 Prozent der befragten Unternehmen planen eine Betriebsunterbrechung. Bei 35 Prozent der Unternehmen mit Betriebsunterbrechungen wird diese länger andauern, als üblich. Aus dieser Gruppe wiederum geben 67 Prozent eine Verminderung der Ansteckungsgefahr durch COVID-19 explizit als Grund für die Verlängerung an. Aber auch Auftragsmangel und eine niedrige Kapazitätsauslastung spielen in vielen Unternehmen eine Rolle. Im Schnitt dauern die Betriebsunterbrechungen 15 Tage. Laut VDMA-Umfrage haben 80 Prozent der befragten Unternehmen die Optionen für Home-Office bereits erweitert oder planen dies. Grundsätzlich halten die Unternehmen ihre Funktionsfähigkeit und Notdienste aufrecht.

„Die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau übernehmen Verantwortung, auch und gerade in der aktuellen Phase des Lockdowns. Jeder ist gefordert, seinen Beitrag zum Brechen der Infektionswelle zu leisten. Das kann nur durch konsequentes Handeln gelingen. Längere Betriebsschließungen zum Jahreswechsel gehören dazu“, kommentiert VDMA-Präsident Karl Haeusgen die Ergebnisse der Umfrage.