Künstliche Intelligenz für die Metallbranche

Auf der AMB 2026 zeigt Aptean, wie sich Künstliche Intelligenz praxisnah in bestehende Fertigungsprozesse integrieren lässt.

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Die KI-native Plattform AppCentral von Aptean bündelt Anwendungen, Daten und Workflows aus ERP, MES, CAQ und EAM in einer cloudbasierten Umgebung. ©Aptean

Im Mittelpunkt des Messeauftritts standen branchenspezifische Vertical-AI-Anwendungen, die direkt in ERP-, MES- und Qualitätsmanagementsysteme eingebettet sind. Mit oxaion ERP, der MES-Lösung Syncos sowie der Plattform AppCentral demonstriert Aptean, wie Zerspanungs- und Präzisionsfertiger ihre Daten für automatisierte Abläufe, schnellere Entscheidungen und mehr Transparenz in der Fertigung nutzen können. Ergänzt wurde der Messeauftritt durch sycat ONE, eine Plattform für KI-gestütztes Qualitäts-, Dokumenten- und Prozessmanagement.

sycat ONE bündelt Prozess-, Qualitäts- und Dokumentenmanagement sowie Mitarbeiterqualifizierung in einer Plattform. ©Aptean

Die AMB als Treffpunktder Metallbearbeitungsindustrie

Mehr als 1.000 Aussteller aus über 30 Ländern präsentieren in Stuttgart aktuelle Entwicklungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Werkzeugmaschinen über Automatisierungslösungen bis hin zu digitalen Fertigungs- und Qualitätssicherungssystemen. Dass Künstliche Intelligenz dabei längst in der industriellen Praxis angekommen ist, bestätigt Arno Schlingermann, Senior Solutions Consultant Sales bei Aptean Germany GmbH: „Wer heute mit Zerspanern oder Präzisionsfertigern spricht, muss das Thema KI kaum noch selbst ansprechen, es kommt inzwischen von allein auf den Tisch. Entscheidend ist für die Unternehmen längst nicht mehr die Frage, ob sie KI einsetzen sollen, sondern an welcher Stelle im Tagesgeschäft sie einen konkreten Mehrwert schafft.“

KI-Agenten übernehmen Aufgaben, statt nur Daten zu liefern

Mit AppCentral bündelt Aptean Anwendungen, Daten und Workflows aus ERP, MES, CAQ und EAM in einer cloudbasierten Plattform. Herzstück ist Aptean Intelligence, eine KI-Ebene mit eingebetteten KI-Agenten, die in Echtzeit auf strukturierte und unstrukturierte Informationen aus allen angebundenen Systemen zugreifen und Aufgaben eigenständig ausführen, statt lediglich Berichte zu erzeugen. In der fertigenden Industrie zeigt sich das etwa in proaktiven Hinweisen bei drohenden Lieferverzögerungen, in der automatisierten Übernahme wiederkehrender Routineaufgaben sowie in Abfragen in natürlicher Sprache über Systemgrenzen hinweg, beispielsweise zum aktuellen Status eines Auftrags auf Basis von ERP- und MES-Daten. Auch in der Beschaffung wird der Nutzen deutlich: Verknüpft Aptean Intelligence externe Signale wie Materialpreise oder Zolländerungen mit internen Bestelldaten, wird frühzeitig sichtbar, welche laufenden Aufträge wirtschaftlich unter Druck geraten könnten. Die KI-Agenten ersetzen das ERP-System dabei nicht, sondern erweitern es um proaktive, ausführende Funktionen.

Aptean präsentierte auf der AMB in Stuttgart KI-Agenten, Vertical-AI-Anwendungen und die Plattform AppCentral. ©Aptean

sycat ONE: KI-gestütztes Qualitäts- und Dokumentenmanagement

Vertikale KI beschränkt sich dabei nicht auf ERP und MES: Auch im Qualitätsmanagement setzt Aptean mit sycat ONE auf eine KI-gestützte Plattform, die Prozesse, Qualität, Dokumente und Wissensvermittlung auf einer gemeinsamen Plattform bündelt und so nachvollziehbare, automatisierbare und auditsichere Abläufe in der Fertigung schafft.

Neben der KI-gestützten Modellierung und Automatisierung von Prozessen rückt auch die Qualifizierung der Mitarbeitenden näher an den eigentlichen Arbeitsablauf. Schulungen und Unterweisungen finden direkt auf der Plattform statt, statt in separaten Anwendungen. Ergänzend übernimmt Agentic AI automatisierte Workflows, etwa in der Dokumentenlenkung oder bei der Nachweisführung von Qualifizierungen.

Vertikale KI: Der Kontext macht den Unterschied

Was branchenspezifische KI von einem generischen Sprachmodell unterscheidet, erläutert Andreas Theel, Solutions Consultant bei Aptean: „Vertikale KI kennt die Prozesse, Daten und Regeln der jeweiligen Branche und ist von Anfang an Teil der Systemarchitektur, statt nachträglich über eine Schnittstelle angebunden zu werden. In der Metallzerspanung heißt das konkret: Die KI versteht, was ein Auftrag, eine Charge oder eine Abweichung im jeweiligen System bedeutet, und kann entsprechend handeln, statt nur Text zu generieren.“ Ein allgemeiner KI-Assistent könne diesen Kontext nicht liefern, weil ihm der Zugriff auf die gewachsenen Prozesse und Berechtigungsstrukturen eines Fertigungsbetriebs fehle, so Theel weiter.

Kontakt:

www.aptean.com