HERMLE 2025 – Besser als erwartet

Mit einem Plus im Auftragseingang und einem Konzernumsatz über Vorjahresniveau meldet die Hermle AG für 2025 bessere Zahlen als erwartet. Zum 1.11.2026 wird Benedikt Hermle den Vorstandsvorsitz des Herstellers von Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren übernehmen.

177
Bild: Hermle AG

Die Maschinenfabrik Berthold HERMLE AG entwickelte sich 2025 in einem extrem schwierigen und turbulenten Umfeld besser als erwartet. Der Auftragseingang des schwäbischen Werkzeugmaschinen- und Automationsspezialisten erhöhte sich auf vorläufiger Basis konzernweit um rund 6 % auf ca. 484 Mio. Euro (Vj. 456 Mio. Euro). Ursächlich dafür waren vor allem unerwartete, umfangreiche Großaufträge aus dem Ausland, die im zweiten Halbjahr zu einem Zwischenhoch führten und die schwache Inlandsnachfrage überkompensierten. Entsprechend stieg der Bestelleingang im Gesamtjahr 2025 aus dem Ausland deutlich an. Im Inland wurde dagegen ein Rückgang verzeichnet, was neben der anhaltenden Verunsicherung durch die Zollpolitik der USA auf standortspezifische Faktoren wie die Konjunkturflaute, strukturelle Probleme in der Automobilbranche, hohe Energiekosten, erschwerte Finanzierungsbedingungen sowie die ausufernde Bürokratie zurückzuführen war. Der Auftragsbestand des HERMLE-Konzerns belief sich am 31. Dezember 2025 auf rund 91 Mio. Euro (Vj. 99 Mio. Euro).

Da die Großaufträge aus dem zweiten Halbjahr bis zum Jahresende weitgehend abgearbeitet wurden, kam es zwischenzeitlich zu einer gesunden Stabilisierung der Auslastung und der HERMLE-Konzernumsatz stieg 2025 nach vorläufigen, ungeprüften Berechnungen insgesamt leicht auf 492 Mio. Euro (Vj. 488 Mio. Euro). In den übrigen Monaten des Jahres waren die Kapazitäten nicht ausreichend ausgelastet. Das Unternehmen musste daher erneut Bremstage und Kurzarbeit einsetzen. Die Ertragslage war zusätzlich durch vielfältige negative Effekte wie Lohn- und Energiepreissteigerungen, bürokratische Auflagen und Währungsverschiebungen beeinträchtigt. Das Betriebsergebnis (EBIT) des HERMLE-Konzerns reduzierte sich daher laut ungeprüften Zahlen um ca. 19 % auf rund 69 Mio. Euro (Vj. 85 Mio. Euro), lag damit aber deutlich über den Erwartungen zu Jahresbeginn. Auch die im November 2025 angehobene Prognose, in der HERMLE noch von einem Rückgang um mindestens 25 % ausgegangen war, wurde übertroffen, da gegen Ende des Jahres sowohl Auslastung als auch Wertschöpfung besser ausfielen als angenommen.

Benedikt Hermle wird zum 1.11.2026 wird Vorstandsvorsitzender der Hermle AG. © Hermle

Auf Grundlage der vorläufigen Zahlen hat der Vorstand dem Aufsichtsrat heute seine Ausschüttungsempfehlung für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt: Vorgesehen ist, der Hauptversammlung am 1. Juli 2026 eine Dividende von 9,50 Euro je Stamm- und 9,55 Euro je Vorzugsaktie vorzuschlagen (Vj. 11,00 Euro bzw. 11,05 Euro). Im Anschluss an die Dividendenzahlung sollen die HERMLE-Beschäftigten im Inland wieder eine an der Ausschüttung orientierte Prämie erhalten.

Der Aufsichtsrat hat zudem beschlossen, Benedikt Hermle (37) mit Wirkung zum 1. November 2026 zum Vorsitzenden des Vorstands zu ernennen. Er ist seit 2018 Mitglied des dreiköpfigen Gremiums und verantwortet die Ressorts Produktion, Service und Personal.

Das vollständige, geprüfte Zahlenwerk zum Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht HERMLE Ende April 2026.

Kontakt:

www.hermle.de