Auftragseingang Maschinenbau August 2026

Im August waren alle Kennziffern des Auftragseingangs im Maschinenbau rückläufig. Unterm Strich resultierte ein Orderminus von 5 Prozent - ein Dämpfer nach zuvor zwei Monaten mit Bestellwachstum.

104

Der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist im August 2026 im Vergleich zum Vorjahr um real 5 Prozent gesunken. Dabei waren alle Kennziffern rückläufig: Die Bestellungen aus dem Inland gingen um 2 Prozent zurück, aus dem Ausland kamen insgesamt 6 Prozent weniger Orders. Der Rückgang aus den Euro-Partnerländern war mit 10 Prozent doppelt so groß wie aus den Nicht-Euro-Ländern (minus 5 Prozent). „Nach zuvor zwei Monaten mit Wachstum ist dieses Ergebnis ein leichter Dämpfer. Zu beachten ist dabei jedoch, dass es im August dieses Jahres im Gegensatz zum Vorjahr keine Großanlagen-Bestellungen gab“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt.

„Wir haben für die ersten acht Monate des Jahres 2026 zwar ein Auftragsplus von 4 Prozent in den Büchern, allerdings basiert es auch auf einem schwachen Vorjahr und den beiden Monaten März und Juni mit vielen Großaufträgen. Es fehlt insgesamt weiterhin an einer neuen Investitionsdynamik, die auf einen dauerhaften Konjunkturaufschwung hindeuten würde. Zudem macht uns große Sorgen, dass insbesondere die Aufträge aus dem Inland von Monat zu Monat weiter schrumpfen. Das zeigt, wie angeschlagen der Standort Deutschland ist und wie dringend er durchgreifende Reformen benötigt, um den Investoren wieder Vertrauen zu geben“, resümiert Dr. Gernandt.

Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum Juni bis August 2026 legten die Orders insgesamt um real 7 Prozent zu. Im Inland wurde ein Bestellminus von 1 Prozent verbucht, während die Auslandsaufträge um 11 Prozent zulegten. Aus den Nicht-Euro-Ländern kamen 19 Prozent mehr Bestellungen, die Euro-Länder lagen dagegen 9 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.

Kontakt:

vdma.eu