Vorsprung in der Hartzerspanung gesichert

Mit Italiens größtem Beschichtungsservice in Piacenza liefert Lafer SpA seit über 30 Jahren Beschichtungen. Von Beginn an vertraut das Unternehmen zum Beschichten von Zerspanwerkzeugen dabei auf die CemeCon Technologie.

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Mit der HiPIMS-Technologie hat Lafer die langjährige Zusammenarbeit mit CemeCon auf die nächste Stufe gehoben (Bildnachweis: Lafer)

Lafer SpA, mit Sitz in Piacenza, wurde 1986 gegründet und ist heute dank stetigen Wachstums das größte Beschichtungszentrum Italiens. Auf einer Fläche von 5.000 m2 produzieren 120 Mitarbeiter hochwertige PVD- und CVD-Beschichtungslösungen für Bauteile, Werkzeuge und Formen. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung ist ständig auf der Suche nach neuen Technologien, um die Qualität der angebotenen Beschichtungen weiter zu verbessern. Kunden von Lafer kommen aus den unterschiedlichsten Branchen, zum Beispiel auch aus dem Werkzeug- und Formenbau.

Lebensmittelverpackungen, medizinische Verbrauchsartikel wie etwa Spritzen oder Steckergehäuse für Elektrokomponenten – Formen zum Spritzgießen werden für die unterschiedlichsten Bereiche benötigt.  Es ist also kein Wunder, dass der Werkzeug- und Formenbau weltweit boomt. Wirtschaftliche Lösungen für die Hartbearbeitung von gehärteten Stählen sind daher gefragter denn je.

Auch Lafer suchte nach einer leistungsstarken Beschichtung, die den Experten einen Vorsprung in diesem Markt verschaffen würde.

Die Lösung für die Hartzerspanung: HiPIMS

„Zusätzlich trat noch ein namhafter Werkzeughersteller an uns heran, der trotz eigener Beschichtungskompetenz im Unternehmen bei der Bearbeitung von gehärteten Stählen nicht weiterkam. Die passende Lösung fanden wir schließlich in der HiPIMS-Beschichtungsanlage unseres langjährigen Partners CemeCon“, berichtet Primo Civardi, seit 20 Jahren Leiter der Beschichtungsproduktion bei Lafer und Mitglied der Geschäftsführung.

Um wirklich sicher zu sein, die beste Lösung gefunden zu haben, testete Lafer HiPIMS mit modernster Messtechnik intensiv im eigenen Haus und auch extern. Das Ergebnis: Bei der Hartzerspanung im Werkzeug- und Formenbau gibt es nichts Besseres als den HiPIMS-Schichtwerkstoff SteelCon. Lafer hat den HiPIMS-Schichtwerkstoff unter dem Namen Coral HiPIMS in sein Portfolio aufgenommen und passt die Beschichtung an die jeweiligen Präzisionswerkzeuge seiner Kunden an.

Neben der Produktion etablierter Beschichtungen können die Experten von Lafer mit der Inhouse-Beschichtungslinie auch eigener Beschichtungen entwickeln. Das mag vielleicht in manchen Ohren kompliziert klingen, ist aber mit CemeCon-Technologie ganz einfach.

Lafer SpA, mit Sitz in Piacenza, ist das größte Beschichtungszentrum Italiens (Bildnachweis: Lafer)

Die offene Architektur der HiPIMS-Maschine und der volle Zugriff auf alle HiPIMS-Parameter bieten völlige Flexibilität beim Maßschneidern von Beschichtungen. Dabei sind die Prozesse so gut in der Steuerung verankert und automatisiert, dass (fast) jeder damit umgehen kann. Das entsprechende Training dafür ist Teil des CemeCon Technologie-Pakets.

CemeCon liefert auf Wunsch das Komplettpaket aus Substratvorbehandlung, Beschichtungsanlage und weiterer Peripherie. Die Einheit aus Anlagentechnik, erprobtem Prozess und dem Training der Mitarbeiter im CemeCon Beschichtungszentrum unterscheidet CemeCon von anderen Technologie-Lieferanten. Sie erleichtert Herstellern den Einstieg in die eigene Beschichtungstechnik.

Standzeit 50 Prozent höher

Dazu Alessandro Bertè, R&D Manager bei Lafer: „Die Bearbeitung von Stahl mit 62 HRC mit einem Kugelkopffräser ist die klassische High-End-Anwendung im Werkzeug- und Formenbau. Perfekt also, um unsere Beschichtung mit anderen Lösungen zu vergleichen. Das Ergebnis war erstaunlich und hat alle unsere Erwartungen übertroffen: Die Standzeit der Fräser mit Coral HiPIMS war 50 Prozent höher als bei allen anderen Werkzeugen – und das bei ausgezeichneten Oberflächen. Wir sind begeistert!“

Coral HiPIMS verbessert die Leistung von Hartmetall-Zerspanwerkzeugen bei der Bearbeitung von mittel- und hochfestem Stahl signifikant. Die HiPIMS-Beschichtung ist glatt, zäh, hart und verschleißfest. Das reduziert die Bearbeitungszeit und eine bessere Oberflächengüte kann erzielt werden.

Enormes Potenzial für die Zukunft

„Wir wollen, dass man diese außergewöhnlichen Schichteigenschaften schon direkt am Namen erkennen kann. Deswegen heißt unsere neue Beschichtung nicht einfach Coral, sondern Coral HiPIMS“, ergänzt Primo Civardi. „Mit Coral HiPIMS haben wir uns ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. So können wir uns ganz neue Geschäftsmöglichkeiten im Werkzeug- und Formenbau erschließen. Für uns ist HiPIMS die bahnbrechende Technologie der Zukunft. Sie ist ein Meilenstein in unserer Wachstumsstrategie.“

Ermutigt durch die extrem positiven Zerspanergebnisse sieht Lafer auch bei der Titanbearbeitung für die Luft- und Raumfahrt enormes Potenzial mit der HiPIMS-Technologie. Coral HiPIMS ist ein vielversprechender Start in neue Märkte.

Kontakt

www.cemecon.de