Es funkt!

Zur EMO 2019 stellt Vollmer seine Drahterodiermaschine VPulse 500 vor, die mit Zusatzfunktionen ausgestattet ist, um Diamantschleifscheiben erosiv abzurichten.

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Mit der Vollmer Drahterodiermaschinen VPulse 500 lassen sich metallisch gebundene Diamantschleifscheiben herstellen und nachprofilieren.

„Metallisch gebundene Diamantschleifscheiben werden nicht nur in der Werkzeugbearbeitung verstärkt eingesetzt. Um deren Abtragsleistung und Standzeit zu erhöhen, empfiehlt sich für das Abrichten das Funkenerodieren“, sagt Dr. Stefan Brand, Geschäftsführer der Vollmer Gruppe in Biberach. „Auf der EMO 2019 in Hannover zeigen wir erstmals, wie sich mit unserer Drahterodiermaschine VPulse 500 das erosive Abrichten von Schleifscheiben realisieren lässt.“

Mechanisches Abrichten hat Nachteile Ziel ist es, die maximale Leistung von metallisch gebundenen Schleifscheiben zur Entfaltung zu bringen. Lange Zeit konnten diese nicht in ihrem effektivsten Arbeitspunkt eingesetzt werden. Eine der Ursachen ist die nicht optimale Konditionierung des Schleifbelags bei der Herstellung oder dem Nachprofilieren. So mussten in der Vergangenheit häufig auf mechanische Abrichtverfahren zugegriffen werden.

Die mechanischen Abrichtverfahren haben entscheidende Nachteile: So kann beispielsweise nicht der gewünschte Kornüberstand erzielt werden, der für einen „kühlen Schliff“ und die notwendige Schnittigkeit des Belags sorgen. Und das, wo die metallische Bindung genau diesen Vorteil aufgrund der hohen Kornhaltekraft unterstützen würde. Darüber hinaus sind die auftretenden Kräfte beim mechanischen Abrichten für die geforderten Genauigkeiten der Schleifscheibenkontur eine weitere Störgröße, die aufwändig kontrolliert werden muss.

Hoher Kornüberstand und präzise Konturen Erstmalig zur EMO in Hannover bietet Vollmer auf der VPulse500 Drahterodiermaschine die notwendige Funktionalität an, um metallisch gebundene Schleifscheiben zu profilieren. Mit einer speziellen Verfahrenstechnik und eigens entwickelten Erodierparametern ist es den Biberachern gelungen „alle Fliegen mit einer Klappe zu schlagen“.

Der abgestimmte Erodierprozess trägt den metallischen Binder rund um das elektrisch nichtleitende Diamontkorn ab. Dabei entsteht eine optimale Topografie am Schleifbelag. Im Einzelnen sind dies ein hoher Kornüberstand sowie nicht vorgeschädigte Diamantkörner bei hoher Kornhaltekraft. Die erzielte Konturgenauigkeit liegt je nach Binder und Korngröße bei plus/minus zwei Mikrometer.

Erodieren mit Korrosionsschutz

Im Gegensatz zu anderen Erodierverfahren verwendet die VPulse 500 ein Dielektrikum auf Kohlenwasserstoffbasis, deshalb müssen die empfindlichen Spannsysteme der Schleifscheibenpakete nicht speziell geschützt werden. Über die Fünf-Achskinematik misst und erodiert die VPulse 500 jede Diamantschleifscheibe automatisch. Dank des feinen Erodierdrahts lassen sich selbst komplexe Geometrien auf der Schleifscheibe in einer Aufspannung bearbeiten.

Bei Vollmer haben interne Tests mit der VPulse 500 ergeben, dass sich gegenüber mechanischen Verfahren die Standzeiten von metallisch gebundenen Schleifscheiben signifikant steigern lassen. Darüber hinaus verbessert sich aufgrund der offenporigen Schleifscheibe mit Kornfreistand die Abtragsleistung deutlich. Anwender können mit der VPulse 500 das Abrichten der Schleifscheiben frei programmieren.

„Kunden haben die Option, die VPulse 500 mit vier unterschiedlichen Werkstückspeichern auszustatten, wodurch sich bis zu 68 Schleifscheibenpakete mannlos und rund um die Uhr bearbeiten lassen“, sagt Dr. Stefan Brand. „Egal ob Unternehmen Diamantschleifscheiben herstellen oder nachprofilieren.“

Die Vollmer Werke auf der EMO 2019 in Halle 6, Stand F66.

Kontakt:

www.vollmer-group.com