Start der GrindingHub 2026

Die Fachmesse auf der Landesmesse in Stuttgart startet in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld – und setzt zugleich gezielt Impulse für Effizienz, Innovation und Investitionssicherheit.

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Die internationale Schleiftechnikbranche trifft sich in diesen Tagen in Stuttgart: Mit 462 Ausstellern aus 28 Ländern ist die GrindingHub 2026 erneut zentraler Treffpunkt für Maschinenbau, Werkzeughersteller sowie Anwenderinnen und Anwender aus der industriellen Fertigung.

Verhaltene Nachfrage, aber stabile technologische Basis

Die Schleiftechnik steht deutlich unter Druck. 2025 sanken die Auftragseingänge um rund 5 Prozent, besonders stark im Inland. Zum Jahresauftakt 2026 brachen im Januar und Februar die Auslandsaufträge um 51 Prozent im Ausland ein, während das Inland um 35 Prozent zulegte. Die Produktion ging 2025 um 19 Prozent zurück, die Exporte um 24 Prozent; die Exportquote fiel auf rund 76 Prozent – den niedrigsten Wert seit etwa sechs Jahren.

„Die Schleiftechnik ist konjunkturell gefordert, aber strukturell stark“, sagt Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken). „Die Branche lebt von hoher Präzision, technologischer Tiefe und permanenten Verbesserungen der Prozesseffizienz. Gerade in einem schwierigen Umfeld rücken Innovationen und Investitionen in produktivere Lösungen stärker in den Fokus.“

Internationale Plattform für Technologie und Austausch

Die GrindingHub bildet die gesamte Wertschöpfungskette der Schleiftechnik ab – von Schleifmaschinen und Werkzeugen über Messtechnik, Automatisierung und Software bis hin zu Dienstleistungen. Mehr als die Hälfte der Aussteller kommt aus dem Ausland, was die internationale Ausrichtung der Messe unterstreicht. Gleichzeitig profitiert die Messe von ihrer starken regionalen Verankerung.

Roland Bleinroth, Geschäftsführer Messe Stuttgart: „Baden-Württemberg gehört zu den bedeutendsten Industrieregionen Europas – und die GrindingHub nutzt diese Stärke in Stuttgart optimal. Die hohe Beteiligung der Unternehmen zeigt, wie wichtig dieser Standort für die Weiterentwicklung der Schleiftechnik ist und wie gut wir gemeinsam mit dem VDW die passenden Rahmenbedingungen dafür schaffen.“

KI-Chatbot Hubi gibt Orientierung auf Knopfdruck

Die Schleiftechnik trifft sich in Stuttgart ©VDW

Zur GrindingHub 2026 feiert ein neues Angebot Premiere: der KI-gestützte Chatbot Hubi. Er bringt Tempo und Struktur in die individuelle Messeplanung – mit gezielter Suche nach Ausstellenden, Technologien oder Anwendungen. Gleichzeitig verknüpft Hubi passende Programmpunkte des Rahmenprogramms direkt mit den jeweiligen Interessen. Damit nutzt die GrindingHub die Chancen künstlicher Intelligenz, um den Messebesuch spürbar effizienter und benutzerfreundlicher zu machen.

„Hubi ist ein digitales Hilfsmittel, das die Orientierung auf der Messe erleichtert“, erläutert Dr. Alexander Broos, Leiter Forschung und Technik beim VDW. „Das System befindet sich in kontinuierlicher Weiterentwicklung und unterstützt Besucherinnen und Besucher bereits heute bei der gezielten Planung ihres Aufenthalts. Wir laden alle ein, Hubi auszuprobieren und die Weiterentwicklung aktiv mitzugestalten.“ Hubi wurde vom VDW gemeinsam mit der aiXbrain GmbH aus Aachen entwickelt. Grundlage sind Daten aus dem Online-Ausstellerkatalog sowie Inhalte der Ausstellerwebsites, die für den Messekontext aufbereitet wurden.

Praxisnahe Lösungen für aktuelle Herausforderungen

Wo geht es hin in der Schleiftechnik und welche Impulse bringt die GrindingHub? ©VDW

Neben der Ausstellung bietet die GrindingHub ein umfangreiches Rahmenprogramm. Mit dem grundlegend neu aufgesetzten Grinding Solution Forum setzt die GrindingHub 2026 einen klaren inhaltlichen Akzent: praxisnah, interaktiv und konsequent am Bedarf der Anwender ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen reale industrielle Herausforderungen und konkrete Lösungsansätze – nach dem Prinzip „Herausforderung – Lösung – Erkenntnis“.

Thematisch reicht das Spektrum von Prozessstabilität und Qualität über Automatisierung sowie Daten, Digitalisierung und KI bis hin zu Wirtschaftlichkeit und Zukunftsperspektiven der Schleiftechnik. Neben kompakten Praxis-Sessions bieten interaktive Co-Creation-Workshops Raum für direkten Austausch und gemeinsame Lösungsentwicklung zwischen Ausstellern und Publikum. Das tagesaktuelle Programm sowie weitere Informationen sind online abrufbar unter www.grindinghub.de/forum-besucher.

„Die Branche steht vor wichtigen Weichenstellungen – vom Kostendruck über Fachkräftemangel bis hin zu Nachhaltigkeit und Automatisierung“, so Heering. „Die GrindingHub bietet dafür Orientierung und konkrete Lösungsansätze. Sie ist damit nicht nur eine Leistungsschau, sondern ein Gradmesser für die Zukunftsfähigkeit der Schleiftechnik.“

Kontakt:

www.grindinghub.com