Die VDWF-Hauptversammlung 2026

Gemeinsam die Stimme für den Werkzeug- und Formenbau erheben

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Die zum Gruppenfoto im Tagungssaal versammelten rund 200 Teilnehmer der VDWF-Jahreshauptversammlung. (Bild: VDWF)

Am 23. April kamen Mitglieder und Partner des Verbands Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) bei DMG MORI in Seebach zur 33. Jahreshauptversammlung zusammen. In Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen bekräftigte der Verband seine Rolle als wichtiges Sprachrohr und Begegnungsplattform der Branche.

Bereits am Vorabend fand das traditionelle Get-together statt. Auf der Hauptversammlung selbst hieß VDWF-Geschäftsführer Ralf Dürrwächter die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei DMG MORI willkommen, dem diesjährigen Gastgeber des Verbandstags. Der Werkzeugmaschinenhersteller ist seit 2008 Mitglied im Verband und lud vom 21. bis zum 23. April parallel zur Hauptversammlung zu seinen Technologietagen im Werk Seebach ein, wo neueste Technologielösungen, Fachvorträge und Live-Zerspanungsdemonstrationen zu erleben waren.

„Hoffnungslos optimistisch“: VDWF-Präsident Prof. Thomas Seul verwies in seinem Bericht darauf, dass jedes einzelne Mitgliedsunternehmen zur Stärke des Verbands beiträgt. © VDWF

Mit starker Stimme für die Branche

Der VDWF-Vorstand mit Geschäftsführer Ralf Dürrwächter begrüßte auf der Hauptversammlung nicht nur die rund 200 anwesenden Verbandsmitglieder, sondern stellte auch explizit die 42 im vergangenen Jahr hinzugekommenen Neumitglieder des VDWF einzeln vor. Anschließend unterstrich VDWF-Präsident Prof. Thomas Seul in seinem Bericht, trotz der angespannten Lage „hoffnungslos optimistisch“ zu sein.

Mit Blick auf die 2025 erfolgreich gestartete Kampagne „Ohne Werkzeugbau kein Produkt – think global, source local“ und den im März an die Politik gerichteten offenen Brief des VDWF erläuterte er, wie wichtig es für den Verband sei, Präsenz zu zeigen und die Bedeutung der Branche zu unterstreichen: „Jedes Unternehmen – ob klein oder groß – hat seinen individuellen Charakter und trägt zur Vielfalt und Leistungsstärke unserer Branche bei. Daher müssen wir mit stolzgeschwellter Brust vorwärtsgehen, aber auch einen Fahrplan entwickeln, der unseren Weg in die globale Zukunft vorgibt.“

Dies sei umso leichter für den Verband, je mehr Mitglieder er habe: „Je größer wir sind, desto lauter wird unsere kollektive Stimme.“ Seul verwies auf die Notwendigkeit für den VDWF, sich auch in Zukunft Gehör zu verschaffen: „Wenn wir nicht sagen, was wir können und was wir wollen, dann werden wir auch nicht gehört.“

Erste Beitragsanpassung seit Verbandsgründung

Florian Niethammer von der Messe Stuttgart stellte auf der Jahreshauptversammlung des VDWF das neue Messekonzept der Moulding Expo vor. (Bild: VDWF)

Um auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten weiterhin im Namen seiner Mitglieder die Stimme erheben zu können, erhöht der VDWF im 35. Jahr seines Bestehens erstmals seine Mitgliedsbeiträge. Dies soll sicherstellen, dass der Verband auch in Zukunft der Branche eine Plattform bieten und politische Arbeit leisten kann. Die Anpassung der Beiträge um 20 Prozent wurde von den anwesenden Verbandsmitgliedern ohne Gegenstimmen angenommen.

Zahlreiche Wortmeldungen aus dem Publikum äußerten Verständnis für die Notwendigkeit dieses Schritts, gerade auch in Anbetracht des seit 1992 erheblich erweiterten Angebots des VDWF, und unterstrichen die Wichtigkeit einer kontinuierlichen Verbandskommunikation. „Es geht darum, Präsenz zu zeigen, auf sich aufmerksam zu machen“, erklärte Seul und gab seinen Mitgliedern und der Branche mit auf den Weg: „Bleiben Sie bitte zuverlässig zuversichtlich!“

Kontakt:

www.vdwf.de