Die Auftragseingänge für Metallbearbeitungsmaschinen beliefen sich im Februar 2026 laut dem von AMT – The Association For Manufacturing Technology veröffentlichten „U.S. Manufacturing Technology Orders Report“ auf insgesamt 488,9 Millionen US-Dollar. Der Wert der Aufträge für Fertigungstechnologie stieg gegenüber Januar 2026 um 10,7 % und gegenüber Februar 2025 um 27,4 %. Der Gesamtwert der Aufträge für 2026 bis einschließlich Februar hat 930,5 Millionen US-Dollar erreicht und liegt damit 26 % über dem Wert der ersten beiden Monate des Jahres 2025.
Die Nachfrage nach Fertigungstechnologie trat im letzten Quartal 2024 nach fast drei Jahren des Rückgangs in eine Erholungsphase ein. Während jedoch die Auftragswerte stiegen, wuchs die Gesamtzahl der Einheiten deutlich langsamer. Diese Divergenz zwischen Wert- und Stückzahltrends setzt sich bis ins Jahr 2026 fort, wobei die Gesamtzahl der bestellten Einheiten im Vergleich zu den ersten beiden Monaten des Jahres 2025 in etwa unverändert blieb. Diese Zweiteilung lässt sich im Allgemeinen auf eine gestiegene Nachfrage nach Automatisierung, sich wandelnde Kundenbranchen sowie anhaltende Marktverzerrungen durch die Politik der Bundesregierung und geopolitische Unruhen zurückführen.
Auftragsfertiger, die größte Abnehmergruppe der Fertigungstechnik, steigerten ihren Auftragswert in den ersten beiden Monaten des Jahres 2025 um mehr als ein Viertel, während die Stückzahl nur um einen bescheidenen einstelligen Prozentsatz zunahm. Auftragsfertiger erhöhen ihre Aufträge in der Regel als Reaktion auf den Bedarf an zusätzlicher Kapazität, und die Anzahl der bestellten Einheiten steht in engem Zusammenhang mit dem Wert dieser Aufträge.
Umgekehrt weisen Hersteller von Luft- und Raumfahrtgeräten aufgrund der in ihren Prozessen erforderlichen hochspezialisierten Arbeitsabläufe tendenziell überdurchschnittlich hohe Auftragswerte im Vergleich zur Anzahl der bestellten Einheiten auf. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 lagen die Aufträge aus der Luft- und Raumfahrt um 233 % über denen von 2025, und die Stückzahlen waren um 125 % höher.
In den vergangenen Monaten stieg die Nachfrage nach Fertigungstechnologie, da die Unternehmen lernten, mit erhöhter Unsicherheit umzugehen, und die Kosten der Untätigkeit wuchsen. Diese zuversichtlichen Investitionen trotz schwankender politischer Rahmenbedingungen setzten sich in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 fort. Mit dem Ausbruch des Krieges im Iran in den letzten Februartagen bleibt jedoch abzuwarten, ob die Unternehmen weiterhin in diesem hohen Tempo investieren werden. Einerseits werden zusätzliche Militärausgaben in einen Luftfahrt- und Verteidigungssektor fließen, der bereits mit Kapazitätsengpässen zu kämpfen hat, andererseits könnten weitere Änderungen im Zollumfeld zusätzliche Investitionen bremsen.
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