
Der Erodierspezialist Sodick ist in diesem Jahr wieder auf der EMO Hannover vertreten. Die Weltleitmesse für Fertigungstechnologie findet vom 22. bis 26. September 2025 statt. Am Stand C59 in Halle 12 präsentiert das Unternehmen aktuelle Lösungen für das automatisierte Erodieren – vom Einzelteil bis zur Serie. Als Blickfang dient ein Formel-3-Fahrzeug von Tim Tramnitz, das die Verbindung zur Präzisionstechnik im Motorsport symbolisiert.
„Wir haben unseren Messeauftritt konsequent an den Anforderungen moderner Fertigungsumgebungen ausgerichtet“, so Salvatore Cocco, Vice President der Sodick Deutschland GmbH. „Unsere Erodiermaschinen und Automatisierungslösungen lassen sich nahtlos einbinden und bei Bedarf modular erweitern. Dabei steht nicht die starre Vollautomatisierung im Vordergrund, sondern ein flexibles System, das sich sinnvoll an vorhandene Strukturen anpassen lässt.“
Ausgestellte Maschinen und Automationslösungen

Zur Hannover Messe bringt Sodick eine breite Auswahl an Maschinen und Automationsmodulen mit – ausgelegt für unterschiedliche Anforderungen in der Erodier- und Frästechnik:
- ALC600G mit dem neuen 6-Achs-Roboter SDG.ProOne:
Automatisierte Drahterodierlösung mit patentierter Drahtrotation zur Verbesserung der Oberflächenqualität und Reduktion des Drahtverbrauchs.
- ALC400P mit der ITS-RSD42-Achse:
Hochpräzise Drahterodiermaschine für Anwendungen mit besonders engen Toleranzen.
- VN600Q mit der ITS-RSD55-Achse:

Vielseitige Erodiermaschine für hohe Bearbeitungsgeschwindigkeiten und Maßgenauigkeit bei wechselnden Geometrien.
- AD35L mit SDG.HR50-6-Achs-Roboter:
Kompaktes Senkerodiersystem mit robuster Struktur und Linearantrieb für schnelle und präzise Bearbeitungen.
- AL60G mit EROWA ERC80:
Senkerodiermaschine mit smartem Generator und automatisiertem Werkstück- und Elektrodenhandling.
- K3HS mit der ITS-MA2-B-100-Achse:
Hochgeschwindigkeits-Startloch bohrmaschine für mehrere Startbohrungen beim Drahterodieren oder bei der automatisierten Teilefertigung mit automatischer Elektrodenzuführung für die kontinuierliche Bearbeitung mit mehreren Elektroden – speziell auch für die Bearbeitung von schwer zu schneidenden Materialien wie Hartmetall und wärmebehandelten Werkstücken geeignet.
- ALC800G mit der ITS-MA2-400-Achse:
Kompakte und vollständig geschlossene Drahterodiermaschine für höchste Präzision und Oberflächengüte mit digitalem Smart Pulse Generator und innovativer Lineartechnologie für hohe Schnittgeschwindigkeiten und wirtschaftliche Bearbeitung insbesondere von Sondermetallen.
- AP250L mit der ITS-MS24-Achse:
Drahterodiermaschine mit Ölbad für höchste Präzision und erheblich verbesserter Positionier- und Bearbeitungsgenauigkeit aufgrund der Kombination von Linearmotorantrieb und Gantry-Struktur inklusive neuester SWP-Steuerung (Perfect Active Control) zur gleichzeitigen Steuerung von Hochgeschwindigkeits Elektroerosion und Achsenbewegungen.
- UX450L Hochgeschwindigkeits-Fräsmaschine:
Für präzise Hartbearbeitungen mit Linearantrieb in allen Achsen, ideal für Schrupp- und Schlichtbearbeitung in einem Durchgang.
Diese Auswahl zeigt, wie Sodick die Maschinen mit Technologien von Partnerunternehmen zu integrierten Bearbeitungskonzepten kombiniert. Mit am Stand vertreten sind auch EROWA (ERC80), Fruitcore Robotics (SDG.ProOne + SDG.HR50) sowie ITS (Multi-Achsen und Spindeltechnologie), die ihre Automationskomponenten und Schnittstellenlösungen für eine durchgängige Fertigung vorstellen.
Innovation im Drahterodieren: Die ALC400P

iGroove+Technisch im Fokus steht die ALC400P iGroove+, die mit ihrer patentierten iGroove Technologie neue Maßstäbe beim Drahterodieren setzt. Durch die kontrollierte Rotation des Erodierdrahts während des Schlichtvorgangs werden Oberflächenqualität und geometrische Präzision verbessert. Gleichzeitig reduziert sich der Drahtverbrauch um bis zu 30 Prozent. Die Maschine erreicht eine Positioniergenauigkeit von 1 Mikrometer und verfügt über einen temperierten Tisch sowie eine erweiterte Temperaturkompensation. Diese Eigenschaften sind besonders wichtig, wenn komplexe Geometrien mit hoher Maßhaltigkeit gefertigt werden.
EDM-Automatisierungen für die Produktion

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf modularen Automationslösungen, die sich einfach an bestehende Produktionsabläufe anpassen lassen. Die neue SDG.ProOne-6-Achs Roboterzelle von Sodick etwa, bietet eine kompakte Roboterlösung für das Drahterodieren in der Produktion. „Unsere Automatisierungskonzepte sind darauf ausgelegt, bestehende Prozesse zu ergänzen – nicht zu ersetzen“, betont Salvatore Cocco. „Sie sind manuell,
teilautomatisiert oder vollständig mannlos betreibbar und unterstützen damit unterschiedlichste Fertigungsstrategien.“
Energieeffizienz und smarte Steuerung
Auch bei der Energieeffizienz setzt Sodick neue Akzente. Die Maschinen der Plus Serie verfügen über ein integriertes Energiesparmanagement mit elektronisch geregelten Pumpen und bedarfsorientierter Steuerung. Das reduziert den Verbrauch, ohne Abstriche bei der Bearbeitungsqualität, um 20%. Die Steuerungen bieten darüber hinaus offene Schnittstellen für externe Automationskomponenten und unterstützen alle Funktionen, die für eine vernetzte und sichere Fertigung erforderlich sind. Praxisbezug: Motorsport und Präzisionstechnik Ein besonderes Highlight am Messestand ist das Formel-3-Fahrzeug von Tim Tramnitz aus der Red Bull Racing Academy.
Es steht sinnbildlich für höchste Ansprüche an Präzision, Prozessstabilität und technische Zuverlässigkeit – Qualitäten, die auch in der industriellen Fertigung entscheidend sind. „Wir wollen auf der EMO nicht nur Maschinen zeigen, sondern auch deutlich machen, welchen Beitrag moderne Fertigungstechnologien im Erodieren heute leisten können – sei es in der Serienproduktion oder im Hochleistungsbereich wie dem Motorsport“, erklärt Giuseppe Addelia, Geschäftsführer der Sodick Deutschland GmbH.
Sodick auf der EMO in Halle 12, Stand C59
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