Kombi-Tools für mehr Effizienz

Unternehmen müssen immer flexibler agieren und das bei gleichbleibender Qualität. Ungewollte Stillstandzeiten führen dabei zu weniger Produktivität. Insbesondere Rüstzeiten können hierfür der Auslöser sein. Kombinationswerkzeuge bieten eine Lösung für dieses Problem - Das hat auch C.R.M. Mazzoccato erkannt.

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Kombiwerkzeug für Schruppen und Schlichten (Bildnachweis: C.R.M. Mazzoccato)

Für die Unternehmen ist es im derzeit zunehmend dynamischen und globalen Marktumfeld von entscheidender Bedeutung, sofort und in einer nie dagewesenen Flexibilität und Geschwindigkeit auf Anfragen zu reagieren, die häufig nicht vorhersehbar sind und die ein hohes Maß an Personalisierung erfordern. Diese hohen geltenden Standards führen dazu, dass die Produktionsbereiche der Hersteller konstant unter Druck stehen und in der Lage sein müssen, auch kleine Chargen zu produzieren, ohne dabei die Effizienz der Produktion aus den Augen zu verlieren.

Paolo Mazzoccato, Technischer Direktor und F&E-Manager bei C.R.M. Mazzoccato, sagt zu diesem Thema: „Die Kosten, die bei einem solchen Prozess durch die erforderliche Rüstzeit der Maschinen zur spanabhebenden Bearbeitung entstehen, sind alles andere als nebensächlich.“ Und weiter sagt Mazzoccato: „Tatsächlich führt diese immer häufiger erforderliche Umrüstung der Maschine zwischen den verschiedenen Produktionsschritten zu einem signifikanten Anstieg der Stillstandszeiten – ein Umstand, der sich unweigerlich auch auf den Endpreis der Produkte und damit letztendlich auf die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Unternehmens auswirkt.“

„Hinzu kommen noch die Kosten, die möglicherweise entstehen, weil Werkzeuge beschädigt werden und/oder weil beim manuellen Umrüsten Fehler gemacht werden. Für die Unternehmen, bei denen die Produktionsphase ohnehin ein Bottleneck in der Prozesskette ist, hat dieser Aspekt eine noch größere Relevanz.“

Ein Quick ChangeOver (QCO) ist daher eines der wichtigsten Instrumente, um schneller und effizienter auf die Anforderungen des Marktes zu reagieren und gleichzeitig die komplizierte Umrüstung der Anlagen zu vereinfachen. Selbstverständlich sind auch SMED und andere Lean Management Verfahren wirksame Hilfsmittel der Unternehmen für eine Reduzierung der Stillstandszeiten, doch lässt sich mit Spezialwerkzeugen eben nicht nur die Rüstzeit, sondern auch die Produktionsdauer selbst verkürzen.

Professor Dr.-Ing. Dirk Biermann, Direktor des Instituts für Spanende Fertigung der Technischen Universität  Dortmund, IFS, weist in seinen Publikationen und Vorträgen ebenfalls auf wichtige Aspekte beim Einsatz der Werkzeuge hin: „Derzeit gibt es verschiedene Ansätze bei der Verkürzung der Prozesskette, dazu zählt z.B. der zunehmende Trend hin zum Einsatz von Kombinationswerkzeugen: Sie ermöglichen die Reduzierung der unproduktiven Zeiten und auch die Ausschöpfung der Rationalisierungspotenziale. Denn gerade bei diesen Nebenzeiten besteht häufig das größte Einsparpotenzial.“

Und weiter sagt er: „Von besonderem Interesse sind in diesem Zusammenhang die Zeitanteile für Werkzeugwechsel und Nebenbewegungen, die bezogen auf die gesamten Nebenzeiten zwischen 60 % und 70 % in einem Fertigungsprozess ausmachen.“ Zum Abschluss erklärt er: „Durch den Einsatz von Kombinationswerkzeugen oder durch Prozessintegrationen lassen sich diese Zeiten deutlich reduzieren.“

Ein Ansatz, den C.R.M Mazzoccato zu 100% teilt. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und Herstellung von Spezialwerkzeugen für die spanabhebende Fertigung spezialisiert. Dank des umfassenden Knowhows und der großen Erfahrung bei der Forschung und der Entwicklung von Tooling Solutions für verschiedene Produktionsbereiche arbeitet C.R.M. Mazzoccato eng mit den technischen Abteilungen seiner Kunden zusammen, um mit ihnen gemeinsam maßgeschneiderte Kombi-Tools zu entwickeln, die perfekt auf die jeweiligen spezifischen Produktionsanforderungen zugeschnitten sind.

Paolo Mazzoccato, Technischer Direktor und F&E-Manager bei C.R.M. Mazzoccato (Bildnachweis: C.R.M. Mazzoccato)

In diesem Zusammenhang erklärt Paolo Mazzoccato: „Es handelt sich hierbei um echte Einzelstücke, die die Eigenschaften und Funktionen mehrerer Werkzeuge in sich vereinen und die speziell für einen Kunden entwickelt werden, damit dieser seine Produktionszeiten immer weiter optimieren kann.“ Und weiter sagt er: „Die technische Beratung stellt dabei einen äußerst hohen Mehrwert dar, und sie wird umso wertvoller, je mehr unsere Kunden uns vertrauen und Informationen mit uns teilen. Das betrifft z.B. den Produktionszyklus des Unternehmens, die Leistung, Festigkeit und Gesamtabmessungen der Spannvorrichtungen usw.“

Die Nachfrage nach den Kombi-Tools von C.R.M. Mazzoccato steigt stetig: Sie reicht von einfachen Anfragen nach Stangen für das Mehrkantdrehen mit mehreren Schneidplatten zur Vermeidung von Stillstandszeiten beim Werkzeugwechsel über Bohrstangen mit schwingungsdämpfendem Körper mit Wendeschneidplatten aus CBN oder PKD, die für die gleichzeitige Bearbeitung von gegenüberliegenden Lagern konzipiert sind, bis hin zu Fräswerkzeugen, die Einsätze für verschiedene Arbeitsschritte haben oder gleichzeitig über einen Bohreinsatz verfügen.

Bis heute werden die von C.R.M. Mazzoccato entwickelten Kombi-Tools immer komplexer und die Techniker stehen jeden Tag vor neuen und spannenden Herausforderungen. So hat das Unternehmen z.B. eine Bohrstange aus einem patentierten Antivibrationsmaterial mit innerer Kühlschmierung und Hartmetallbeschichtung entwickelt, um eine Bohrung und die entsprechenden Anschläge auf gesintertem Stahl mit einer Härte von 60 HRC durchzuführen.

Hier noch weitere Beispiele: Ein Tangentialfräser zur Herstellung des Profils einer Eisenbahn-Weichenzunge mit einer Fase im 45° Winkel in nur einem Arbeitsgang; eine Bohrstange mit Mikrometerskala und einer speziellen Kassette, die auf eine Standard-Mikrometer-Einheit passt; und schließlich ein Mehrfach-Werkzeughalter, der auf einer herkömmlichen Drehmaschine eingesetzt werden kann wie auf einem Langdrehautomaten.

„Für uns ist jedes neue Projekt eine Chance, um die Expertise unseres Unternehmens systemisch zu vergrößern. Das eigene Knowhow wird dabei zur unverzichtbaren Grundlage, um neues Wissen zu erwerben: Auf diese Weise wächst der gesammelte Erfahrungsschatz stetig an, sodass wir unseren Kunden immer präzisere und individuellere Lösungen mit exzellenter Performance bieten können“, betont Paolo Mazzoccato. Und er sagt weiter: „Ein fachgerecht konzipiertes Kombi-Tool stellt für ein Unternehmen einen echten Wettbewerbsvorteil dar, indem es „Mensch-Maschine-Ressourcen“ freisetzt, die Zykluszeiten deutlich verbessert und gleichzeitig die Produktivität erhöht.“

Abschließend erzählt er: „Vor einiger Zeit kam zum Beispiel ein Kunde auf uns zu, der die Zykluszeit reduzieren wollte, indem ein spezielles Teil in nur einem Arbeitsschritt gefertigt werden sollte. Konkret bestand die Herausforderung darin, ein Loch für ein Gewinde mit einem größeren Durchmesser als das Durchgangsloch zu drehen und dabei gleichzeitig auch das entsprechende Gewindestück selbst herzustellen. Das Entwicklungsteam von C.R.M. Mazzoccato hat daraufhin eine Lösung entwickelt, bei der eine Stange mit einem Einsatz verbunden wird.Diese Stange ist mit geeigneten Exzentern und einem Gewindeschneider ausgerüstet, der auf Zug und nicht wie die meisten auf dem Markt erhältlichen Gewindeschneidwerkzeuge auf Druck arbeitet.“

„Eine weitere Herausforderung bei diesem besonderen Projekt war die erforderliche Zufuhr eines Kühlmittels während der Produktion, um die optimale Qualität des Endprodukts zu gewährleisten.  Auch dieses Problem konnten wir erfolgreich lösen: Für uns ein klarer Beleg für das enorme Potential und die Qualität der Kombi-Tools Marke C.R.M. Mazzoccato.”

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