Werkzeuglösungen für Gegenwart und Zukunft

Die Zerspanungstechnik befindet sich im Wandel, der auch Werkzeughersteller zum Umdenken zwingt. Mit zielgerichteten Investitionen - dem Ausbau von Produktions- und Servicekapazitäten - stellt sich die Nachreiner GmbH diesem Wandel.

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Der E.7750.1 von Nachreiner ist perfekt für den Einsatz AL und AL-Legierungen bis 6 % Si geeignet. (Bildnachweis: Nachreiner GmbH)

Der Mega-Trend Elektromobilität beschäftigt die gesamte Industrie, auch die Hersteller von Präzisionswerkzeugen. Markus Hallas, Geschäftsführer der Nachreiner GmbH: „Wir als Fertigungs- und Dienstleistungsbetrieb sind mit der Automobil- und Fahrzeugindustrie eng verzahnt und spüren die Folgen dieses Wandels. Einerseits werden etwa für die Herstellung von Komponenten für die Elektromobilität zum Teil andere Werkzeugkonzepte benötigt. Auch weniger Zerspanwerkzeuge kommen zum Einsatz als bei der Produktion von Bauteilen für Verbrenner.“

„Andererseits sollen die Zerspanwerkzeuge noch präziser und produktiver sein – dies etwa bei der Bearbeitung von Hightech-Materialien wie etwa Leichtbauwerkstoffen. Mit umfangreichen Investitionen in Kapazitäten, Technologie, Digitalisierung, Service und Manpower stellen wir die Weichen, unseren Kunden stets wirtschaftliche Werkzeuglösungen mit begleitenden Service- und Engineeringdienstleistungen anbieten zu können, damit diese produktiver und damit auch nachhaltiger fertigen können.“

Dazu gehört der stetige Ausbau und die Weiterentwicklung der Produktionskapazitäten wie etwa Automationslösungen, modernste Robotertechnik wie auch die Digitalisierung mit Produktionsanalysesystemen Industrie 4.0. Beispiele dafür sind das Sammeln von Prozessdaten während der Produktion.

Damit lassen sich die eingesetzten Schleifwerkzeuge bis zur Belastungs- und Verschleißgrenze ausnutzen. Auf Basis von Zustandsdaten der Schleifmaschine können Störungen frühzeitig erkannt aber auch Predictive Maintenance optimal geplant werden.

Ein weiteres Beispiel ist das Vernetzen der Maschinen zur Steuerung, Programmierung und Planung der Fertigung etwa für die digitale Werkzeugvoreinstellung, was u. a. Rüstzeiten und Einstellkosten senkt.

Dank dieser Maßnahmen fertigt Nachreiner unter einer hohen Fertigungstiefe und optimierten Herstellungs-, Qualitäts- und Serviceprozessen. Damit hat Nachreiner alle relevanten Wertschöpfungsparameter in eigener Hand – von Auswahl der Hartmetalle, Kantenpräparation, werkstoff- und applikationsoptimierten Geometrien, Beschichtungskompetenz und erweiterten Kontroll- und Messeinheiten.

Mit der neuen CC800 HiPIMS-Beschichtungsanlage von CemeCon holte sich Nachreiner einen ganz besonderen Performance-Multiplikator ins Haus. Denn mit dem HiPIMS-Premiumbeschichtungsverfahren lassen sich glatte, dropletfreie und spannungsarme Beschichtungen erzeugen, die gleichzeitig hart und zäh sind. Das eröffnet ungeahnte Möglichkeiten, die Zerpanwerkzeuge mit den besten Hartstoffschichten auszustatten.

Darüber hinaus ist das HiPIMS-Verfahren so zukunftsfähig und flexibel, dass auch auf die derzeitigen bzw. künftigen Zerspanherausforderungen mit angepassten Beschichtungen reagiert werden kann.

Markus Hallas: „Die Beschichtungstechnologie ist ein weiterer Schlüssel, eigene bzw. kundenindividuelle Beschichtungen zu entwickeln. Wir sind in der Lage, unsere Expertise und Engineeringdienstleistungen in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden so zu kanalisieren, dass wir für ihn das beste Werkzeug, haargenau in Substrat, Geometrie, Spankontrolle und Beschichtung angepasst an die kundespezifische Anforderung, bereitstellen.“

„Mit dieser Philosophie nah am Kunden zu sein und ihn mit ganzheitlicher Beratung durch ausgebildete Anwendungstechniker zu Werkzeugauswahl und Einsatz – auch im Live-Chat – zu betreuen, sichern wir uns und unseren Kunden als Lösungsbringer einen zählbaren Technologievorsprung.“

So etwa für Leichtbaumaterialien im E-Fahrzeugbau:  Der Nachreiner VHM-HPC-Alu-Fräser mit Schutzeckenradius (E.7750.1) kann als „Universalgenie“ in AL und AL-Legierungen bis 6 % Si, AL und AL-Legierungen unter 12 % Si, AL-Legierung über 12 % Si aber auch in Messing, Kupfer, Bronze, Rotguss, Kunststoff-Duroplasten und Grafit eingesetzt werden.

Das dreischneidige Hochleistungswerkzeug zum Helixeintauchen ist auch geeignet zur seitlichen Bearbeitung und hat alle konstruktiven Besonderheiten, die die Aluminiumbearbeitung erfolgreich machen: Neben der optimierten Mikrogeometrie und Schartigkeit, der definierten Kantenprä­paration, der speziellen Geometrie und den scharfen Schneidkanten sind die breiten und extrem glatten Spannuten optimal ausgelegt für schnellen und sicheren Abtransport der Späne.

Die spezielle Hochleistungsbeschichtung ist extrem glatt und hat eine äußerst geringe Affinität zu NE-Metallen. Das schützt vor Aufbauschneiden und sorgt dafür, dass der Span nicht an der Werkzeugschneide haftet.

Darüber hinaus lässt sich die Hochleistungsbeschichtung so dünn auftragen, so dass keine Verrundungen der Schneidkanten erfolgt; die Schneiden bleiben scharf. Durch die hohe Beständigkeit gegen Abrasivverschleiß und hohe Temperaturen werden sehr lange Standzeiten bzw. Standwege mit dem eingesetzten Nachreiner-Fräser erzielt.

Markus Hallas: „Für Spezialsegmente schauen wir gerne auch über den Tellerrand hinaus und arbeiten mit Spezialisten und Marktbegleitern zusammen. So etwa mit Universitäten und Forschungseinrichtungen beispielsweise im Bereich Mikrowerkzeuge. Hier ergeben sich profitable Synergien und Win-Win-Situationen im Bereich Mikrowerkzeuge, die letztendlich wieder unseren Kunden zugutekommen.“

Kontakt:

www.nachreiner-werkzeuge.de